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Archiv für März, 2010

Mirror’s Edge

Erstellt von Werner Karl am 29. März 2010

mirrore28099s-edgeRhianna Pratchett
Mirror’s Edge

Mirror’s Edge, USA, 2009
Panini Comics, Stuttgart, 01/2010
PB, vollfarbige Graphic Novel mit Klappbroschur im Comicformat
Action, Science Fiction
ISBN 978-3-86607-959-5
Aus dem Amerikanischen von Bernd Kronsbein
Titelillustration und Zeichnungen von Matthew Don Smith & John Bolerjack, Farben von Jim Charalampidis

www.paninicomics.de
http://matthewdowsmith.com/
http://monkeyseed.deviantart.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

„Mirror’s Edge“ erschien Ende 2008 und wurde schon bald ein beliebtes Videogame für PC, Xbox und andere Spielekonsolen. Denn anders als bei sonstigen actionreichen Spielen kam es diesmal nicht auf die Handhabung der Waffen an, sondern auf akrobatische Aktionen, Schnelligkeit und Geschick auf einem Parcour voller Hindernisse, um einen Auftrag zu erledigen. Da Hintergrund und Konzept genug Raum für weitere Geschichten boten, entschloss man sich, die Ideen in einem Comic zu verwenden. Dabei bot sich an, die Vorgeschichte der Heldin zu erzählen, in deren Haut man in dem Spiel schlüpft. Als Autorin dafür gewann man Rhianna Pratchett, die Tochter von Terry Pratchett, die bereits am Spiel mitgearbeitet hat.

Totale Überwachung verhindert in einer Megacity der nicht all zu fernen Zukunft, dass Geheimnisse lange welche bleiben, wenn man sie auf normalem Wege per Datentransfer übermittelt. Aus diesem Grund kehren all diejenigen, die etwas zu verbergen haben, zu den Wurzeln der Nachrichtenübermittlung zurück, um Informationen, Beweise und Daten an der Obrigkeit und den Rivalen vorbei zu schmuggeln. Den Job der Nachrichtenübermittlung übernehmen illegale Kuriere, die sich auch ‚Runner’ nennen. Sie sind zu Fuß unterwegs und benutzen nur selten öffentliche Verkehrsmittel oder die Straßen.

Meistens hangeln sie sich von Dach zu Dach und steigen in die Fenster ein, gerade dort wo keine Überwachungskameras installiert sind. Dazu muss man jung, geschickt und akrobatisch sein. So wie Faith, die gerade ihre ersten Aufträge hinter sich hat. Inzwischen kennt sie die Regeln und sichtet den Inhalt ihrer Kuriertasche nicht, aber als eines Tages durch einen dummen Zufall einige Fotos heraus rutschen, schaut sie doch genauer nach. Denn es handelt sich um Aufnahmen, die ihren Vater zeigen.

Das junge Mädchen ist erschüttert und fragt sich, ob ihr Vater das Opfer einer Intrige ist oder der Mittäter. Deshalb beginnt sie nachzuforschen, was hinter der ganzen Sache steckt, weil sie einfach keine Ruhe hat. Damit fangen die Schwierigkeiten aber erst an, da jemand verhindern will, dass sie ihre Nase noch tiefer in Dinge steckt, die sie nichts angehen. Faith gerät in ein Netz aus tödlichen Intrigen und weiß bald gar nicht mehr, wem sie vertrauen kann…

Wie sehr „Mirror’s Edge“ auf einem Computerspiel basiert, merkt man daran, dass die Handlung sehr einfach und geradlinig gehalten ist. Sie beinhaltet in erster Linie die Dinge, die auch das Game ausmachen – dynamische Panels in denen die wilden Verfolgungsjagden und akrobatischen Stunts der Heldin actionreich in Szene gesetzt werden. Dafür bleibt der Hintergrund sichtlich blass und unausgereift, denn dass eigentlich eine Gesellschaft hinter dem Ganzen steckt, erfährt man nicht und warum Informationen illegal geschmuggelt werden noch weniger. Um das zu erklären, werden eher ein paar gängige Klischees zitiert.

Zudem darf auch nicht die Ausgangssituation des Spiels verändert werden, so dass man sich sicher sein kann, dass der Heldin kein Haar gekrümmt wird und auch nicht wirklich etwas Dramatisches passiert oder Geheimnisse verraten werden. Der Comic soll allein Appetit auf das Videogame machen und kann deshalb kaum für sich alleine stehen. Das gelingt ihm ganz gut, auch wenn es keine wirklich überraschenden Wendungen gibt, die die Spannung erhöhen könnten. Aus diesem Grund dürfte sich die Graphic Novel in erster Line an die Fans wenden, die bereits „Mirror’s Edge“ gespielt haben oder es noch tun wollen. Reine Comic-Leser werden sich eher bei der dahin plätschernden Geschichte langweilen. (1xPRT)

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL
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www.buchrezicenter.de veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon stellen werden, die richtig beantwortet werden müssen.
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Die jeweiligen Gewinne werden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt, die wir namentlich unter die Rezension(en) als Gewinner bekanntgeben werden.
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Die Anzahl der Titel, die zur Verfügung stehen, findet man als Abkürzung in Klammern am Ende der jeweiligen Rezension! Also zum Beispiel: (3xPRT) = 3 Titel im Preispool!
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Wer also einen der Gewinnpreistitel ergattern möchte, meldet sich am nächsten Werktag zwischen 18:00 und 18:15 unter 069-7306122. Bitte lest vorher aufmerksam die vorliegende(n) Rezension(en) des Preistitels durch, da alle Fragen, die gestellt werden, aus diesen zu beantworten sind. Bitte keine Anrufe vor oder nach diesem genannten Zeitraum und auch bitte keine anderen Telefonnummern benutzen, da sonst das Preisrätsel nicht problemlos vonstatten gehen kann. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht durchkommt, versucht es bei einem anderen Preisrätsel einfach nochmal, da wir ja laufend solche hier veranstalten.
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Der Gewinner lautet: Rene Redelmacher. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN MITSPIELERN!

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Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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Im Wandel der Zeiten

Erstellt von Günther Lietz am 29. März 2010

Vlaada Chvátil
Im Wandel der Zeiten
(sfbentry)

Pegasusu Spiele Brettspiel
2-4 Spieler
ab 120 Minuten
ab 12 Jahren
Erschienen: 02/2009
www.pegasus.de

(sfbentry)

„Im Wandel der Zeiten“ ist ein umfangreiches Strategiespiel, das mit Karten, einem zentralen Spielplan und kleinen Zivilisationsbrettern gespielt wird. Ziel ist es, seine Nation aus der Antike in die Moderne zu führen. Dabei lehnt sich das Spiel stark an den Klassiker „Civilization“ (Brettspiel ab 1980, Computerspiel ab 1991) an. Unter anderem kann der englische Titel „Through the Ages – A Story of Civilization“ als entsprechendes Wortspiel verstanden werden und bildet die Anführerkarte „Spieleerfinder“ die Silhouette von Sid Meier ab – der bekanntlich „Civilization“ als Computerspiel schuf.

Das Zeitalter der Moderne zu erreichen ist an sich schon eine Herausforderung. Um das Spiel zu gewinnen gilt es allerdings, die meisten Kulturpunkte zu besitzen. Diese werden im Laufe des Spiels aufgebaut und am Ende gibt es eine finale Abrechnung. Die findet – je nach Spielart – etwas anders statt. So kommt im Wandel der Zeit in drei Spielstufen daher: Anfängerspiel, Fortgeschrittenenspiel und Expertenspiel.

Im Anfängerspiel geht es primär um den Aufbau der eigenen Zivilisation und das Erreichen des Mittelalters. Die zusätzlichen Kulturpunkte werden am Ende nach einem festen System abgerechnet. Im Fortgeschrittenenspiel können Kolonien gegründet, Pakte geschlossen und Angriffe gespielt werden. Ab hier spielt man bereits bis zur Neuzeit und wird mit variablen Bedingungen die Endabrechnung durchgeführt. Im Expertenspiel wird bis zur Moderne gespielt und gewinnen militärische Einheiten an Macht, gibt es – unter anderem – nun auch die Luftwaffe.

Auf dem Spielplan werden die Kulturpunkte, Forschungspunkte und die militärische Stärke nachgehalten. Somit haben alle Spieler im Blick, wie es scheinbar um die anderen Zivilisationen bestellt ist. Das verleitet manchmal zu einem Angriff – der aber schnell scheitern kann. „Im Wandel der Zeiten“ operiert zwar auch mit militärischen Einheiten, ist aber kein Angriffs- oder gar Eroberungsspiel.

Jeder Spieler besitzt ein Zivilisationsbrett, das sich im Zentrum seines Bereichs befindet. Hier wird die Bevölkerung und deren Glücksseligkeit nachgehalten, Nahrung und Rohstoffe produziert und liegen auch die Marker für zivile und militärische Aktionen. Außerdem sind dort die grundlegenden Bauten und Technologien der Antike zu finden, die erweitert werden können. Es ist auch möglich die Regierungsform zu wechseln, einen Anführer zu erwählen oder gar ein Weltwunder zu bauen. Hinzu kommt das Schließen von Pakten, die Erforschung neuer Technologien und das gewinnen von Territorien.

Je größer die Bevölkerung, um so teurer die Ernährung. Je mehr produziert wird, um so größer die Gefahr der Korruption. Je unzufriedener die Leute, um so weniger Leute gehen ihrer Arbeit nach. Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten seine Zivilisation aufzubauen – und im Hinterkopf muss man immer bedenken, dass sich die Zeiten wandeln.

Das wird durch eine zentrale Kartenreihe und verschiedene Kartenstapel simuliert, die jeweils ein Zeitalter abdecken. Mit jedem Spieler der seinen Zug beginnt fallen Karten aus der Reihe heraus und schreitet die Zeit voran. Das bedeutet, das etliche Dinge nie geschehen, bestimmte Erfindungen untergehen oder auch berühmte Anführer niemals das Licht der Welt erblicken. Beginnt ein neues Zeitalter, sind auch viele veraltete Errungenschaften zerstört und Anführer sterben. Dieser Mechanismus ist sehr elegant.

Überhaupt machen die Mechanismen großen Spaß und simulieren perfekt die verschiedenen Zusammenhänge. Allerdings muss jede Runde einiges an Karten gezogen, ausgespielt und müssen scheinbar unzählige kleine Holzpöppel verschoben werden. Es ist da schon einiges an Material in der Kiste, das gebraucht wird. Die deutsche Auflage der Spiels zeichnet sich durch eine hochwertige Produktion und gute Übersetzung aus. Leider gibt es zu wenig mitgelieferte Tütchen und wer sich daheim keine Aufbewahrungsmöglichkeiten sucht oder bastelt, wird viel Zeit mit sortieren verbringen. Bei den Karten reichen allerdings schon einfache, schnell gebastelte Banderolen oder einfache Gummibänder aus.

Die Spieldauer ist mit zirka 120 Minuten angegeben. Bei einem Spiel mit zwei Personen kommt das ungefähr hin. Für jeden weiteren Spieler sollte man auch eine weitere Stunde einplanen. Bei den anfänglichen Partien ist sogar mit ein wenig mehr Zeit zu rechnen, da die komplexen Regeln erst einmal gelesen und verstanden werden wollen. Diese sind zwar umfangreich und gegliedert, lassen aber ein wenig an Struktur und einem Glossar vermissen. So gestalten sich die ersten Runden als ein hin- und hergeblättere im Regelheft und lesen der Beispiele.

Die vielen Beispiele sind zwar hilfreich, aber dennoch verbirgt sich das ein oder andere Detail manchmal irgendwo im Regeltext. Wurden die Regeln aber endlich verstanden, läuft eine Partie recht flüssig. Sobald man „Im Wandel der Zeiten“ öfter gespielt hat, weiß der Spieler auch worum es geht und offenbaren sich langsam die Kombinationen bestimmter Karten. Die können spielentscheidende Vorteile mit sich bringen, müssen aber erst einmal in Erfahrung gebracht werden. Das geschieht vor allem durch Spielpraxis.

„Im Wandel der Zeiten“ ist ein hervorragendes und gelungenes Strategiespiel, dass allerdings Zeit und Geduld braucht. Auf Grund seiner großen Komplexität sollten Gelegenheitsspieler allerdings die Finger von dem Spiel lassen. Leute mit einem Faible für Strategiespiele werden dagegen erstklassig bedient.
(Günther Lietz)

Bei Amazon.de
Pegasus Spiele 51775G – Im Wandel der Zeiten

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Das Grau der Hölle

Erstellt von Michael Drewniok am 28. März 2010

oneill-grau-coverTimothy R. O‘Neill
Das Grau der Hölle

Originaltitel: Shades of Gray (New York : Viking Books 1987)
Übersetzung: Sibylle Schmidt
Deutsche Erstausgabe: September 1994 (Wilhelm Goldmann Verlag/Goldmann Schock Nr. 8122)
384 S.
ISBN-13: 978-3-442-08122-6

Das geschieht:

80 km nördlich von New York City liegt die berühmte Militärakademie West Point. Seit 1802 werden in dem ehemaligen Fort am Ufer des Hudson River Kadetten ausgebildet; sie stellen später die meisten Offiziere der US-Army. Die Anlage ist riesig, viele Gebäude stammen noch aus dem 19. Jahrhundert.

Die Unterkünfte der 47. Division sind deutlich jünger. Dennoch gibt es in dem nüchternen Zweckbau ein Zimmer, in dem es spukt. Ein in die graue Armee-Uniform des frühen 19. Jahrhunderts gewandeter Soldat geistert umher, und trauriges Kindergeschrei ist hörbar. Kompanieführer John Tetzel wird nach einer in dem Raum verbrachten Nacht gründlich von seinem Unglauben kuriert. Hilfesuchend wendet er sich an die Militärpsychologen Sam Bondurant und Liam FitzDonnell.

Sie gehen streng wissenschaftlich an das Problem heran, das sie als kollektives Hirngespinst betrachten, obwohl die Recherchen von Maggie Bondurant, Sams Ehefrau, zu Tage bringen, dass die Geistererscheinungen kein modernes Phänomen sind. Seit mehr als anderthalb Jahrhunderten geht es an dieser Stelle um: Hier stand einst die Unterkunft des Offiziers Adonijah Proctor, dessen Gattin und Tochter durch einen Brand ums Leben kamen. Nach seinem Tod gesellte sich der unglückliche Ehemann und Vater zu seinen Lieben. Dass später über der Stätte ihres Heims eine Kadettenunterkunft errichtet wurde, änderte nichts an ihrem nächtlichen Erscheinen.

Mit moderner Video- und Audiotechnik rücken Bondurant und FitzDonnell dem Spuk zu Leibe. Damit erregen sie die Aufmerksamkeit der Gespenster. Diese sind Gefangene einer geheimen Tragödie, die endlich aufgedeckt werden muss, damit sie ihren Frieden finden. Allerdings gibt es eine weitere Macht, die dies mit allen Mitteln zu verhindern sucht. Für Bondurant und FitzDonnell wird das spannende Experiment zur Heimsuchung: Die Geister, die sie riefen, werden sie nicht mehr los …

Was ist eigentlich ein Geist?

„Das Grau der Hölle“ ist eine seltsame Geistergeschichte. Als Auftakt einer Buchbesprechung klingt das nicht gerade vielversprechend. Doch genau diesen zwiespältigen Eindruck hinterlässt das Buch. Die Handlung ist mit einigem Ehrgeiz konzipiert und nicht nur in den ‚übernatürlichen‘ Passagen exakt recherchiert. Autor O’Neill war selbst viele Jahre in West Point tätig und kennt den Ort und die Abläufe innerhalb einer militärischen Anlage, die in vielerlei Hinsicht eine Welt für sich darstellt.

Die Prämisse eines Geisterspuks in der Soldatenwelt liegt eigentlich nahe. Schließlich ist der frühe und gewaltsame Tod fester Bestandteil des militärischen Alltags, auch wenn dies ungern in dieser Offenheit vermittelt wird. Allerdings basiert O’Neills Gespenstertreiben nur marginal auf einem Sterben im Kampf. Das zusätzliche Erscheinen eines jenseitigen ‚Vermittlers‘ in Gestalt eines alten Vietnam-Kumpels gehört erst recht nicht zu den guten Einfällen des Verfassers.

O’Neill geht das Phänomen des Spukes objektiv an. „Das Grau der Hölle“ wirkt über viele Seiten wie eine Bestandsaufnahme der modernen parapsychischen Forschung, deren ernsthafte Vertreter sich trotz zumeist ernüchternder Ergebnisse jenen Methoden und Regeln unterwerfen, nach denen Forschungsergebnisse beweiskräftig zu dokumentieren sind. Akkurat stellen Bondurant und FitzDonnell den Maschinenpark dar, mit dem sie dem Mysterium auf die ektoplasmatische Pelle rücken: Geister gibt es für die Wissenschaft nur, wenn sie sich eindeutig belegen lassen.

Viele Gedanken hat sich O’Neill über das Wesen des Gespenstes gemacht. Diese sind nicht originell, weil als Thesen schon längst diskutiert, aber sie werden überzeugend dargestellt: Geister sind folglich ganz klassisch das unsterbliche Element des Menschen – die Seele –, die durch heftige emotionale Konflikte nach dem Tod nicht in eine jenseitige Existenz überwechselt, sondern am Ort ihres meist leidvollen Sterbens verharrt und diese qualvollen Momente wieder und wieder durchleidet.

Rätsel werden spannend gelöst

Das dem Spuk in West Point zugrunde liegende Ereignis ist Teil einer nur bruchstückhaft überlieferten Vergangenheit, die zunächst mühsam rekonstruiert werden muss. In diesen Passagen läuft O’Neill zu großer Form auf. Zwischen der Arbeit des Historikers, des Psychologen und der des Kriminologen gibt es deutliche Parallelen, die der Verfasser klug zu nutzen weiß. Mühsam werden die vorhandenen und zu Tage geförderten Steinchen zum Mosaik zusammengesetzt, das die ganze Wahrheit enthüllt. Alte Bücher, fragmentarische Zeugenaussagen, Gerüchte, sogar Träume – O’Neill bedient sich der gesamten Palette spannungsförderlicher Ermittlungsmethoden, zu denen sich unverhofft noch Sabotage gesellt.

Auch der Spuk selbst wird wirkungsvoll in Szene gesetzt. Meist ‚sieht‘ man ihn durch die Linse der installierten Kamera oder ‚hört‘ ihn durch eines der installierten Mikrofone. Da die technischen Geräte der Herausforderung nur bedingt gewachsen sind, muss der Leser die lückenhaften Informationen selbst ergänzen. O’Neill kennt die Tricks, mit denen er sich davor drücken kann, Farbe zu bekennen: Wenn die Figuren endlich auf die Technik verzichten und persönlich an den Ort der Geistererscheinungen stürmen, stellt sich ihnen sicherlich ein Hindernis in den Weg. Auf diese Weise wird die eigentliche Konfrontation mit dem Grauen hinausgezögert. Das muss so sein, denn sie soll den Höhepunkt des Geschehens bilden. Der lässt an Dramatik wenig zu wünschen übrig. Die Rätsel werden endlich gelöst, wobei die Hauptpersonen in Lebensgefahr geraten.

Weniger ist manchmal mehr

Leider war O’Neill entweder nicht willens oder nicht fähig, ‚nur‘ einen guten Grusel-Roman zu schreiben. „Das Grau der Hölle“ ist deshalb allzu reich an Psychogrammen diverser Figuren, die oft genug nur Nebendarsteller sind. (Mit dem Ausbildungsoffizier Track Dortmunder – harte Schale, weicher Kern – gelingt dem Verfasser ein besonders aufdringlicher Klischee-Charakter.) Lokalkolorit ist nützlich, weil der Stimmung dienlich. Sie darf freilich nicht zum Selbstzweck gerinnen. Gern gerät der Autor auf Abwege, präsentiert sogar Paradebeispiele rüden Soldaten-‚Humors‘, dessen Komik sich wohl nur dem „Gedienten“ erschließt.

Obwohl Soldat, mangelt es O’Neill als Erzähler an Selbstdisziplin. „Das Grau der Hölle“ ist ein Roman, der oft nur im ‚schnellen Vorlauf‘ lesbar bleibt. Seine Hauptfiguren stattet der Verfasser mit unendlich detaillierten Hintergrundinfos aus. Wir lernen gemeinsam mit Sam Bondurant Maggie kennen, erleben verschiedene Ehezwiste mit, müssen Maggies innerem Ringen mit dem Kinderwunsch beiwohnen, folgen Liam FitzDonnell in seine komplizierte Beziehung mit der kapriziösen Annie – und langweilen uns fürchterlich! O’Neill verfügt über die ungewöhnliche ‚Gabe‘, uns seine Figuren ad nausam zu schildern, bis deren Sorgen & Nöte uns völlig gleichgültig lassen. Soldaten sind auch Menschen: Wenn es DAS ist, was uns O’Neill deutlich machen will, rennt er vehement offene Türen ein.

Letztlich klafft eine unüberbrückbare Kluft zwischen O’Neills Anspruch und dem Unterhaltungswert seines Romans, der eben nicht durch ‚literarische‘ Einschübe lesbarer wird. Das schließt die Geister ein, deren Intention abschließend vergleichsweise unbedeutend erscheint. Einerseits ist das nur konsequent, andererseits hat O’Neill die Erwartungshaltung so stark geschürt, dass seine Auflösung enttäuscht und nur enttäuschen kann. „Das Grau der Hölle“ erweist sich als unzufrieden stimmendes, weil trotz seiner durchaus gelungenen Elemente unausgegorenes, nie in ein stimmiges Ganzes mündendes Werk.

Autor

Timothy R. O’Neill verbrachte den Hauptteil seiner Berufszeit im Dienst der US-Army. Ein Vierteljahrhundert war er sowohl an der Front als auch im Stab aktiv. Ab 1976 gehörte er als Psychologe dem Lehrkörper der „United States Military Academy“ in West Point an.

1991 beendete O’Neill seine militärische Karriere. Er ging in die freie Wirtschaft und wurde Vizepräsident der Firma „Star Mountain, Inc.“ sowie Präsident der „Cavalry Security Gear and Systems, Inc.” O’Neill gilt als Spezialist für Tarnfarben und -muster; bekannt wurde er vor allem für seine Entwicklungen auf dem Gebiet der „dual tex camouflage“.

Als Autor verfasste O’Neill zahlreiche Bücher und Artikel über militärische und wissenschaftliche Themen. 1987 veröffentlichte er „Shades of Gray“, seinen einzigen Roman, der seine psychologische Arbeit in West Point mit einer Geistergeschichte zu kreuzen versuchte. Mit „The Individuated Hobbit“ versuchte O’Neill sich 1979 an einer psychologischen Deutung der Tolkienschen Mittelerde.

[md]

Titel bei Booklooker.de
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Freitags isst man Fisch

Erstellt von Werner Karl am 28. März 2010

freitags-isst-man-fischBohnet Pleitgen
Freitags isst man Fisch

Argument Verlag
Ariadne Kriminalroman 1177
ISBN 9783867541770
Taschenbuch, Krimi
Deutsche Originalausgabe 2009
Umschlaggestaltung: Martin Grundmann
Foto: Vangardiner
Umfang: 248 Seiten

http://www.argument-verlag.de
http://www.stiftungzurrettungderwelt.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zu den Autoren:

Bohnet Pleitgen steht für das AutorInnengespann Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet, seit knapp vierzig Jahren Mutter und Sohn. Ann-Monika Pleitgen schrieb schon als Kind Kurzgeschichten und ging mit 16 zur Schauspielschule. Dort traf sie ihren ersten Mann Folker Bohnet, mit dem sie Sohn Ilja bekam. In zweiter Ehe lebt sie seit langem mit dem Schauspieler Ulrich Pleitgen zusammen, ist seine Managerin und an seinen textlichen Arbeiten beteiligt. Der Physiker Dr. Ilja Bohnet trat als Kind am Theater und im Kinderfernsehen auf. Er arbeitet am Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY). Ihre Kriminalromane schreiben Mutter und Sohn gemeinsam, wobei sie gelegentlich die Rollen tauschen. Weitere Nikola Rührmann Krimis folgen bald.

Zum Buch:

Freitags isst man Fisch ist der erste Fall für die junge Physikstudentin und Spezialistin für Stehgreif-Zitate Nicola Rührmann.

Der Kriminalroman spielt in Hamburg. Wir befinden uns im Sommer des Jahres 1989. Ein junger Student namens Kai Orn wird in der Hafenrandstraße tot aufgefunden, überfahren, der Fahrer geflüchtet. Nicola, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, trifft zufällig auf  Julia, in die sie sich auf Anhieb verliebt. Nicola ist nämlich lesbisch. Julia jedoch ist rein zufällig die Freundin des verstorbenen Kai. Auf der Suche nach Annäherungsmöglichkeiten kommt Nikola da auf die Idee ein wenig Detektivin zu spielen um so eventuell das Herz der schönen Julia im Sturm zu erobern. Zur Bewerkstelligung dieses Planes bewegt sich Nikola in so manch abenteuerlicher Kneipe, bittet Freunde um Hilfe, deren Namen „Taxi-Christian“ und „Asphalt-Wilfried“ doch sehr merkwürdig anmuten. Dennoch sind sie hilfsbereit und stehen Gewehr bei Fuß, sobald Nikola um Hilfe bittet.

Ein Großteil der Handlung spielt in der studentischen Szene, was für das Jahr 1989 natürlich Hausbesetzungen, Demos, linke Szene bedeutet. Nikola hat damit nicht unbedingt etwas am Hut, bewegt sich nur in diesen Kreisen, da sie sich Details rund um Kais Tod erhofft. Bei Ihren Ermittlungen kommt sie einer großen Sache auf die Spur, die sie selbst in Gefahr bringt. Aber Nikola weiß sich zu helfen und so gibt es zumindest in puncto Ermittlungsarbeit ein offenes Happy-End.

Ein wenig gestört hat mich im ersten Drittel des Buches mein Gefühl nicht mit Sicherheit zu wissen, ob Nik, Niko, Nikola oder Nikolaus nun männlich oder weiblich ist. Auch wenn dies aus dem Klappentext eindeutig hervorgeht, so hatte ich doch zu Beginn des Buches mehr als einmal das Gefühl diesbezüglich vor eine Art Rätsel gestellt zu werden. Dies mag beabsichtigt sein um Nikolas sexuelle Neigung in den Vordergrund zu stellen, mutet aber etwas merkwürdig an. Dennoch ist diese Mischung aus Krimi, Liebesroman und gesellschaftspolitischer Meinung gut gelungen. Es kommt auf  keiner Seite des Buches Langeweile auf.

Nikola Rührmann macht sich als Ermittlerin ganz gut, so dass der Leser sich auf weitere interessante Fälle mit ihr freuen darf. Und vielleicht auf mehr Müll und /oder mehr Geld.

Copyright © 2010 by Iris Gasper


Anmerkung der Redaktion:

Der Kriminalroman „Freitags isst man Fisch“ von Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet ist von der Jury des Syndikats für den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie „Debütroman“ nominiert worden. Es wurden nur 5 von 64 Kriminalromanen ausgewählt!

Zur Glauser-Nominierung.
Zu den Autoren.


Titel erhältlich bei Buch24.de

Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Liebe + Helden

Erstellt von Werner Karl am 28. März 2010

liebe-und-heldenAndi Watson
Liebe + Helden
Modern Tales 13

Love Fights Vol.1 & 2, Oni Press, USA, 2009
Modern Tales/eidalon Verlag, Brandenburg, 11/2009,
Hardcover, Graphic Novel, Drama, SF
ISBN 978-3-939585-12-1
Aus dem Amerikanischen von Stefan Pannor
Nachwort von Johanna Draper Carlson
Titel- und Innenillustrationen von Andi Watson
Buchdesign von Keith Wood, Stefan Heitzmann

www.modern-tales.de
www.eidalon.de
www.onipress.com
www.andiwatson.biz/
www.pannor.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Nora ist aus dem ländlichen Wisconsin in die große Stadt gezogen. Mit ein Grund sind die dort selbstverständlichen Superhelden, die einen alltäglicher Anblick darstellen. Da es so viele Helden gibt, benötigen sie natürlich ihre eigenen PR-Agenten, und die Werbung läuft in Form von … Comics. Jack ist der Zeichner eines Superhelden-Comics, und als Nora ihm über den Weg läuft beginnt etwas, was immer höhere Wellen schlägt.

Jack und Nora mögen sich. Doch Jacks Katze, die plötzlich zu reden beginnt, mag Nora nicht. Dann taucht auf einmal ein Kind auf, das angebliche Kind eines Superhelden – des Superhelden, für den Jack zeichnet. Nora hat Arbeit in einem Magazin gefunden, und ihre erste große Story ist die über das vermeintliche Superheldenkind. Die Story führt dazu, dass der Held nicht mehr ‚in’ ist und somit seine Comics sich nicht mehr verkaufen, was Jack mehr oder weniger arbeitslos werden lässt. Mehr noch: Er wird eifersüchtig auf die Superhelden, mit denen Nora sich anscheinend viel zu sehr abgibt. Eigentlich ist es das übliche Hin und Her, das in jeder Beziehungsgeschichte vorhanden ist. In diesem Fall kommen noch Superhelden – Menschen mit besonderen Fähigkeiten- dazu. Vom Setting her könnte man das ganze mit „The Boys“ von Garth Ennis und Darick Robertson vergleichen. Allerdings ist die Ausführung eine wesentlich freundlichere, und die Zeichnungen …

Ja, das ganze ist ein Comic, eine Graphic Novel auf 320 Seiten, im Hardcover. Das Cover und der Titel sind nicht wirklich angetan, Kauflust zu wecken. Die Erwartungshaltung, die dadurch aufkommt, ist eine gänzlich andere. Man rechnet eher mit einer der häufig wenig befriedigenden Herz-Schmerz-Teenie-Romanzen. Doch dieser Comic ist, obwohl auch ‚nur’ eine Beziehungsgeschichte, intelligent und unterhaltsam und spannend erzählt.

Trotzdem die Zeichnungen bloß in Schwarz-Weiß bzw. Graustufen vorliegen und der Zeichner eher sparsam illustriert, wird der Leser in die Geschichte förmlich hinein gesogen. Meist beherrschen Porträts die Panels. Hintergründe sind vorhanden und z. T. auch etwas tiefer ausgearbeitet, aber das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den Protagonisten. Und da ist es faszinierend zu sehen, mit wie wenig Strichen es Watson gelingt, einem Gesicht Gefühle einzuhauchen. Oft ist es nur die Augenbraue, der Winkel des Munds, und dem Betrachter ist sofort klar, in welcher Stimmung die gezeichnete Person sich befindet. Auch sonst kann man sicher nicht von Feinarbeit in der Herangehensweise an die Panels sprechen, aber es ist alles da!

Mehr wäre bei der Fülle der Panels vielleicht auch schon zu viel. Bei einem Umfang von über 300 Seiten und einer derart dichten Geschichte, ist der hier vorhandene, reduzierte Stil einfach perfekt geeignet. Das Buch vereint Beziehungs- und Superheldengeschichte mit einem offenbar recht akkuraten Blick hinter die Kulissen der amerikanischen Comic-Industrie und bietet, auch für nicht Comic-Fans, gute und spannende Unterhaltung.

Copyright © 2010 by Thomas Folgmann (ft)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Das Meisterwerk

Erstellt von Werner Karl am 28. März 2010

das-meisterwerk1Henk Kuijpers
Das Meisterwerk
Franka 2

Het meesterwerk, Niederlande, 1981 (1978)
EPSILON Verlag, Pinneberg, 08/2001
SC-Album, Comic, Krimi, Funny
ISBN 978-3-932578-09-0
Aus dem Holländischen von Mark O. Fischer
Titelillustration von Henk Kuijpers

www.epsilongrafix.de/
www.franka.nl/

Titel erhältlich bei Buch24.de

Frankas Nachbar, der Maler Rafael, hat endlich ein Gemälde verkauft. Er leiht sich Frankas Auto, um das Bild heil zu seiner Auftraggeberin zu bringen. Zum Dank lädt er Franka in ein Lokal ein, um den Erfolg zu feiern. Allerdings sitzt die junge Frau den ganzen Abend allein im Restaurant – Rafael taucht nicht auf. Verärgert will sie ihn zur Rede stellen, aber in seiner Wohnung ist ein Fremder. Vergeblich versucht sie, diesen zu stellen, wird dabei fast überfahren und landet in einer Gracht.

Die Hellseherin Madame Furora zieht Franka aus dem Wasser und hilft ihr, eine viel versprechende Spur zu finden, die nach Luttel und aufs Landgut der de Weeldes führt. Schnell merkt Franka, dass dort etwas nicht stimmt. Mutig und schlagkräftig versucht sie, eine tragische Geschichte, die vor vielen Jahren begann, zu einem glücklichen Ende zu bringen. Hatte Titelheldin Franka im ersten Band, „Das Kriminalmuseum“, nur eine kleine Rolle inne, so ist sie bereits in ihrem zweiten Abenteuer die unumstrittene Hauptfigur. Durch ihren Nachbarn wird sie in einen Kriminalfall hinein gezogen, der sich als sehr viel komplizierter erweist, als es zunächst den Anschein hat. Bei ihren Nachforschungen bekommt Franka Unterstützung von Furora, die natürlich keine Hellseherin ist und somit auch nicht für phantastische Elemente sorgt, aber einige nützliche Tricks auf Lager hat.

Auch diesmal setzt sich die Geschichte aus mehreren kleinen Fällen zusammen, die der Reihe nach gelöst werden. Allerdings wurde der Plot sorgfältig erstellt, und die Abschnitte um den entführten Maler, den betrügerischen Angestellten und das Vermächtnis des einstigen Geliebten greifen ineinander und formen ein gelungenes Gesamtes, überraschende Wendungen, spannende und humorige Szenen inklusive.

So ganz schien sich Frankas Schöpfer Henk Kuijpers aber noch nicht im Klaren darüber gewesen zu sein, was genau er mit seiner Figur anstellen möchte. War sie im ersten Band noch Sekretärin, so bleibt ihr Hintergrund diesmal offen, und erst am Schluss gibt es ein Wiedersehen mit einigen Protagonisten aus dem „Kriminalmuseum“. Hingegen erlauben gelegentliche Andeutungen, dass man über Furoras Vergangenheit sehr viel mehr spekulieren kann. Als Freundin und gelegentliche Helferin wird man sie gewiss gern in den nächsten Abenteuern an Frankas Seite sehen wollen.

Die Zeichnungen sind detailreich und laden immer wieder zum längeren Betrachten ein. Ihr Stil passt zur humorig-spannenden Handlung, die auf Situationskomik und Wortwitz setzt. Die Erwartungen, die der erste „Franka“-Band weckte, werden von „Das Meisterwerk“ bestens erfüllt. Die Figur nimmt immer mehr konkrete Züge an, die Handlung hat sich ein gutes Stück gesteigert. Schätzt man Titel wie „Jeff Jordan“ oder „Yoko Tsuno“, wird man sicher auch „Franka“ gern eine Chance geben.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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Deutschland macht dicht

Erstellt von Thomas Hofmann am 27. März 2010

Dietmar Dathdath
Deutschland macht dicht
Eine Mandelbaumiade
Illustrationen von Piwi
Suhrkamp-Verlag, 2010

www.rosalievollfenster.de
www.suhrkamp.de

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

So macht ein Dath-Buch Spaß! Einmal das Äußerliche: Ein aus dem Rahmen fallendes Format, ein Paperback, fast quadratisch. Es lädt zum Schmökern, zum Blättern ein. Zudem zahlreich illustriert. Nun macht gerade dieser äußerliche Eindruck eine Nähe zur Kinderbuchliteratur auf, aber das täuscht. Diese Täuschung mag im Kalkül des Autors und / oder Verlages liegen. Denn es ist keine Kindergeschichte und sie ist auch nicht so harmlos, wie sie beginnt. Die Bilder von Piwi sind, wie sich beim Lesen herausstellt, 1:1-Umsetzungen des Textes. Damit werden sie kurios und sozusagen surrealistisch, denn der Text ist es auch.

Wer den Autoren kennt, weiß, dass er kaum ein Buch schreibt, in dem er nicht selbst vorkommt, in einer mehr oder weniger verfremden Form. Nunmehr hat er seine Zeit im Feuilleton bei einer führenden, großen Tageszeitung verarbeitet. Wenn hier im Text Anspielungen auf diese Zeit enthalten sind, so lassen sie sich sicher nicht so einfach erschließen, denn wer von seinen Lesern war mit dabei, um das bewerten zu können?

Aber man kann auch ohne diesen möglichen Zusammenhang das Buch genießen, sogar sehr gut. Aber nur, wenn man sich auf absurde Ideen einlassen möchte.

Ähnlich wie in „Phonon“ (Dath hat da seine Erfahrungen bei einer Musikzeitschrift mit kulturpolitischem Anspruch verarbeitet; damals noch sehr vordergründig, also geschrieben für „seine Fans“, die ihn kannten – mehr oder weniger), wo er eine bundesdeutsche Realität durch SF-lastige Ideen verfremdet und überhöht hatte, so hat er dies auch hier in „Deutschland…“ gemacht. Da gibt es z.B. halb-intelligente Tiere, die als billige Hilfskräfte verwendet werden, Affen und Delfine. Das erinnert natürlich sofort an David Brins geliftete Tiere. Einige Menschen sind ebenfalls anders als die Mehrheit, irgendwie unvollständig, dafür billig. Ihre Gesichter sind nicht vollständig, sie erscheinen skizzenhaft, verwaschen, unscharf.

Zum Inhalt der Story gehört, dass sich das Geld auflöst. Das ist natürlich ein direkter Bezug zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation. Der Autor nimmt es wörtlich, das Geld verschimmelt, wird weich.

Mit Deutschland passiert etwas Unglaubliches, das Land verfällt einem Prozess der Involution, also einer invertierten Revolution, was hier aber nicht nur politisch, sondern auch physikalisch zu verstehen ist. Grenzen können nicht mehr überschritten werden, alle geografischen Bezüge gehen verloren, was zu kuriosen Konstellationen kommt. Außerdem entsteht eine Art Wunderland, dass momentan (Anfang 2010) sehr an einen gerade im Kino laufenden Film gemahnt („Alice im Wunderland“). Das mag nun aber Zufall sein. Dath gibt seinem Affen Zucker und wagt fast einen Ausflug in den Dadaismus, zumindest in den verbalen Surrealismus. Das ist ein Fest!

So kommt aber der Leser in den Genuss, rock-musizierende Waldbäume, einen intelligenten Käs, gespickt mit Dynamit und terroristischen Ambitionen zu erleben, der sich konsequent auch gerne selber opfert und daher Kamikäse heißt. Ach ja, und dann greifen Vampirkatzen einen Bundeskanzler an: davon gibt’s her aber auch gleich mehrere, also von den Bundekanzlern.

Wie mit den SF-Ideen, so greift Dath auch auf einen weiteren bewährten Topos zurück; Die Coming of age-Story. Seine Protagonisten sind ja oftmals Heranwachsende, die schon abgeklärt und „cool“ genug sind, um nicht kindergleich mit staunenden Augen alles zu ertragen, aber noch nicht so fertig mit der Welt sind, dass sie nichts mehr angeht. Ob nun die kleine Dreier-Liebesgeschichte dabei den Leser wirklich fesselt, will ich mal in Frage stellen, aber bitteschön, es stört auch nicht.

Dafür gibt es noch eine richtig handfeste Queste der sich gefundenen Abenteurer-Gruppe, zu der auch der älteste Kommunist Deutschlands, ein Stoffhase und ein Kunstwerk Ohne Titel gehören, um das Zentrum der Krise aufzusuchen und das Leben wieder ins Lot zu bringen; um nichts weniger als die Rettung der Welt geht es ja. Das Alles ist eine spielerische, leichte Persiflage auf das Dilemma, in dem wir gerade stecken. Ob man mit der Lektüre nun klüger wird und das Alles besser versteht, vage ich anzuzweifeln, aber man kann sich köstlich amüsieren.

Unterm Strich war dies nach „Abschaffung der Arten“ und „Das versteckte Sternbild“ für mich ein wohltuendes Lektüre-Erlebnis der Dath’schen Art.

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Ein König für Deutschland

Erstellt von Werner Karl am 27. März 2010

ein-knig-fr-deutschlandAndreas Eschbach
Ein König für Deutschland

Gustav Lübbe Verlag
ISBN 9783785723746
Hardcover, Roman
Originalausgabe 2009
Umschlaggestaltung: Hilden Design München
Umschlagmotiv: Stefan Hilden, München unter Verwendung eines Motives von granata1111 / Shutterstock
Umfang: 491 Seiten

www.luebbe.de
http://www.andreaseschbach.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zum Autor:

Andreas Eschbach, 1959 in Ulm geboren, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung für „schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs“ schrieb er seinen ersten Roman Die Haarteppichknüpfer. Bekannt wurde er durch den Thriller Das Jesus Video. Mit Eine Billion Dollar (2001), Der Letzte seiner Art (2003), Der Nobelpreis (2005) und Ausgebrannt (2007) stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Autoren auf. Andreas Eschbach lebt heute als freier Schriftsteller in der Bretagne.

Zum Buch:

Vincent Wayne Merrit wird mit 21 Jahren zum ersten Mal in seinem Leben verurteilt und tritt als Strafe eine Woche Arrest im Gefängnis an. Und man sollte meinen, dass Vincent daraus eine Lehre gezogen hat. Aber Vincents Leidenschaft siegt. Seine Leidenschaft sind Computer und die Möglichkeit diese Geräte zu manipulieren. Vincent ist ein Hacker und bei ihm ist die Grenze dessen, was man darf oder nicht darf, eben fließend. Nach seiner Haftstrafe verlässt Vincent Pennsylvania und zieht nach Florida. Dort erhält er einen Job in einer Computerfirma. Seine Chefin liebt es „verkrachte“ Existenzen wie Vincent um sich zu scharen. Die Firma hat Erfolg und eines Tages erhält Vincent den Auftrag ein Programm für Wahlcomputer zu schreiben, welches die Ergebnisse der Wahldaten beeinflussen kann. Vincent arbeitet an einem Prototyp, den seine Chefin aber ohne seine Zustimmung einfach weitergibt. Es kommt wie es kommen muss: In naher Zukunft mehren sich die Verdachtsmomente, das Vincents Wahlprogramm die eine oder andere Wahl in den USA beeinflusst hat. Ist nicht auch die Wahl des US Präsidenten durch Vincents Programm beeinflusst worden?

Acht Jahre später wird Vincent vom Geliebten seiner Chefin erpresst. Er möchte, dass Vincent erneut ein solches Programm schreibt und zwar für den Echteinsatz bei den Landtagswahlen in Hessen/Deutschland. Vincent arbeitet mit großem Elan an diesem Programm, denn seine Leidenschaft ist wieder erwacht. Rechtzeitig jedoch merkt er, dass das, was er tut, kein Spaß mehr ist. Er schickt das Programm daher an seinen Vater, Simon König, nach Deutschland und flieht. Simon König ist eingefleischter Lehrer vom alten Schlag und hat mit Computern und Programmen nicht viel am Hut. Über den Brief seines Sohnes mit der CD wundert er sich. Schon bald merkt er aber um die Bedeutung der CD, doch sie wird ihm gestohlen.

Simon lernt eine Gruppe junger Leute kennen, die sich mit Programmen und Computern auskennen. Gemeinsam beschließen sie die Gründung einer neuen Partei, der Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie. Was vor dem Hintergrund die Menschen über die Gefahren, die von Wahlcomputern ausgehen, aufzuklären beginnt, endet in der tatsächlichen Möglichkeit einer neuen Monarchie in Deutschland.

Mit “Ein König für Deutschland” gelingt dem Autor Andreas Eschbach ein spannender Roman, der so hautnah am Leben dran ist, dass er seinesgleichen sucht. Die Hintergründe zu diesem Buch sind fantastisch recherchiert. Mit vielen Fußnoten und Verweisen zeigt der Autor dem Leser die tatsächliche Nähe der Geschichte zur Realität. Die Gefahr von Wahlcomputern und die grundsätzliche Gefahr der Manipulierbarkeit von Computern und deren Programmen sind hier sehr deutlich. Dennoch scheint kaum jemand hieraus eine Lehre ziehen zu wollen. Vielleicht rüttelt aber dieses Buch uns wach. Wer will schon eine neue Monarchie in Deutschland? Oder gar eine andere Regierungsform, die uns das Fürchten lehrt?

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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Die Flammenspeere der Elben

Erstellt von Werner Karl am 27. März 2010

die-flammenspeere-der-elbenAlfred Bekker
Elbenkinder
Bd. 4 – Die Flammenspeere der Elben

(sfbentry)
Schneider Buch verlegt durch die Egmont Verlagsgesellschaften mbH
ISBN 9783505125584
Jugendbuch Fantasie
Erschienen im Januar 2010
Umschlaggestaltung: hilden_design
Umfang 201 Seiten

www.schneiderbuch.de

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Das Buch “Die Flammenspeere der Elben” von Alfred Bekker aus dem SchneiderBuch-Verlag ist der vierte und zurzeit letzte Band der Reihe rund um die Elbenkinder. Diese Reihe soll sieben Bücher umfassen; vier Bände sind bereits erschienen.

Zum Inhalt:

Die Heimat der Zentauren ist in Gefahr, denn im Waldreich wütet ein verheerender Waldbrand. Die befreundeten Elben werden um Hilfe gebeten. Der Elbenkönig Keandir schickt seine Enkel Daron und Sarwen mit dem Erfinder Thamandor auf dem schnellsten Wege, auf dem Rücken des Riesenfledertieres Rarax, in das Waldreich. Thamandor möchte mit einer seiner Erfindungen, den Flammenspeeren, den Waldbrand aufhalten, indem er ein Gegenfeuer entfacht. Doch der ärgste Feind der Elben, der Knochenherrscher, nutzt diese Hilfe aus, um außerhalb dem Elbenreich Elbiana an die einzigartigen Flammenspeere zu kommen. Auf dem Weg in das Waldreich erleben die drei Retter wieder einmal ein paar tolle Abenteuer und es ist erstaunlich, wie diese gemeistert werden.

Fazit:
In diesem zurzeit letzten Teil der Reihe Elbenkinder gibt es für die jungen Leser wieder Spannung pur. Dem Autor fallen immer wieder fantastische neue, spannungsreiche, aber keine brutalen Abenteuer ein, die Daron und Sarwen mitsamt Rarax erleben und bewältigen müssen. Dies wird so erlebnisreich beschrieben, dass der junge Leser hier bestimmt gerne eingreifen und helfen möchte. Wie in den zuvor erschienen Bänden sind auch in diesem Buch die Kapitel nicht zu lang. Die Spannung wird immer wieder aufs Neue entfacht und macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Weiterhin wird der Leser mit immer neuen, sehr gut beschriebenen Charakteren  und immer neuen Eigenheiten des Elbenlandes konfrontiert, was bei mir immer wieder ein tolles Kopfkino erzeugte. Sehr gut gefallen haben mir, wie immer, die tollen detaillierten Beschreibungen der Landschaften und Charakteren. Auch wird wieder, wie in den vorherigen Bänden auch, auf die besonderen Eigenschaften der Elben eingegangen, sodass dem Leser wirklich nichts entgeht, sofern die anderen Bände unbekannt sind, aber somit die Lust erweckt, diese zu lesen. Auch in dieser Story gibt es wieder ein tolles Finale.

Meine Meinung zu der Reihe “Elbenkinder”: Ein toller Lesestoff, nicht nur für die junge Leserwelt, denn wer träumt nicht von solchen Abenteuern? Mit Spannung erwarte ich die nächsten Bücher. Welche Abenteuer müssen unsere Helden dann bestehen, um das schöne Elbenreich zu retten?

Copyright by Walter Gasper 2010

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Stumm

Erstellt von Werner Karl am 27. März 2010

stummSam Hayes
Stumm

Originaltitel: Unspoken (2008)
Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN 9783548280387
Psychothriller
1.Auflage März 2010
Aus dem Amerikanischen von Carola Kasperek
Umfang: 448 Seiten, kartonierter Einband

www.ullstein.de
www.ullsteinbuchverlage.de

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Zur Autorin:
Sam Hayes ist im englischen Coventry geboren. Nach dem Schulabschluss wollte sie Pilotin werden und lernte fliegen, war dann aber in anderen Berufen, u.a. als Privatdetektivin, Buchhalterin und Kellnerin tätig. Sie lebte in Australien und den USA und kehrte schließlich mit ihrem australischen Ehemann und den drei Kindern in ihre westenglische Heimat zurück. Für ihre Kurzgeschichten hat sie mehrere Preise erhalten, Blutskinder ist ihr erster Roman.

Zur Handlung:
Julia French hat es nicht leicht in ihrem Leben. Nachdem sie sich von ihrem Mann Murray aufgrund massiver Alkoholprobleme getrennt hat und die Scheidung vor der Tür steht, ist sie mit der Erziehung der beiden Kinder, ihrem Sohn Alex und der taubstummen Tochter Flora sowie ihrem Job als Lehrerin an der Schule gut ausgelastet. Doch plötzlich verstummt ihre Mutter Mary ohne ersichtlichen Grund und scheint keine Hilfe von Außen anzunehmen. Der zuständige Arzt David kümmert sich jedoch sehr liebevoll um seine neue Patientin und schaut mehr als er müsste im Haus vorbei.

Julias Interesse für den sympathischen Arzt wächst, und auch David scheint für Julia Gefühle zu entwickeln – sehr zum Missfallen von Murray, der die wachsende Sympathie mit großem Missfallen beobachtet. Denn auch er sucht eine Möglichkeit, Julia zurück zu gewinnen. Die Situation scheint sich zu eskalieren, nachdem Julia ihre Schülerin Grace schwer verletzt im Graben liegend auffindet. Ihr letztes Wort ist ?Doktor?, bevor sie ins Koma fällt. Aufgrund der Hinweise am Tatort wird David als Hauptverdächtiger verhaftet und Julias neu geplantes Leben gerät ins wanken. Und die weiteren Nachforschungen um Davids Person bringen unglaublich Verknüpfungen mit Julias Familie ans Licht?.

Mein Fazit:
Das Buch wird im Genre Psychothriller angeboten, doch meiner Meinung ist es dort falsch angesiedelt. Die Geschichte um den Mord an der jungen Grace ist nicht der wichtigste Teil dieses Buches, viel mehr geht es hier im eigentlichen um ein Familiendrama, die Verknüpfung der Handlungen in der Vergangenheit sowie Gegenwart zwischen den einzelnen Protagonisten und die Frage, warum Mary Marshall nicht mehr spricht. Und hierauf wird im Verlauf des Buches kontinuierlich hingearbeitet, bis die überraschende Antwort zu Tage kommt. Der Verlauf wird geschickt von Sam Hayes aus den unterschiedlichen Perspektiven aus der Sicht von Mary, Julia und Murray erzählt. Hierbei gehen die einzelnen Erzähler sehr genau auf ihre Erlebnisse, Beziehung zu den weiteren Personen, ihre Gefühle in positiver und in negativer Hinsicht ein. Dieses ermöglicht einen flüssigen, zusammenhängenden Kontext und bringt dem Leser die Entwicklung der katastrophalen Erkenntnisse flüssig und nachvollziehbar näher.

Als spannungsgeladener Psychothriller ist dieses Buch sicher nicht zu empfehlen, hierfür ist es einfach nicht geeignet. Es fehlt mir der absolute Nervenkitzel, die Brisanz und auch die sonst üblichen Strukturen eines Thrillers. Aber als guter unblutiger Unterhaltungsroman über eine geheimnisvolle Familiengeschichte mit überraschendem Ende ist das Buch schon lesenswert.

Copyright © 2010 by Sandra Stockem

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