Ein kalter Ort zum Sterben

Das schottische Edinburgh droht zum Schauplatz eines Unterweltkriegs zu werden. Der pensionierte Polizist Rebus mischt sich wie üblich fintenreich ein, während er außerdem in einem nie geklärten Uralt-Mord in Prominenten-Kreisen ermittelt und dabei ebenfalls für Unruhe sorgt … – John Rebus ist in seinem 21. Fall aktiver denn je, auch wenn ihn Gesundheitsprobleme plagen. Das Talent des Verfassers vertuscht, dass ein solcher Grad von Pensionärs-Präsenz kaum realistisch ist; hinzu kommt eine spannende, mehrschichtige Krimi-Story und nicht aufdringliche Figuren: Die Reihe bleibt lesenswert!

Eisige Flut

Bereits einige Wochen ist Anja Derling verschwunden, als sie eines Morgens vor ihrem Elternhaus tot aufgefunden wird. Als Eisstatue steht sie vor dem Haus, die Hand zur Klingel ausgestreckt. Hauptkommissar John Benthien und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Warum wurde das Opfer so zur Schau gestellt? Schon bald gibt es eine weitere Leiche und auch, wenn eine Verbindung zwischen den Opfern nicht auf Anhieb ersichtlich ist, so scheint es sich doch um eine Mordserie zu handeln, denn bei den Toten wird jeweils im Bauchnabel eine Beigabe gefunden.

Mann am Boden

John Turner lebt mit seiner Frau Tanya und der gemeinsamen Tochter Lucy in Tucson Arizona. Er hat sich dort ein neues Leben aufgebaut nachdem er vor vielen Jahren die alte Heimat Südafrika Hals über Kopf verlassen hat. Doch der Schein trügt, denn weder er selbst noch seine Frau haben mit der Vergangenheit wirklich abgeschlossen. Die damaligen Ereignisse belasten die Ehe. Als nun John eine Affäre mit seiner engsten Mitarbeiterin eingeht, überschlagen sich die Ereignisse.

Die himmlische Tafel

Drei Brüder versuchen sich 1917 im US-Hinterland als Räuber. Nicht ihr kriminelles Geschick, sondern die Unfähigkeit ihrer Verfolger sichert ihnen die Freiheit, während die Presse sie zu Bestien hochstilisiert. Die blutige Spur der Brüder wird ständig breiter, bis ihre Laufbahn einen kläglichen Höhepunkt erlebt … – Autor Pollock erzählt einerseits deprimierend dicht vom alltäglichen Elend in der tiefsten Provinz, um seine Geschichte andererseits durch knochentrockenen, rabenschwarzen Humor nicht nur zu würzen, sondern auch ihre Absurditäten herauszustellen: ein bemerkenswerter Roman!

Midnight, Texas

Einen Hellseher verschlägt es in die US-Provinz und dort in ein Städtchen, das u. a. von Hexen und Vampiren bevölkert wird. Lebende und untote Bürger leben in Eintracht, bis Neonazis sie auf der Suche nach einem Waffenschatz zu terrorisieren und zu morden beginnen … – Das setzt erwartungsgemäß eine Spirale auch magisch beflügelter Gewalt in Gang, bis die Strolche auf der Strecke bleiben: Lesefutter der durchschnittlichen Art, das nur in manchen Details Überraschungen bietet sowie vor allem durch Figurenzeichnungen und Atmosphäre fesseln kann.

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

In Westrumänien wird die Tochter des Unternehmers Jörg Marthen tot aufgefunden. Sie wurde ermordet. Als möglicher Täter gerät ihr rumänischer Freund ins Visier der Ermittler.
An der Seite von Marthen lebt und arbeitet Maik Winter. Auch er hat einen harten Schicksalsschlag hinter sich. Bei einem Sandsturm auf der Autobahn hat er vor einigen Jahren seine Frau und die beiden Kinder verloren…

Sniper

Ein scheinbarer Massenmord durch einen übergeschnappten Ex-Scharfschützen entpuppt sich als raffiniert eingefädelte Verschwörung, die zu entwirren es wieder einmal der unkonventionellen und selten legalen Methoden des ehemaligen Militärpolizisten Jack Reacher bedarf … – Ein klassischer „Whodunit?“ als moderner Action-Thriller: Die beiden scheinbar nicht kompatiblen Genres nahtlos miteinander zu einem ungemein spannenden und temporeichen Roman verschmolzen zu haben, ist ein neues Meisterstück des Verfassers; das neunte Reacher-Abenteuer belegt nachdrücklich, dass diese Reihe noch längst nicht ausgeschrieben ist!

Die Herzen der Männer

Dreh- und Angelpunkt dieses Romans ist das Pfadfinderlager Camp Chippewa in Wisconsin zu dem jährlich eine Vielzahl von Jungen mit ihren Vätern fahren.
Im Sommer 1962 sind das u. a. auch Nelson Doughty und sein Vater. Nelson ist ein verantwortungsbewusster und fleißiger junger Mann, der es sich im Pfadfinderlager zur Aufgabe gemacht hat die Signaltrompete zu blasen und auch viele weitere Pflichten zu erledigen. Für die anderen Jungs aber ist er einer, den sie nicht dabei haben wollen, ein Opfer, einer mit dem sie ihren Schabernack treiben können…

Gemeinsam sind wir einzig

Mit ihrem Fiat 500, einer Madonna-Figur und einer Menge Bargeld verlässt Vittoria im Februar 1958 ihre Heimatstadt Rom und macht sich mit dem kleinen Massimo auf in Richtung Kopenhagen. Sie fährt einer ungewissen Zukunft entgegen. Stets fürchtet sie verfolgt zu werden und hält Ausschau, ob ihr jemand folgt oder sie ausfindig macht. Auch in Kopenhagen bleibt ihre Angst.
Die geradlinige und ordentliche Vittoria freundet sich in Kopenhagen mit der unorganisierten und unkonventionellen Conny an…

The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten

Seit fünf Jahren jagt Cop Sam Porter einen irren, aber natürlich genialen Serienkiller. Der hat gerade ein Mädchen entführt, als er vor einen Bus läuft. Aus den bei der Leiche entdeckten Indizien muss die Polizei die Spur zum Opfer rekonstruieren, das in einem rattenverseuchten Kerker schmachtet … – Ideenübersichtlicher, auf Tempo getrimmter, mit logikarmen ‚Überraschungen‘ (und Ekeleffekten) gespickter Routine-Thriller, der von der Werbung zum ‚Bestseller‘ gehypt werden soll.