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Archiv für Juli 31st, 2009

Don Harris Psycho-Cop 02 – Der Club der Höllensöhne

Erstellt von Günther Lietz am 31. Juli 2009

Oliver Döring, Jason Dark
Der Club der Höllensöhne

Don Harris: Psycho-Cop Folge 2
Folgenreich (www.folgenreich.de) / Universal
Buch und Regie: Oliver Döring
Autor: Jason Dark
Gesamtspielzeit: ca. 54 Minuten
Erzähler: Douglas Welbat, Don Harris: Dietmar Wunder, Elektra: Claudia Urbschat-Mingues, Terry Sheridan: Gerrit Schmidt-Foß, Mac “Silver” Sterling: Frank Glaubrecht, Gilles: Rainer Fritzsche, Donald: David Nathan, Mike: Björn Schalla, Killer: Tilo Schmitz, In weiteren Rollen: Lutz Mackensy, Martin May, Udo Schenk, Pe Simon

(sfbentry)

Nachdem Don Harris in „Das dritte Auge“ den Auftragskiller zur Strecke brachte, kehrt er in sein Geburtshaus zurück. In seinem Leben sind viele einschneidende Dinge geschehen. Unter anderem hat Don die verführerische Elektra kennengelernt und weiß, dass der Club der Höllensöhne hinter ihm her ist. Und der Feind ist im näher, als Don glaubt …

Zugegeben, in „Der Club der Höllensöhne“ steckt recht wenig Handlung. Das liegt aber daran, dass Don Harris (gesprochen von Dietmar Wunder) nun erst einmal seine Fähigkeiten entwickelt. An seiner Seite die schöne und mysteriöse Elektra (gesprochen von Claudia Urbschat-Mingues), mit der er auch gleich eine heftige Nummer schiebt. Und die hat es mehr als in sich.

Zum Einen bekommt die Zuhörerschaft Sex präsentiert (teilweise glaubt man sich in einem Erotikfilm), zum Anderen wirkt die Situation an sich auch sehr humorvoll, da die beiden Liebenden jeden Augenblick ertappt werden können. Da kommt es allerdings zu einer Überraschung und die Situation wird ganz anders aufgelöst, als bis dahin vermutet. Und von da an zieht das Tempo richtig an. Immerhin ist Don ziemlich ahnungslos, während der Hörer weiß wo der Hase langläuft. Leider kommt die Auflösung für unseren Helden zu früh. Nur zu gerne hätte man ihn noch ein wenig länger im eigenen Saft schmoren hören.

Die Sprechrollen sind mal wieder vom Feinsten besetzt. Neben den Hauptrollen mit ihren Stammsprechern, wissen auch die Nebenrollen zu überzeugen. Hier gibt sich alles was Rang und Namen hat die Klinke in die Hand. Das ist  Ohrenkino auf höchstem Niveau. Vor allem Douglas Welbat als Erzähler und Dietmar Wunder, sowie Claudia Urbschat-Mingues, wissen auf ganzer Linie zu überzeugen.

Die Regie von Oliver Döring ist ebenfalls überzeugend. Seine Auswahl an Effekten und Musikstücken ist immer passend. Es gelingt ihm auch hervorragend die Actionszenen hörbar umzusetzen und für Spannung zu sorgen. Der Gruselfaktor ist allerdings etwas gering. Man glaubt sich viel mehr in einem spannenden Thriller – trotz der ein oder anderen übernatürlichen Einspielung.

Die ganze Geschichte um Don Harris basiert auf den Geschichten aus der Feder von Jason Dark, der mit der Heftromanreihe „Geisterjäger John Sinclair“ in Deutschland sehr bekannt wurde. Leider gelingt es ihm nur bedingt sich von dieser Vorlage zu lösen. Es gibt einfach zu viele Aspekte, die auch in „Don Haris: Psycho-Cop“ auftauchen. Schade, dass Jason Dark dermaßen festgefahren ist. Es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber einem Sinclair-Kenner fallen diese einfach auf. Wer mit „John Sinclair“ allerdings nichts anfangen kann, auf den wartet hier unentdecktes und gelungenes Neuland.

„Mit der Club der Höllensöhne“ steigert sich die Reihe nach einem etwas schwachen Start eindeutig. Vor allem die überraschende  Liebesszene hat es in sich und auch der leichte Humor, der in der Serie mitspielt. Eine feine Sache.

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02: Der Club der Höllensöhne

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Don Harris Psycho-Cop 01 – Das dritte Auge

Erstellt von Günther Lietz am 31. Juli 2009

Oliver Döring, Jason Dark
Das dritte Auge

Don Harris: Psycho-Cop Folge 1
Folgenreich (www.folgenreich.de) / Universal
Buch und Regie: Oliver Döring
Autor: Jason Dark
Format: 1 CD (16 Tracks)
Gesamtspielzeit: ca. 50 Minuten
Erzähler: Douglas Welbat, Don Harris: Dietmar Wunder, Terry Sheridan: Gerrit Schmidt-Foß, Mac “Silver” Sterling: Frank Glaubrecht, Elektra: Claudia Urbschat-Mingues, James Fox: Rainer Doering, Elaine Harris: Susanna Bonaséwicz,  Krankenschwester: Judith Brandt, Dr. Ashton: Oliver Rohrbeck, Dr. Brody: Thomas Lang, Junger Don Harris: Davide Brizzi,
Junger Terry Sheridan: Max Unützer, Mr. Dermitt: Peter Groeger, Mr. Taylor: Martin Kessler, Lucy Taylor: Annabel Wolf, Sloane: Jörg Doering, Pfarrer: Martin May
In weiteren Rollen: Fred Bogner, Stephan Busch, Manja Doering, Rita Engelmann, Rainer Fritzsche, Bianca Krahl, Lutz Mackensy, Ralph Möske, Timmo Niesner, Franziska Pigulla, Eberhard Prüter, Marianne Rogée, Udo Schenk, Pe Simon, Boris Tessmann, Berenice Weichert sowie Roswitha und Helmut Rellergerd als wütende Autofahrer.

(sfbentry)

Don Harris ist Agent beim europäischen Geheimdienst ESI und verfügt eine besondere Gabe: Manchmal hat er eine Vision der Zukunft. Dadurch konnte er bereits in seiner Jugend ein Kind vor dem Ertrinken retten und setzt seine Möglichkeiten auch heute in seinem Beruf ein. Doch plötzlich ändert sich alles.

Eine Bekannte von Don wird erschossen und mit ihrem Blut seine Telefonnummer an die Wand geschrieben. Dons alter Schulfreund Freund Terry gehört zu den Ermittlern und die beiden Freunde machen sich natürlich daran, in der Sache zu ermitteln. Und genau da trifft Halbwaise Don der nächste Schlag, denn sein Vater ist plötzlich verstorben und scheinbar rankt sich ein altes Geheimnis um die Familie Harris. Auf der Jagd nach dem Mörder und getrieben von neuen Visionen steuert Don Harris einem neuen, aufregenden Abschnitt seines Lebens entgegen …

„Don Harris“ stammt aus der Feder von Jason Dark, der beim Verlag Bastei Lübbe durch seine Serie „Geisterjäger John Sinclair“ bekannt wurde und sich als Gruselautor einen guten Namen machte. Nach all den Jahrzehnten wechselt Dark keinesfalls das Genre, aber versucht sich an einem neuen Serienhelden. Dabei keinen Aufguss eines altbekannten Charakters zu präsentieren fällt Jason Dark eindeutig schwer. So gibt es etliche Parallelen zu Sinclair.

Unter anderem gehören beide einer staatlichen Organisation an, haben gute Freunde, übernatürliche Fähigkeiten und auch den gleichen Illustrationsstil für Cover. Was für John Sinclair sein Kreuz ist, dass macht Don Harris mit seinem dritten Auge wett. Auch die Namen sind kurz und einprägsam, einige Verhaltensweisen ähneln sich ebenso ein wenig. Allerdings schafft Dark trotzdem genug Freiraum, um für eine ordentliche Portion Eigenständigkeit zu sorgen. So ist Don Harris eindeutig erwachsener als John Sinclair – doch beide Männer sind auch Engländer. Dark bleibt also erst einmal bei einer bewährten Basis.

Die Geschichte beginnt bei Dons Geburt und dem Tod seiner Mutter, dann gibt es einen Ausschnitt aus seiner Jugend und schlussendlich landen wir in seinem Büro und Dons Tick, zu wissen wann ein Anruf kommt. Anfangs noch witzig, nervt dieser Tick irgendwann. Vielleicht hätte Dark einfach mal das Land und den Beruf seines Helden wechseln sollen, dann wäre die Abhebung von Sinclair deutlicher gewesen. So sind es – erst einmal – nur Feinheiten die anders sind.

Trotz allen Parallelen in der Figur, hebt sich die Geschichte etwas von Darks gewohntem Stil ab. Harris hinterfragt die Begebenheiten, hat es schwer seine Visionen zu akzeptieren und ist – trotz seines Berufes – ein wenig naiv. Oder sein Schöpfer hat nur wenig Ahnung davon wie ein Geheimdienst arbeitet oder wie man sich moderne Geheimdienstarbeit vorstellt. Don Harris steckt in den Startlöchern und kommt da nur schwer raus.

Die Umsetzung der Story als Hörspiel stammt aus den fähigen Händen von Oliver Döring, der bereits „John Sinclair“-Hörspiele mit Jason Dark produzierte. Döring ist ein Könner auf seinem Gebiet und handwerklich gibt es keine Meckereien. Der Mann versteht seine Arbeit und weiß, wie Musik, Effekte und Sprecher miteinander harmonieren. Hier sitzt alles perfekt. Vor allem die sterbende Nancy Goldman ist schaurig gut in Szene gesetzt. Dafür sorgt alleine Douglas Welbat als Erzähler, dessen eindringliche Stimme hervorragend zu visualisieren weiß.

Überhaupt sind die Sprecher erstklassig. Hier wurde alles aufgeboten, was Rang und Namen im Synchrongewerbe hat. So wird die Hauptrolle von Daniel Craigs deutscher Stimme Dietmar Wunder gesprochen, der einfach glänzte und sehr überzeugend agiert. Gerrit Schmidt-Foss gibt dagegen Freund Terry zum Besten und ist aus anderen erstklassigen Produktionen gut bekannt (Beispielsweise „Point Whitmark“).

Erwähnenswert für Sammler und Fans dürfte übrigens sein, dass die ersten Folgen von Random House Audio produziert wurden. Dann stellte man die Serie dort ein und die Produktion wanderte an Universal, um unter dem Label Folgenreich „neu“ auf den Markt zu kommen. Dabei wurden erst einmal die bei Randomhouse produzierten Folgen veröffentlicht – wobei hier wiederum Folge 1 und 2 nach den Folgen 3 und 4 bei Folgenreich erschienen. Leicht verwirrend, aber kein Problem, da nun alle Folgen bei Folgenreich zu bekommen sind.

Die Aufmachung der CD ist ordentlich, obwohl das Booklet keine besonderen Informationen enthält und die Illustration eher langweilig wirkt. Es wirkt beinahe etwas bieder. Die CD in einem Player abzuspielen macht keine Probleme und gängige Mediaplayer wandeln die Tracks anstandslos in MP3s um, so dass man seine CD ruhig im Regal lassen und den MP3-Player bestücken kann. Ein netter Zug, den man entsprechend honorieren sollte.

Unter dem Strich ist „Das dritte Auge“ ein schwacher Start für Don Harris, aber der Mann besitzt Potenzial und kann noch einiges aus sich machen. Von der Geschichte her also eher Durchschnitt, die Produktion selbst erstklassig – macht also einen guten Durchschnitt aus. Durchaus empfehlenswert.

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01: Das dritte Auge

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Die Diener der Pest

Erstellt von Günther Lietz am 31. Juli 2009

Volker Sassenberg, Bob Lexington
Die Diener der Pest

Point Whitmark Episode 26
Folgenreich / Universal Music
Nach einer Erzählung von Bob Lexington
Gesamtspielzeit: ca. 54 Minuten
Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Decision Products
Musik: Matthias Günthert, Volker Sassenberg, Markus Segschneider & Manuel Rösler · „Saltarello/Ductia/Trotto” Interpret und Komponist: Corvus Corax (Originalversion vom Album „Inter Deum Et Diabolum Semper Musica Est” Pica Records 1993) www.corvuscorax.de
Ton & Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration: Ingo Masjoshusmann
Regie: Volker Sassenberg
Produktion: Volker Sassenberg
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Sprecher: Erzähler: Jürg Löw. Jay Lawrence: Sven Plate, Tom Cole: Kim Hasper, Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss, Mildred: Heike Weber, Walter: Engelbert von Nordhausen, Fergus Thornton: Klaus-Peter Beyer, Victoria Thornton: Sonja Spuhl, Castus Rabensang: Olaf Reichmann, Tritonus der Teufel: Marius Götze-Claren, Brandanio: Dierk Prawdzik, Sir Wilfred: Gerald Paradies, Sir Melroy: Wolfgang Wagner, Bischof Molari: Rüdiger Evers, Lady Valkya: Karin Buchholz, Duncan: Till Endemann
Gaststars: CORVUS CORAX
(sfbentry)

Die Freunde Jay, Tom und Derek betreiben in Point Whitmark einen gleichnamigen Radiosender. Außerdem haben die drei Teenager das Talent, in spannende Situationen zu schlittern. S auch diesmal, als Derek versucht mit seinem Schwarm Victoria anzubandeln. Ein altertümlicher Spielmann drückt ihr nämlich eine Karte in die Hand, auf der ihr verstorbener Onkel zu sehen ist. Dazu gibt es noch einen mysteriösen Hinweis und schon sind die drei Jungs und Victoria gemeinsam unterwegs nach Amberville.

In diesem kleinen Städtchen haben die Einwohner der Moderne abgeschworen und leben so, wie sie sich das Mittelalter vorstellen. Waffenknechte, Gaukler, mittelalterliche Musik und vieles mehr warten nur darauf entdeckt zu werden. Aber es gibt auch Meuchelmörder, einen geheimnisvollen Mann mit Pestmaske und schlussendlich stehen Jay, Tom und Derek sogar am Pranger von Amberville …

Erneut holt Produzent und Regisseur Volker Sassenberg das Maximum aus der Geschichte heraus. Er schickt die jugendlichen Helden in der Zeit zurück, ohne dabei in die Fantasy oder Science Fiction abzugleiten. Ein feiner Kniff, den Herr Sassenberg hier anwendet, um für ein entsprechend fantastisches Setting zu sorgen – und ganz ohne Zeitreise. Das macht gerade den Kick der Serie aus – das scheinbar Mysteriöse und trotzdem offensichtlich Bodenständige. Vor allem für jüngere Zuhörer richtiggehend genial, denn so können sie sich gut mit den Hauptfiguren identifizieren und mitfühlen. Aber auch ältere Semester werden die Geschichten aus „Point Whitmark“ mögen, da es in der Thematik auch immer ein wenig ernsthaft zugeht und keineswegs kindisch.

In „Die Diener der Pest“ löst sich also alles weltlich und logisch auf. Doch der Weg bis dahin ist äußerst spannend und mit – teilweise – skurrilen Ideen gepflastert. Alleine die Szene am Pranger ist herrlich oder das Mordwerkzeug des Attentäters – wunderbar! Das liegt daran, dass selbst die Nebendarsteller sehr gut besetzt sind und alle ihre Rollen perfekt verkörpern. Vor allem Bischof Molari (Rüdiger Evers) und Lady Valkya (Karin Buchholz) sind herausragende Nebenrollen. Zusätzlich ist die Band Corvus Corax als Gaststar dabei, die sich selbst und ihre Musik beisteuert. Ein gelungener Coup.

Volker Sassenbergs größte Stärke ist allerdings der hörbare Aufbau einer Szene und die damit verbundene Stimmung. Das ist auch hier wieder einmal der Fall. Gezielt – und mit der richtigen Auswahl an Musik und Geräuschen – verwöhnt er die Gehörgänge der Zuhörer und sorgt für eine filmreife Kulisse. Ehrlich gesagt ist der Sound diesmal dermaßen gut, dass er den Sprechern manchmal ein wenig den Rang abläuft. Aber nur manchmal.

Natürlich sind Sven Plate, Kim Hasper und Gerrit Schmidt-Foss in ihren Rollen als Jay, Tom und Derek unschlagbar und das Herz der Produktion. Mit hörbarer Spielfreude und stets den richtigen Nerv treffend, erleben sie dieses spannende Abenteuer. Besonders schön ist dabei Gerrit Schmidt-Foss’ Spiel, da er diesmal ein wenig schüchtern um die – für ihn – wunderschöne Victoria Thornton wirbt. Diese wird von Sonja Spuhl gesprochen, die damit nun einen weiteren Auftritt hat. Wird sie das Trio zukünftig ein wenig verstärken? Hoffentlich, denn ihre Rolle macht großen Spaß und Sonja Spuhl hat eine passende Stimme, der man gerne lauscht. Das gilt übrigens auch für Jürg Löw, der als Erzähler fungiert und mit seiner markanten Stimme durch die Geschichte leitet. Das macht einfach großen Spaß.

„Die Diener der Pest“ ist mal wieder erstklassige Ohrenunterhaltung. Spannend, humorvoll und gelungen abgemischt. Durch den Gastauftritt wird die Sache zu etwas Besonderem und auch die Aufmachung der Hülle und CD wissen zu überzeugen. Der typische Stil der „Point Whitmark“-Reihe eben, der im Regal einfach schick aussieht und das Sammlerherz zufriedenstellt. Auch Folge 26 ist mal wieder eine gute Empfehlung!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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26: Die Diener der Pest

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