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Archiv für März 31st, 2009

Rabenmond – Der magische Bund

Erstellt von Detlef Hedderich am 31. März 2009

Jenni-Mai Nuyen
Rabenmond – Der magische Bund

cbt-Verlag, München, 9/2008
HC, Jugendbuch, Fantasy, 978-3-570-16000-9, 512/1895
Titelbildgestaltung von Hauptmann und Kompanie

www.cbj-verlag.de
www.cbt-jugendbuch.de
www.jenny-mai-nuyen.de/

Die inzwischen zwanzigjährige Jenny-Mai Nuyen ruht sich nach ihrem überraschend erfolgreichen Debütroman „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern verfasst neben ihrem Studium ein Buch nach dem anderen. Sie beweist dabei immer wieder ungewöhnlichen Einfallsreichtum. So auch in ihrem neusten Werk: „Rabenmond – Der magische Bund“.

So lange Mion denken kann, herrschen die ‚Drachen’ über die Menschen. Sie sind mächtige Gestaltwandler, die als unsterblich und unverwundbar gelten und verschiedene Tiergestalten annehmen können, die sie sich in einem geheimnisvollen Ritus aneignen. Sie behaupten, die einfachen Bewohner des Landes vor der Macht und Willkür der Adligen zu beschützen; in Wirklichkeit sind sie aber nicht weniger despotisch und tyrannisch als ihre Amtsbrüder und –schwestern aus den Ländern rundherum, gegen die sie immer wieder in den Krieg ziehen.

Mion kann nur staunend zu dieser privilegierten Kaste aufsehen. So spielt sie auch mit ihren Freunden Saffa und Kajan den ‚Ritus’ nach, für den man ein Tier töten muss. Als sie einen Fuchs mit Pfeil und Bogen anschießt, findet sie statt seiner einen bewusstlosen Jungen mit bernsteinfarbenen Augen. Nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die auch nicht zerbricht, als Mion erkennt, wer der Knabe eigentlich ist: Lyrian, der Prinz von Wynter und Sohn des Kaiserpaares der Drachen.

Um der Strafe für den Angriff auf den Prinzen zu entgehen, die von den Erwachsenen vollstreckt werden könnte, geht sie in die Stadt und wird die Schülerin des Malers Jagu, der schon bald erkennt, dass sie neben ihrem Talent auch durch ihre Freundschaft zu Lyrian einen besonderen Wert besitzt. Durch sie könnte er, der schon lange eine Rebellion gegen die Drachen plant, Zugang in die Burg der Drachen erhalten.

So ermutigt er Mion, die Freundschaft zu erhalten und zu vertiefen. Nur Baltibb, eine Tierpflegerin, die den jungen Prinzen sehr gerne mag und in der Festung der Drachen lebt und arbeitet, bekommt schon bald eine Ahnung, was eigentlich hinter den Kulissen abläuft. Aber wird sie dazu bereit sein, das drohende Verhängnis aufzuhalten?

Wie schon in ihren anderen Büchern wählt Jenny-Mai Nuyen bewusst junge Protagonisten, die bereits mit zwölf Jahren unzufrieden mit ihrem Leben sind und etwas zu verändern suchen, ohne zu wissen, ob ihre Entscheidungen Gutes oder Schlechtes bringen. Vor allem der Gestalt wandelnde Prinz ist oft unzufrieden, sieht er doch, dass ihm seine Gaben und Fähigkeiten nicht unbedingt Freunde einbringen.

Er ist wesentlich feinfühliger und sanfter als seine Eltern oder andere Kinder seines Volkes, die sich bereits in jungen Jahren von der Macht haben korrumpieren lassen. Wie Mion ist er jedoch unfähig zu erkennen, welche Intrigen um ihn und das Mädchen gesponnen werden. Dementsprechend geheimnisvoll bleibt auch Jagu, der bis zuletzt den Grund für sein Handeln und seine Motive bewahrt. Gefühle und Leidenschaften kommen ohnehin immer wieder im Buch zum Tragen, selbst wenn sie nicht unbedingt ausgewalzt werden.

Die Autorin konzentriert sich in ihrem Buch sehr auf die Figuren und ihr immer komplexer werdendes Beziehungsgeflecht. Dabei kommen die Handlung und vor allem der Hintergrund etwas zu kurz.

Man erfährt weder viel über die zu Grunde liegende Magie des Gestaltwandelns noch über die Kulturen der Völker, die gestreift werden. Alles bleibt nebelhaft und wenig vorstellbar; man kann sich allenfalls mit Stereotypen behelfen. Allein der ‚Ritus’ wird ein wenig mehr erklärt, aber nur so weit, dass man dass Gefühl hat, er berausche die ehemaligen Menschen und jetzigen Drachen wie die Einnahme von Drogen.

Die Geschichte selbst ist zwar immer wieder mit überraschenden Ideen gespickt, folgt aber ansonsten ausgetretenen Pfaden. Das ist insgesamt nicht so schlimm, würde aber besser wirken, wenn das Setting etwas plastischer dargestellt wäre und wichtige Handlungselemente eine solidere Basis hätten.

„Rabenmond – Der magische Bund“ beeindruckt mit seinem Ideenreichtum und den vielfältigen Themen, verzichtet aber weiterhin darauf, die Charaktere der Figuren zu vertiefen und vor allem den Hintergrund etwas weiter und logischer heraus zu arbeiten.

So entsteht ein spannender und unterhaltsamer Abenteuerroman, der durch die Ausarbeitung an einigen Stellen noch mehr an Faszination gewonnen hätte. (CS)

Titel bei Amazon.de
Rabenmond – Der magische Bund

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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Martina Brecht
2. Ludwig Müller
3. Marion Kunhenn
4. Inge Dielmann
5. Hans-Peter Hess
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Tod und Verderben

Erstellt von Günther Lietz am 31. März 2009

Dan Abnett, Ian Edginton
Tod und Verderben

Warhammer 40.000 Band 2
PaniniComics Softcover
124 Seiten
ISBN 9783866075764

OT: Warhammer 40.000: Blood and Thunder
Zeichnungen: Daniel Lapham, Tony Parker; Rahsan Ekedal
Koloristen: Aeronik. Lads Helloven
Ü: Hartmut Klotzbücher
Verlag: PaniniComics, 2008

Skyva ist ein einfacher Ork, der seine Zeit am liebsten damit verbringt Feinde zu moschen, also zu erledigen. Durch einen glücklichen Zufall findet er während einem großen Gefecht einen vermeintlichen Grot. Skyva steckt den grünen Kerl in einen Käfig und schleppt ihn nun als Glücksbringer mit sich herum. Und tatsächlich, die Anwesenheit des Grots sorgt für Skyvas unvergleichlichen Aufstieg zu einem mächtigen Boss.

Das Problem an der Sache ist jedoch, dass es sich bei dem Grot keineswegs um ein orkisches Haustier handelt, sondern um Oberst Castillian. Der überlebte das Gefecht, wurde dabei in grünen Schlamm getaucht und versucht nun vergeblich aus der Gefangenschaft zu fliehen und den Orks den Todesstoß zu versetzen. Dabei ist aber genau er es, der Skyva zum Aufstieg verhilft. Nun, scheinbar ist er doch ein Glücksbringer, doch sollten die Orks bemerken, dass sie einen Menschen mit sich herumschleppen, dürfte es für Castillian gefährlich werden …

Ein neuer Comic aus dem „Warhammer 40.000“-Universum. Diesmal dreht sich alles um die Orks, jene grausamen Krieger und Mörder, die nur des Kampfes willen zu leben scheinen und schreckliche Gegner sind. Sie haben keine Ahnung von moderner Technologie, aber sie lieben jegliche Art von Technik. Sie haben keine Ahnung von Taktik, aber dennoch führen sie Krieg. Sie sind groß, stark, blutrünstig und – unheimlich blöde.

Die Orks sind in diesem düsteren Hintergrund tatsächlich ein sehr humorvolles Element. Alleine ihre Sprache und die benutzten Begrifflichkeiten sind ein wahrer Genuss. Übersetzer Hartmut Klotzbücher leistet hier gute Arbeit, denn orkisch ist eine schwere Sprache. Selbst beim lesen muss man über den ein oder anderen Begriff etwas nachdenken, um seine Bedeutung zu begreifen. Das ist keineswegs störend, sondern einfach nur witzig. Trotzdem fügen sich die Orks harmonisch in den düsteren Hintergrund ein und sind eine tödliche Gefahr.

Die abstruse Geschichte, mit einem imperialen Oberst als Glücksbringer, ist einfach nur spaßig. Das Script ist ausgeklügelt und pointiert, die Farben beklemmend düster. Manchmal wirken sie allerdings ein wenig zu schwammig, was aber kaum stört, sondern nur den dreckigen Charakter betont. Dadurch wirkt der Comic wie aus einem Guss.

Obwohl sich der Comic vorwiegend um die Orks dreht, kommen auch die Space-Marine-Freunde zum Schuss, denn nach der orkigen Hauptgeschichte, folgen einige Storys aus dem Bereich Space Marine. Die Kurzgeschichten sind ebenfalls ansprechend gestaltet, allerdings keine Glanzlichter. Sie runden den Comic aber gut ab.

„Tod und Verderben“ ist spaßig, trashig, brutal und gelungen. Freunde der Space Orks müssen unbedingt zugreifen, Freunde von „Warhammer 40.000“ sollten zugreifen und alle anderen dürfen getrost einen Blick riskieren.

(c) Copyright 2008 by Günther Lietz

Bei Amazon.de:
Warhammer 40.000, Bd. 2: Tod & Verderben

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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Heiko Roth
2. Natalie Keller
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Bestiarium der Alten Welt

Erstellt von Günther Lietz am 31. März 2009

Chris Pramas, T. S. Luikart, Ian Sturrock
Bestiarium der Alten Welt
Ein Kompendium redlicher und garstiger Kreaturen

Warhammer – Fantasy – Rollenspiel
Feder & Schwert Hardcover (FS50001)
136 Seiten
ISBN 3937255540
Erscheinungstermin: 02. 2006
(sfbentry)

Dem ein oder anderen Erzähler mag es an Kreaturen mangeln, die er den Helden seiner Warhammer-Fantasy-Rollenspielgruppe auf den Hals hetzen kann, um Tod und Verderbnis über sie zu bringen – oder sie im heroischen Licht glänzen zu lassen. Um den Nachschub an Bestien und zu sichern, empfiehlt sich deswegen das „Bestiarium der Alten Welt“.

Das Buch wirkt mit seinen 136 vierfarbigen Hochglanzseiten auf den ersten Blich ein wenig dünn, doch dieser Eindruck täuscht über den fantastischen Inhalt hinweg. Zwischen den stabil gefertigten Hardcoverseiten des Bestiariums, verbirgt sich eine ausgewogene Mischung aus Hintergrundwissen und Spielwerten. Für den Warhammer-Fantasy-Rollenspieler wichtig, für Romanleser und Tabletop-Spieler sicherlich ebenso informativ.

Das Buch gliedert sich in zwei grundlegende Abschnitte. Der erste Abschnitt wurde aus der Sicht des Gelehrten Odric von Wurtsbad geschrieben. Diese fiktive Gestalt aus der Warhammer-Fantasy-Welt trug etliche Informationen zusammen, um die Kreaturen der Alten Welt möglichst genau zu beschreiben. Zu den beschriebenen Bestien zählen Wesen wie Orks, die Kinder der Gehörnten Ratte oder auch Oger und Drachen.

Odrics Beschreibungen selbst sind nochmals in zwei oder drei weitere Abschnitte geteilt. Zuerst wird dem Leser allgemeines Wissen vermittelt, wie es ein Bewohner der Welt haben würde. Natürlich handelt es sich dabei oftmals um Halbwahrheiten. Deswegen gibt es den zweiten Abschnitt, in dem Odric das Wissen von Gelehrten sammelte. Hier geht es ins Detail und bietet sich dem Spielleiter vor allem Hintergrundwissen.

Besitzt eine Kreatur etwas Grips und ist in der Lage sich zu Äußeren, wurde dem Eintrag sogar ein dritter Abschnitt spendiert, in dem die vorgestellten „Bestien“ selbst zu Wort kommen. Diese Zitate sind gut geschrieben – hier haben die Autoren echtes Gespür für die Warhammer-Fantasy-Welt gezeigt.

Das zweite große Kapitel des Buches, befasst sich nun mit Werten der vorgestellten Kreaturen. Immerhin sollen sie ja auch ins Spiel kommen und die Welt beleben. Der Erzähler bekommt nun alle grundlegenden Informationen und die schonungslose Wahrheit zu lesen. Die Autoren gehen dabei auch auf Besonderheiten oder bestimmte Formen der Magie oder Mutationen ein. Die Werte sind gut lesbar angeordnet und entsprechen im Aufbau dem Grundregelwerk. So findet man sich leicht zurecht. Um dem Erzähler die Auswahl einer passenden Herausforderung zu erleichtern, wurde übrigens ein Herausforderungsgrad eingeführt. Somit kann etwas leichter abgeschätzt werden, wie gefährlich die Begegnung mit einer Kreatur ist. Eine gelungene Sache.

Das „Bestiarium der Alten Welt“ schließt mit drei Anhängen ab. Der erste beschäftigt sich mit verschiedenen Reittieren, wie Chaosrössern, Elfenrössern oder auch Ponys. Im zweiten Anhang wird auf normale Tiere eingegangen, beinhaltet aber nur Beutetiere, kleine Raubvögel und Schlangen. Abschließend folgen optionale Trefferzonentabellen. Immerhin ist ein geflügelter Vierbeiner anders aufgebaut, als ein Zweibeiner oder ein humanoider Vierbeiner. Der Anhang beinhaltet auch eine Tabelle für kritische Effekte an Flügeln.

Die Innenillustrationen sind beinahe alle gelungen. Zeichnungen wie die der Dämonetten können nur als Ausrutscher bezeichnet werden, da sie dem düsteren Stil der meisten Illustrationen einfach widersprechen. Ansonsten ist das „Bestiarium der Alten Welt“ ein Augenschmaus.

Mit dem neu eingebrachten Herausforderungsgrad, neuen Monstertalenten, dem klaren und fluffigen Aufbau, die Gliederung in Spieler- und Erzählerbreich und der erstklassigen Aufmachung, ist das „Bestiarium der Alten Welt“ ein unverzichtbares Werk – vor allem für Erzähler und Erzählerinnen des Warhammer-Fantasy-Rollenspiels. Doch auch Liebhaber der Romane und Spieler des Tabletops sollten ein Auge auf das Buch werfen, da der Inhalt sehr viel Hintergrundwissen vermittelt und seine Leser noch tiefer in das Warhammer-Fantasy-Universum eintauchen lässt. Unter dem Strich gibt es somit eine klare Empfehlung!
(Günther Lietz)

Bei Amazon.de
Warhammer Fantasy Rollenspiel – Bestiarium der Alten Welt

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World War Hulk Prolog

Erstellt von Detlef Hedderich am 31. März 2009

world-war-hulk-prologPeter David, Alvaro Rio, Lee Weeks, Sean Phillips u. a.
World War Hulk Prolog

World War Hulk Prologue: World Breaker 1, Marvel, USA, 2007
Panini Comics, Marvel Deutschland, Stuttgart, 4/2008
Comic-Heft, Superhelden, SF, Fantasy, Action, 48/495
Aus dem Amerikanischen von  Reinhard Schweizer
Titelillustration von John Romita jr.

www.paninicomics.de
www.peterdavid.net
www.seanphillips.co.uk

Einige der Illuminati schickten den Hulk auf einen fernen Planeten, um auf diese Weise die Bedrohung zu bannen, die er immer wieder für die Menschheit darstellte. Er findet dort sein Glück, doch das Raumschiff explodiert und zerstört seine neue Heimat. Millionen Wesen sterben, auch seine Familie. Von Rachsucht getrieben, kehrt der Hulk auf die Erde zurück, um mit allen abzurechnen.

Nachdem She-Hulk vom Schicksal ihres Cousins erfahren hat, verlässt sie SHIELD, verliert jedoch ihre Kräfte, da Iron Man ihr blockierende Nanobots injizierte. Unverhofft taucht Dr. Samson bei ihr auf. Will er helfen – oder ist er doch nur ein Lakai von SHIELD?

Der Prolog zur Mini-Serie „World War Hulk“ stellt eine Art Bindeglied zu den vorherigen und den kommenden Ereignissen dar. Greift man das Heft zufällig aus dem Regal des Händlers, weil man nach einer spannenden Lektüre sucht, so hat man zunächst nur Fragezeichen über dem Kopf, denn die einzelnen Episoden bauen aufeinander auf, d. h., dieser Band eignet sich nur für treue Leser, die wissen, welche Umstände zur aktuellen Situation führten.

Thematisiert werden die Folgen übereilten Handelns. Die Illuminati lösen ein Problem auf rigorose Weise, ohne jedoch an die Konsequenzen für den Hulk oder jene Wesen zu denken, die auf ihn treffen würden. Es kommt zu einer Tragödie. Jetzt sollen die Verursacher zur Verantwortung gezogen werden – und nicht nur sie.

Auch Iron Man bleibt im Fokus. Er wurde zu einem Hardliner, der hinter den Kulissen mehr Fäden in der Hand hält, als seine Freunde ahnen. Um seine Ziele durchzusetzen, sind ihm auch fragwürdige Mittel recht, wie She-Hulk und andere erfahren müssen. Wer sich weigert, seinen Befehlen zu folgen, wird bestraft bzw. unschädlich gemacht.

Die Illustrationen sind detailreich und ansprechend, allerdings nur auf den Seiten, die einen Hulk in Aktion zeigen, der vielleicht nicht von ungefähr an „Conan“ erinnert. Die Qualität fällt etwas ab in den Szenen, die She-Hulk und Dr. Samson gewidmet sind. Man hat das Gefühl, als wären mehrere Zeichner am Werk gewesen.

Das Heft wird durch eine Story um die Mini-Marvels ergänzt, die im cartoonhaften Stil für ein wenig Humor sorgen. Hierfür standen offenbar die japanischen Chibis Pate. Die übrigen Seiten füllt ein ausführliches, illustriertes Interview mit Greg Park, der sich den Fragen zur neuen Mini-Serie stellt.

„World War Hulk Prolog“ ist ein Band, der sich an eingefleischte Fans und Comic-Sammler wendet. Gelegenheitsleser dürfen wenig mit dieser Episode, die aus einer laufenden Handlung heraus gegriffen wurde, anfangen können. Falls das Thema gefällt, sollte man einige der vorherigen Hefte und auf jeden Fall die nächsten Nummern lesen, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können. (IS)

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1. Florian Becker
2. Carina Hübschner
3. Loubna Bashou
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Brave 10 – Band 01

Erstellt von Detlef Hedderich am 31. März 2009

Kairi Shimotsuki
Brave 10, Bd. 1, Japan, 2007

Panini Comics, Stuttgart, 8/2008
TB, Manga, Action, Fantasy, History, 978-3-7704-6661-0,182/795
Aus dem Japanischen von Dorothea Überall & Alexandra Klepper

www.paninicomics.de

Normalerweise neigen japanische Künstler eher dazu, die Edo-Zeit zu verherrlichen und die Machtergreifung des Shoguns Ieasu Tokugawas sowie die Entmachtung der regionalen Fürsten als eine für Japan sehr positive Entwicklung darzustellen, die Ordnung und Frieden ins Land brachte. Nur wenige Mangas tendieren dazu, genau das Gegenteil zum Aufhänger ihrer Story zu machen. So auch Kairi Shimotsuki in „Brave 10“.

Im Jahre 1599 widersetzt sich als einziger regionaler Herrscher nur noch Yukimura Sanada in Shinshuu Ieasu Tokugawa. Da der Daimyo als Meister der Kriegskunst bekannt ist, der in offener Feldschlacht nicht zu besiegen ist, beschließt der Shogun, ihn heimlich beseitigen zu lassen und beauftragt deshalb einige Ninjas mit dieser schmutzigen Arbeit.

Doch er rechnet nicht damit, dass sich um den Fürsten tapfere Streiter versammeln, die wie Drachen und Dämonen den Elementen trotzen, sie teilweise sogar beherrschen und nicht bereit sind, sich unterjochen zu lassen.

Und so beginnt ein Zeitalter des Krieges, das nicht nur mit Waffen geführt wird. Auch Saizou Kirigakure, ein Ninja aus Iga, und Sasuke Sarutobi, ein Ninja aus Kouga, werden  nach der Rettung der schönen – und überraschend hellhaarigen – Priesterin Isanami aus der Hand lüsterner Räuber in die daraus entstehenden Ereignisse verwickelt und erleben viele Abenteuer. Mehr als einmal wird dabei ihr Zusammenhalt auf die Probe gestellt.

Der historische Hintergrund ist nicht unbedingt so ernst zu nehmen und dient nur als Aufhänger für die üblichen actionreichen Ninja-Abenteuer, die man aus den Mangas für männliche Leser kennt.

In wilden Kämpfen zeigen die Helden, welche Kräfte und Künste sie beherrschen und zu was sie noch fähig sind. Die weibliche Hauptfigur bringt dazu noch ein wenig Erotik ein, da sie sehr gut gebaut ist und hin und wieder in unangenehme Situationen gerät, in denen ihre Gegner nicht nur mit ihr kämpfen wollen.

Abgespult wird dabei das übliche Repertoire an dynamischen Kampfsequenzen, markigen Sprüchen und schlüpfrigen Andeutungen. Die Zeichnungen sind zwar recht hübsch und klar, können die flache und etwas wirre Geschichte aber auch nicht besser machen.

So wendet sich „Brave 10“ an die Leser, die vor allem Samurai und Ninja in Action sehen wollen und für die eine ausgereifte Geschichte weniger wichtig ist. Wer mehr erwartet, sollte lieber zu klassischen Titeln wie „Basilisk“ oder „Lone Wolf and Cub“ greifen, die inhaltlich etwas mehr als nur provokante Reden und wilde Schlägereien bieten (CS)

Titel bei Amazon.de
Brave 10, Band 1: BD 1

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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Herbert Schobner
2. Martin Pesch
3. Liane Günther
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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