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neuauflage

Archiv für Mai, 2010

Shugo Chara! 6

Erstellt von Werner Karl am 27. Mai 2010

shugo-chara-06Peach-Pit (Shibuko Ebara & Banri Sendo)
Shugo Chara! 6

(sfbentry)
Japan, 2008
EMA, Köln, 04/2010
TB, Manga, Fantasy, Magical Girl, Comedy, Romance
ISBN 978-3-7704-7238-3
Aus dem Japanischen von Monika Hammond
Titelillustration von Akiko Omo

www.manganet.de
http://p-pit.net/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Jedes Kind auf der Welt trägt mindestens ein Ei in sich, das ‚Shugo-Ei’ genannt wird. Das sind Wunsch-Ichs der betreffenden Person, d. h., ein möglicher Charakter, den das Kind später als Erwachsener annehmen kann. Wenn das Wesen im Ei schlüpft, wird ein Shugo Chara geboren, der dem Kind hilft, die Person zu werden, die es eigentlich sein will. Amu, die Heldin der Geschichte, wacht eines Morgens auf und hat gleich drei Eier mit Shugo Charas. Diese bringen das Leben von Amu ganz schön durcheinander. Die Eier haben die Muster Herz, Pik und Kreuz. Darum wundert es kaum jemanden, als auch das Karo-Ei erscheint. Wegen Amu Selbstzweifeln wurde es jedoch zu einem X-Ei und flog weg.

Die Guardians, eine Gruppe, in der Amu die Rolle des Jokers übernimmt, fassen einen Plan, der das Problem mit den ‚Black Diamonds’-CDs lösen soll. Alle Schüler, die diese CDs gehört haben, wurden von dem Lied eines schwarzen Busses angezogen. Die Guardians wollen beim nächsten Auftauchen dieses Busses zuschlagen, um die Erschaffung weiterer X-Eier zu verhindern. Sie teilen sich zum Streifendienst auf. Auf der Patrouille hören Amu und ihre Shugo Charas ein Lied und folgen ihm. Auf dem Weg treffen sie Tadase, den König der Guardians, der das Lied ebenfalls vernommen hat. Sie verwandeln sich mit Chara-Trans, da sie von einem ganzen Haufen X-Eier angegriffen werden. In dem ganzen Tumult entdeckt Amu auch Daiya, ihr Karo-Shugo Chara. Um es zurück zu gewinnen, muss sie ihre Selbstzweifel überwinden und Daiya überzeugen, dass Amu es auch wirklich Wert ist, sie zu besitzen.

Dies ist das Ende der ersten Staffel und aller bekannten Bösewichte. Deswegen kann man jetzt schon darauf gespannt sein, wer im siebten Band die nächsten ‚Easter-Fieslinge’ sind. Eins ist natürlich jetzt schon klar: Sie werden stärker sein als die bisherigen. Denn in jedem waschechten Magical Girl-Manga brauchen die Charaktere weitere Kräfte und somit natürlich neue supersüße Kostüme. Die Autorengruppe Peach-Pit sticht damit zwischen anderen Künstlern hervor, dass ihre Mangas eine Mischung aus süßen Charakteren, aufwändigen Kostümen und Hintergründen sind, die meistens mit Herzen, Glitzer oder schönen Mustern versehen sind. Diese Kombination lässt einen komprimierten kawaii-Effekt entstehen.

„Shugo Chara!“ ist eine schöne, spannende Geschichte, in der selbst die Bösewichte nicht so böse, sondern immer noch sehr menschlich sind. Alle Leser, die schöne Dinge wie Elfen, Engel, Meerjungfrauen usw. toll finden, werden auch diesen Manga in ihr Herz schließen. Ein Mindestalter gibt es für „Shugo Chara!“ nicht.

Copyright © 2010 by Rowena Weddehage (RW)
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Todesbraut

Erstellt von Werner Karl am 26. Mai 2010

todesbrautSandra Lüpkes
Todesbraut
Wencke Tydmers 7. Fall

Deutscher Taschenbuch Verlag
dtv premium
ISBN 978-3-423-24781-8
Kriminalroman
Erschienen 2010
Umschlagfoto: mauritius images/pepperprint
Taschenbuch, 331 Seiten

www.dtv.de
www.sandraluepkes.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Sandra Lüpkes, Jahrgang 1971, lebte jahrelang auf der Insel Juist und heute in Münster. Sie arbeitet als Autorin und Sängerin. Mit ihren Küstenkrimis um die intuitive Ermittlerin Wencke Tydmers hat sie sich eine große Fangemeinde geschaffen.

Zum Buch:

Die frühere Kommissarin Wencke Tydmers arbeitet nun, nach 3-jähriger Ausbildung zur Profilerin in den U.S.A, beim LKA Hannover. Der neue Job sollte eigentlich mit geregelten Arbeitszeiten einhergehen und Wencke in ruhigeres Fahrwasser bringen, schon alleine wegen ihres kleinen Sohnes Emil. Doch es kommt anders. Bei der Aufarbeitung eines Altfalles stößt Wencke auf Shirin Talabani, die vor Jahren Opfer eines versuchten Totschlages durch ihren eigenen Bruder Armanc Mêrdîn geworden ist. Wencke möchte nach einer Befragung des damaligen Täters auch dessen Schwester sprechen. Leider trifft Wencke Shirin nicht mehr lebend an. Sie wurde ermordet, in ihrer eigenen Wohnung, ans Bett mit Tüchern gefesselt. Der erste Verdacht fällt schnell erneut auf Shirins Bruder und dieser gesteht den Mord. Der Fall scheint abgeschlossen, aber Wencke vermutet den Täter von Anfang an anderswo. Und sie soll Recht behalten.

Im Verlauf ihrer zunächst eigenmächtigen Ermittlungen eckt Wencke immer wieder mit ihrer neuen Vorgesetzen Tilda Kosian aneinander. Hilfe erhält sie von ihrem ehemaligen Freund Axel. Wencke muss Stück für Stück eintauchen in die ihr fremde Kultur der Kurden und sich dabei immer wieder mit dem Sinn und Zweck eines Ehrenmordes auseinandersetzen. Nachdem die Anwältin  von Armanc Mêrdîn, Frau Yildirim, Opfer eines Anschlages wird und Wenckes Sohn plötzlich vermisst wird, verlagert sich Wenckes Tätersuche in die Türkei, nach Istanbul. Dort gilt es nicht nur ihren Sohn wieder zu finden, sondern auch noch einen geplanten Anschlag zu vereiteln. Die Ereignisse überschlagen sich.

Mit Todesbraut greift die Autorin Sandra Lüpkes ein auch bei uns immer wieder aktuelles Thema auf: Ehrenmord. In der westlichen Kultur ist ein solches Handeln absolut nicht nachvollziehbar und wird es wohl auch nie sein. Dennoch gelingt es der Autorin hier etwas Aufklärung zu betreiben. Sie verschönert nicht und beschreibt die Hintergründe der „Schande“ und die familiären Gepflogenheiten und Zwänge der kurdischen Kultur sehr genau. Dies bildete einen schönen Hintergrund für die eigentliche Kriminalhandlung, die mit sehr viel Spannung immer weiter vorangetrieben wird. Dieses Buch macht Lust auf mehr, Lust, auch die vorangegangenen Bücher rund um die Ermittlerin Wencke Tydmers zu lesen.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Weitere Bücher mit Wencke Tydmers:
Fall 1: Die Sanddornkönigin
Fall 2: Der Brombeerpirat
Fall 3: Das Hagebuttenmädchen
Fall 4: Die Wacholderteufel
Fall 5: Das Sonnentau-Kind
Fall 6: Die Blütenfrau

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Maka-Maka 1

Erstellt von Werner Karl am 26. Mai 2010

maka-makaKishi Torajiro
Maka-Maka 1

Japan, 2003
Panini Comics, Planet Manga, Stuttgart, 04/2010
SC-Album mit Schutzumschlag, vollfarbiger Manga, Yuri/Smut, Erotik
ISBN 978-3-86607-949-6
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
Leseempfehlung: Ab 16 Jahre!

www.paninicomics.de
http://ameblo.jp/orizarot/

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Jun und Nene sind beste Freundinnen, die alles zusammen machen – und zwar wirklich alles. In zwölf Kapiteln wird der Alltag der beiden beschrieben, wobei die jungen Frauen die meiste Zeit zu zweit sind. Was in den ersten Kapiteln mit ein bisschen aneinander Rumfummeln beginnt, steigert sich in den weiteren Kapiteln bis hin zu heißem Sex. Nene hat zwar einen Freund und Jun sogar drei, weil sie sich nicht entscheiden kann, dies stört beide jedoch nicht im Geringsten. Für die Freundinnen gibt es immer einen Grund, miteinander zu schlafen, und sie probieren dabei auch alles Mögliche kichernd aus, z. B. werden während einer entspannenden Massage auch mal andere Regionen massiert, oder ein harmloses Telefonat endet mit Telefonsex.

Kishi Torajiro ist der Autor von „Maka-Maka“, das 2003 in Japan veröffentlicht wurde. Er hat u. a. auch die Mangas „Mars no Kiss“, „Bloody Mary“ und „Speed Master“ geschrieben. Er erklärt am Ende des ersten Kapitels, was mit dem Titel „Maka-Maka“ gemeint ist. Sex ist für die beiden Protagonistinnen kein Akt der Liebe sondern der Kommunikation. Wenn sich zwei Menschen gut verstehen, tun sie sich auch entsprechend etwas Gutes. Dies geschieht unabhängig vom Geschlecht oder einer festen Beziehung: Genau das bedeutet Freundin oder „Maka-Maka“.

Da in der Handlung kein Raum für eine ausführliche Vorstellung der Charaktere vorgesehen ist, stellt der Künstler Jun und Nene in kleinen Artikeln vor. Das Album wird aus gutem Grund in Folie eingeschweißt ausgeliefert. Das Cover vom Buch und das vom Schutzumschlag sind jeweils ein anderes, was eine sehr gute Idee ist. Bei den meisten Tankobons ist der Schutzumschlag in Farbe und das Buch mit demselben Motiv in Schwarz-Weiß. Am besten nimmt man den Schutzumschlag ab und schaut sich das ‚richtige’ Buchcover von beiden Seiten einmal an. Anhand dieser Bilder weiß man endgültig, worum es sich bei diesem Manga handelt. Die Zeichnungen sind durchgehend in Farbe, dabei meist in einem typischen Comicstil gehalten. Durch das Album-Format wirkt der Strich etwas grob. Bei den Nacktszenen wird der Körper sehr detailliert ausgearbeitet, wobei die Rundungen der Figuren authentisch sind, der Körper Lichtreflexe wirft, Schattierungen vorhanden und sogar manchmal kleine Fettpölsterchen zu sehen sind.

Der Manga mag für Frauen geeignet sein, die gerade in ihrer Coming Out-Phase stecken oder lange eine lesbische Beziehung unterhalten. Die Hauptzielgruppe ist allerdings das männliche Publikum, denn „Maka-Maka“ tendiert in Richtung hentai und antwortet auf typische Männerphantasien, in denen es um Lesbenspielchen geht und kein ‚konkurrierender Liebhaber’ den Leser aussticht (was im Boys Love-Genre nicht anders ist, denn die Leserinnen tolerieren einen anderen Mann, nicht aber eine andere Frau an der Seite ihrer Lieblingsfigur).

Alle übrigen Lesergruppen, egal ob Junge oder Mädchen, die noch keinerlei sexuelle Erfahrungen haben, sollten lieber die Finger von diesem expliziten Album lassen, das auch einige Szenen enthält, die manchem als zu derb erscheinen könnten. Zudem werden Männer als totale Pfeifen im Bett dargestellt – aus der Sicht der enttäuschten Protagonistinnen -, was erklären soll, weshalb Frauen manchmal dem eigenen Geschlecht den Vorzug geben. In Folge wird Fremdgehen als völlig normale Aktivität gesehen. Die Konsequenzen, die damit jedoch verbunden sind, wie z. B den Partner zu verlieren oder von der Allgemeinheit als leichtes Mädchen beschimpft zu werden, werden nicht gezeigt. Es kann passieren, dass zu junge Menschen durch solche Geschichten ein völlig falsches Bild vermittelt bekommen.

Bei diesem Manga ist also nicht das Alter entscheidend, sondern der Reifegrad des Lesers. Es sollte jedoch trotzdem einmal darüber nachgedacht werden, ob die Altersempfehlung des Verlags von 16 Jahre nicht zu niedrig angelegt ist. Wer zwischen Realität und Fiktion zu trennen weiß, sich von dem Thema angesprochen fühlt, sexuell sehr aufgeschlossen ist oder ein paar Anregungen braucht, dem kann dieser Manga empfohlen werden. (2xPRT)

Copyright © 2010 by Rowena Weddehage (RW)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

LAUFENDES BÜCHERPREISRÄTSEL
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www.buchrezicenter.de veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon stellen werden, die richtig beantwortet werden müssen.
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Die jeweiligen Gewinne werden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt, die wir namentlich unter die Rezension(en) als Gewinner bekanntgeben werden.
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Die Anzahl der Titel, die zur Verfügung stehen, findet man als Abkürzung in Klammern am Ende der jeweiligen Rezension! Also zum Beispiel: (3xPRT) = 3 Titel im Preispool!
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Wer also einen der Gewinnpreistitel ergattern möchte, meldet sich am nächsten Werktag zwischen 18:00 und 18:15 unter 069-7306122. Bitte lest vorher aufmerksam die vorliegende(n) Rezension(en) des Preistitels durch, da alle Fragen, die gestellt werden, aus diesen zu beantworten sind. Bitte keine Anrufe vor oder nach diesem genannten Zeitraum und auch bitte keine anderen Telefonnummern benutzen, da sonst das Preisrätsel nicht problemlos vonstatten gehen kann. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht durchkommt, versucht es bei einem anderen Preisrätsel einfach nochmal, da wir ja laufend solche hier veranstalten.
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Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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Kobato 1

Erstellt von Werner Karl am 26. Mai 2010

kobato-01Clamp (Satsuki Igarashi, Ageha Ohkawa, Tsubaki Nekoi, Mokona Apapa)
Kobato 1

(sfbentry)
Japan, 2007
EMA, Köln, 04/2010
TB, Manga, Fantasy, Comedy
ISBN 978-3-7704-7198-0
Aus dem Japanischen von Claudia Peter
2 Farbseiten

www.manganet.de
www.clamp-net.com/html/index.html
www.kobato.tv/top.html

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

„Kobato“ ist die jüngste Manga-Serie der populären Künstler-Gruppe Clamp. Der Titel erschien zunächst im „Monthly Sunday Gene-X“ und wird nun nach einer Pause in „Newtype“, einem Magazin mit Schwerpunkt Anime, fortgesetzt. Gegenwärtig liegen in Japan vier Tankobons vor. Wer Kobato ist und woher sie kommt, fragt niemand. Das Mädchen gelangt zusammen mit Ioryogi, einem ständig nörgelnden und schimpfenden Geist, der sich in einem Stoffhund manifestiert hat, auf die Erde. Zunächst muss sie beweisen, dass sie unter Menschen leben kann und nicht auffällt. Hat sie genug Punkte gesammelt, erhält sie eine Flasche, in der sie gebrochene Herzen sammeln soll. Allerdings darf sie sich niemals in eine dieser Personen, die sie heilt, verlieben oder über ihren Wunsch sprechen. Gelingt ihr das, darf sie an einen Ort gehen, nach dem sie sich sehnt.

Die Aufgabe ist alles andere als leicht, denn Kobato ist naiv, in ihrem Bedürfnis zu helfen sehr direkt, und sie hat wenig Ahnung von der Menschenwelt. Immer wieder kommt es zu Missverständnissen, aber ihre guten Taten oder das Eingreifen Dritter wenden letztlich alles zum Guten, so dass Ioryogi ihr doch einige Punkte gut schreiben muss. Schließlich findet Kobato in einem Wohnhaus Unterkunft und in einem Kindergarten Arbeit. Dort begegnet sie Kiyokazu Fujimoto ein weiteres Mal. Der junge Mann, der geglaubt hatte, sie würde sich Männern anbieten, ist wenig begeistert von ihrem Auftauchen …

„Kobato“ ist ein Shojo-Manga, der mit zartem Strich in der Tradition von „Card Captor Sakura“, „Wish“ und „Angelic Layer“ gezeichnet bzw. leicht überzeichnet ist. Wie in diesen phantastischen Reihen steht auch hier ein junges Mädchen im Mittelpunkt der Geschehnisse, das ein bestimmtes Ziel vor den großen Augen hat, welches es um jeden Preis erreichen will. Im ersten Band wird leider nicht viel über die Titelheldin und ihren mürrischen Begleiter, der offenbar sehr viel mehr als ein kleiner Geist im Körper eines Plüschtieres ist (man fühlt sich automatisch an Kero-Chan aus „Card Captor Sakura“ erinnert), verraten. Die Herkunft der beiden und Kobatos Wunsch, der ihr Handeln bestimmt, geben Rätsel auf. Wer den 24-teiligen Anime kennt, weiß einige Antworten, aber es ist nicht gesagt, dass die Handlung des Mangas in allem übereinstimmen wird (Abweichungen gibt es auch bei anderen Serien, die noch nicht abgeschlossen sind und denen der Anime vorauseilte, so dass oft ein alternatives Ende mit Option auf eine Fortsetzung offeriert wird, darunter „Saiyuki“, „Darker than Black“, „Loveless“, „Yami no Matsuei“ …).

Man muss also schon die nächsten Bände abwarten, will man mehr erfahren. Auch die Probleme die Fujimoto mit sich trägt und die sehr vage angedeutet wurden, machen neugierig. Dass er der Love-Interest werden könnte, der Kobato mitsamt ihrem großen Wunsch aus der Bahn wirft, liegt auf der Hand. Clamp-Fans erhalten ein Extra-Bonbon, denn schon wie bei „Tsubasa Reservoir Chronicle“ lässt man Charaktere aus anderen Reihen („Chobits“, „Angelic Layer“, „Card Captor Sakura“ u. a.) in kleinen Szenen auftreten.

Eingefleischte Fans der Künstler-Gruppe werden sich „Kobato“ gewiss nicht entgehen lassen. Der Titel wendet sich in erster Linie an Leserinnen ab 12 Jahre, die den für Clamp typischen Mix aus Fantasy, Comedy und vorerst verhaltener Romantik mögen.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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Drachenzähne

Erstellt von Michael Drewniok am 25. Mai 2010

queen-drachenzahne-cover-fischer-2009Ellery Queen
Drachenzähne

Originaltitel: The Dragon’s Teeth (New York: Frederick A. Stokes 1939)
Deutsche Ausgabe (unter dem Titel „Die Drachenzähne“): 1958 (Scherz Verlag/Die schwarzen Kriminalromane Nr. 108)
Übersetzung: N. N.
192 S.
[keine ISBN]
Aktuelle Ausgabe: September 2009 (Fischer Verlag/Fischer Crime Classic 18471)
Übersetzung: Lola Humm Sernau
239 S.
EUR 8,95
ISBN-13: 978-3-596-18471-2

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Das geschieht:

Den Juli des Jahres 1939 wird Kriminalschriftsteller und Privatdetektiv Ellery Queen sicherlich nicht vergessen. Da ist der geplatzte Blinddarm, der ihn ins Krankenhaus und fast auf den Friedhof bringt. Mit der Verfolgung von Übeltätern ist erst einmal Schluss. Das ist ärgerlich, denn just hat sich Ellery eines ausgesprochen interessanten Falls angenommen. Der schwerreiche, arg verschrobene Cadmus Cole wurde auf einer seiner ausgedehnten Schiffsreisen angeblich vom Schlag getroffen. Kurz zuvor hatte er Queen engagiert, um sein sehr seltsames Testament vollstrecken zu lassen, und ließ dabei durchblicken, dass man ihm womöglich nach dem Leben trachte, wollte Queen aber keine Details verraten.

Ellery müsste auf Schloss Tarrytown, Coles palastartigem Anwesen, nach Spuren forschen. Glücklicherweise ermittelt er seit einiger Zeit nicht mehr allein: Beau Rummell, ein junger Kriminalist, konnte ihn überreden, mit ihm eine Detektivagentur zu gründen. Notgedrungen schickt Ellery nun seinen Eleven aus, der unter seinem Namen ermittelt. Rummell ist eifrig aber unerfahren, und die beiden Hauptverdächtigen in einem möglichen Mordfall Cole sind zwei hübsche Frauen.

Mit der einen, Kerrie Shawn, ist Beau bald verheiratet. Die andere, Margo Cole, sinkt im Streit mit der Braut tot zu Boden, die man mit rauchendem Revolver über der Leiche findet. Kerrie behauptet, die Schüsse seien durch das Fenster gekommen, die Waffe ihr zugeworfen worden. Inspector Richard Queen, der mit den Ermittlungen beauftragt wird, kann das nicht recht glauben. Der verzweifelte Beau ruft Ellery Queen zur Hilfe, der sich in einen Fall verwickelt sieht, der noch wesentlich verzwickter ist, als er den Beteiligten zunächst erscheint …

Cover der dt. Erstausgabe von 1959 (Bild: Sammlung md)

Cover der dt. Erstausgabe von 1959 (Bild: Sammlung md)

Zwei Detektive, eine Hochzeit & diverse Todesfälle

Der Roman „Die Drachenzähne“ konfrontiert die Ellery-Queen-Fangemeinde mit einer zunächst verwirrenden Neuerung: Wir lesen hier nicht nur eine der kurios verwickelten und klassischen Mordgeschichten, die wir kennen und lieben, sondern auch oder sogar vor allem eine ‚Kriminalromanze‘. Einer Liebesgeschichte unter erschwerten Bedingungen – die Dame des Herzens könnte Opfer eines Komplotts, aber auch Mörderin sein – wird mindestens ebenso breiter Raum geschenkt wie dem eigentlichen Plot, der um das mysteriöse Ende eines exzentrischen Multimillionärs kreist.

Dies mag in den 1930er Jahren von Erfolg gekrönt worden sein; heute erweist sich die Mixtur als reichlich schal. Die Verfolgung und Rettung der unschuldigen Schönen hält sich ein wenig zu deutlich an ein Schema, das längst von der Zeit überrollt wurde. Die Frau der Gegenwart lässt sich nicht mehr für so dumm wie Kerrie Shawn verkaufen, die ohne die Unterstützung ihres Beaus und anderer starker Männer mehr als einmal ob ihrer geradezu aggressiv zur Schau gestellten Hilflosigkeit ein düsteres Schicksal ereilen würde.

Die Handlung kommt erst in Schwung, als ein Mord geschieht und das Vater-Sohn-Gespann Richard & Ellery Queen das Heft in die Hand nimmt. Das Geschehen konzentriert sich jetzt mehr und mehr auf die Ermittlungen. Der alte Zauber der Ellery-Queen-Krimis kommt voll zur Wirkung: Im atemberaubenden Tempo werden völlig logische Lösungen präsentiert, um umgehend verworfen und durch neue Geistesblitze ersetzt zu werden. „Whodunit?“: Das ist die Frage, die über Gedeih und Verderb eines Queen-Thrillers entscheidet. Hier kann man nur bewundernd zugestehen: In letzter Sekunde fabelhaft die Kurve gekriegt! Ellery löst das Rätsel, und wie es sich gehört, ist der Täter derjenige, auf den wir nie getippt hätten.

Der eigenartige Titel spielt übrigens auf eine antike Sage an und wird uns von Ellery Queen persönlich erläutert: Einst musste der griechische König Kadmos sich einer Reihe gefahrvoller Prüfungen unterziehen. Unter anderem säte er Drachenzähne. Aus jedem erwuchs eine Gefahr. Diesem Beispiel ist Cadmus Cole mit seinem Testament gefolgt, das seinen Erben leicht den Tod, auf jeden Fall aber Unglück und Unzufriedenheit bringen kann.

Dem Nachwuchs eine Chance!

Ein Ellery-Queen-Roman ohne Ellery Queen? Ein Blinddarm-Durchbruch reißt unseren Helden zu einem recht frühen Zeitpunkt aus der Handlung, in die er als Genesender erst in der zweiten Hälfte (aber inkognito) zurückkehrt. Ihn ersetzt (oder soll ersetzen) Beau Rummell, ein junger, höchst eifriger Mann, der grundsätzlich das Zeug zur Hauptfigur hat. Kriminalistisch ist er als Sohn eines Polizisten einschlägig vorbelastet, Jura hat er studiert. Als Privatdetektiv lernt er rasch dazu.

Privat weist Rummell jene Eigenheiten auf, die ein guter Schriftsteller einem Serienhelden unauffällig aufprägt, um ihn unverwechselbar zu machen. Ellery Queen (gemeint ist dieses Mal der Autor) schlägt ihn mit einem unmöglichen Namen: Beau Brummell (1778-1840) gehört zu den großen Exzentrikern der Geschichte; ein Mann, der bis zum Exzess sein Leben der Mode und seiner Erscheinung gewidmet hatte und sprichwörtliches Vorbild für einen putzsüchtigen Lackaffen geworden ist.

Klar, dass der unglückliche Rummell als kerniger US-Amerikaner seine Jugendjahre damit verbringt Spötter zu vertrimmen und darüber groß und stark wird. Im Jahre 1939 ist er so weit, den Versuch zu wagen, in Ellery Queens (jetzt gemeint ist der Detektiv) Fußstapfen zu treten.

Der Erfolg verträgt keine Experimente

Wieso hat Queen (der Schriftsteller – ich weiß, es ist verwirrend!) seinen bekannten Helden aus dem Rennen genommen? Der Hauptgrund war ein Versuch, neue Wege zu beschreiten. 1939 ermittelte Ellery Queen bereits ein Jahrzehnt. Er hatte eine ganze Reihe von Abenteuern erlebt, die ihn zu Recht berühmt und beliebt beim lesenden Publikum gemacht hatten. Dessen Erwartungen waren hoch und naturgemäß schwer zu befriedigen; welcher Serienheld steht nicht vor dem Dilemma, sich jedes Mal steigern und selbst übertreffen zu müssen?

Einen Ausweg bietet ständiger Kulissenwechsel. Das ist riskant, denn Serienhelden dürfen sich nicht wirklich ändern. Ihre Beliebtheit basiert zu einem guten Teil auf beruhigender Berechenbarkeit, auf die der Fan ungern verzichtet. Frederic Dannay und Manfred B. Lee (die Schöpfer von Ellery Queen) zeigten sich in dieser Hinsicht erstaunlich mutig. In vier Jahrzehnten veränderten und modernisierten sie ihren Detektiv fast unmerklich oder so geschickt, dass die Fans willig folgten. Außerdem experimentierten sie mit ihrer Figur, vertrauten sie anderen Schriftstellern an – oder rückten sie wie hier in den Hintergrund, wo sie den ganz hartgesottenen Queen-Freund durch eine ansonsten Queen-fremde Story führte.

“Drachenzähne” ist folglich eher ein Beau Rummell-Roman. Diese Figur ist nicht an die fixierten Queenschen Charakterzüge und Verhaltensweisen gebunden. Deshalb können ihn die Autoren auch in eine ‚richtige‘ Liebesgeschichte verwickeln, während der Ellery dieser Jahre zwischen weibfreier Denkmaschine und charmantem Frauenliebling mit Bindungsängsten changiert.

Versuch eines Lady-Thrillers

Die Lovestory zwischen Beau & Kerrie fällt zudem in eine Phase, in der Hollywood Ellery Queen (das Autorenduo und die Figur) entdeckt hatte. Schon die Verfilmungen der älteren, literarisch eher dem Fall verhafteten Queen-Romane weisen stärkere Romantik- oder Seifenoper-Elemente als die Romane auf. Weil Herzschmerz in der Filmindustrie seit jeher als verkaufsförderlicher erachtet wird als Hirnschmalz, kamen die durchaus kundenorientierten und geschäftstüchtigen Dannay & Lee den Studios entgegen.

Was für Kerrie Shawn die fatale Konsequenz hat, die uns hier als zeitgenössisches Exemplar des weiblichen Geschlechts unter die Augen tritt: ein nur notgedrungen selbstständiges „Mädchen“ (so der O-Ton), das sogleich an die breite Brust des ersten Ritters sinkt, sobald der sich endlich sehen lässt, und zuverlässig ohnmächtig wird, wenn Gefahr droht, um genanntem Ritter die Möglichkeit für mannhaften Einsatz zu bieten. Völlig passiv lässt sich Kerrie zwischen Ritter, Polizei, aufdringlichen Schurken und sonstigem Mannsvolk hin- und herschieben, weint viel und ist auch sonst eine üble Landplage. Merke: Nicht immer gleicht Nostalgie jeden Anachronismus aus! Glücklicherweise zog Ellery Queen (jetzt wieder das Autorenpaar) selbst die Konsequenzen und drosselte den Schnulzenfaktor in späteren Werken auf ein erträglicheres Format. Zur ‚reinen‘ Form des „Whodunit?“ kehrten sie allerdings nicht mehr zurück.

Autoren

Mehr als vier Jahrzehnte umspannt die Karriere der Vettern Frederic Dannay (alias Daniel Nathan, 1905-1982) und Manfred Bennington Lee (alias Manford Lepofsky, 1905-1971), die 1928 im Rahmen eines Wettbewerbs mit „The Roman Hat Mystery“ als Kriminalroman-Autoren debütierten. Dieses war auch das erste Abenteuer des Gentleman-Ermittlers Ellery Queen, dem noch 25 weitere folgen sollten.

Dabei half die Fähigkeit, die Leserschaft mit den damals beliebten, möglichst vertrackten Kriminalplots angenehm zu verwirren. Ein Schlüssel zum Erfolg war aber auch das Pseudonym. Ursprünglich hatten es Dannay und Lee erfunden, weil dies eine Bedingung des besagten Wettbewerbs war. Ohne Absicht hatten sie damit den Stein der Weisen gefunden: Das Publikum verinnerlichte sogleich die scheinbare Identität des ‚realen‘ Schriftstellers Ellery Queen mit dem Amateur-Detektiv Ellery Queen, der sich wiederum seinen Lebensunterhalt als Autor von Kriminalromanen verdient!

In den späteren Jahren verbarg das Markenzeichen Queen zudem, dass hinter den Kulissen zunehmend andere Verfasser tätig wurden. Lee wurde Anfang der 1960er Jahre schwer krank und litt an einer Schreibblockade, Dannay gingen allmählich die Ideen aus, während die Leser nach neuen Abenteuern verlangten. Daher wurden viele der neuen Romane unter der mehr oder weniger straffen Aufsicht der Cousins von Ghostwritern geschrieben.

Wer sich über Ellery Queen – den (fiktiven) Detektiv wie das (reale) Autoren-Duo – informieren möchte, stößt im Internet auf eine wahre Flut einschlägiger Websites, die ihrerseits eindrucksvoll vom Status dieses Krimihelden künden. Vielleicht die schönste findet sich hier: eine Fundgrube für alle möglichen und unmöglichen Queenarien.

[md]

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The Kiss of Blood

Erstellt von Werner Karl am 25. Mai 2010

the-kiss-of-bloodMakoto Tateno
The Kiss of Blood

(sfbentry)
Koyoi ha Kimito Chino Kisu wo, Japan, 2009
EMA, Köln, 03/2009
TB, Manga, Boys Love, Horror, Erotik, Drama
ISBN 978-3-7704-7168-3
Aus dem Japanischen von Costa Caspary
Leseempfehlung: Ab 16 Jahre!

www.manganet.de
http://makoto-egg.com/

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Der Oberschüler Riku Fujiki jobbt in einem Blumenladen, um sein Taschengeld aufzubessern. Als er einen Strauß Rosen an einer bestimmten Adresse abliefern soll, findet er sich in einem großen, alten Haus wieder, in dem drei attraktive Männer wohnen. Instinktiv ahnt er, dass hier etwas nicht stimmt, und ergreift die Flucht. In der Nacht hat er erotische Träume, die er sich nicht erklären kann. Anderentags muss Riku erneut Rosen zu jenem Kunden bringen, und die Geschehnisse wiederholen sich. In der Schule bricht der Junge erschöpft zusammen. Plötzlich ist Keito da und nimmt ihn mit in sein Haus. Nach und nach begreift Riku, dass er der Gefangene eines Vampirs ist, doch statt Blut will Keito Sex. Auf Rettung kann Riku nicht hoffen, denn die Mitbewohner sind ebenfalls Vampire. Läuft Riku fort, findet Keito ihn und holt ihn sofort zurück. Weder die Familie noch die Freunde vermissen Riku, denn sie ‚wissen’, dass der Junge bei Keito in guten Händen ist. Der einzige Ausweg, erfährt Riku, ist, Keito zu töten – was seine früheren Ichs stets taten, um sich von dem Vampir zu befreien …

Der Bibliothekar Nanao Yasuhara beobachtet, wie Saisei das Blut einer jungen Frau trinkt. Durch sein Eingreifen zieht Nanao die Aufmerksamkeit des Vampirs auf sich, denn eigentlich hätte ein Bann das Geschehen vor menschlichen Augen verbergen müssen. Neugierig geworden sucht Saisei den jungen Mann regelmäßig an seinem Arbeitsplatz heim. Nanao gibt sich ihm hin, um die Besucher der Bibliothek zu schützen. Eines Tages taucht Saisei nicht mehr auf. Statt sich zu freuen, wieder frei zu sein, sorgt sich Nanao um seinen ungebetenen Liebhaber. Er begibt sich zu der Adresse, die ihm genannt worden war, und findet den Vampir in einem totenähnlichen Zustand vor. Seine Freunde erklären, dass dies Nanaos Schuld ist …

Natsuhi begegnet einem schwer kranken Jungen, der bald sterben wird. Soll der Vampir das ‚schlechte’ Blut trinken und Manato retten, auch wenn er sich damit selber schadet? Nun hat sich auch Makoto Tateno des im Moment äußerst beliebten Vampir-Themas in einem Oneshot angenommen. „The Kiss of Blood“ beinhaltet, grob betrachtet, drei Storys, die durch die wiederkehrenden Charaktere miteinander verbunden sind. Die Nebenfiguren in der einen sind die Hauptakteure in der anderen – wie man es auch aus diversen Romantic Mystery-Serien kennt.

Fast immer beginnt eine Erzählung damit, dass einer der Vampire einem Menschen begegnet, der ihn überaus fasziniert. Das Opfer wird zwar nicht ausgesaugt, aber zu Sex genötigt, irgendwie kommen sie einander näher und begreifen, was sie wirklich füreinander empfinden. Der Mensch hat schließlich die Wahl, sich für oder gegen diese Liebe zu entscheiden, mit entsprechenden Konsequenzen. Die erotischen Momente werden recht explizit dargestellt, und aus ihnen heraus entwickelt sich erst die Romanze, umgekehrt zum eigentlichen Ablauf einer Beziehung. Riku und Nanao werden bedrängt, in Versuchung geführt und wollen nach einer Weile ihre Lover nicht mehr missen. Gerade der erste Punkt in dieser Reihenfolge – Gewalt und Zwang – ist fragwürdig; die Geschichte wäre nachvollziehbarer und schöner zu lesen, hätte die Künstlerin darauf verzichtet.

Von daher wendet sich der Band an ein weibliches Publikum, das mindestens 16 Jahre alt ist und weiß, dass hier nur Phantasien umgesetzt wurden, die in der Realität nicht erstrebenswert sind. Wer andere Werke von Makoto Tateno kennt („Yellow“, „Blue Sheep Dream“, „Hero Heel“ etc.), weiß, was ihn erwartet: schöne Männer und viele erotische Szenen, kleine Schwächen bei der Anatomie und Perspektive. Mag man Boys Love und den Stil der Mangaka, wird man von ihren thematisch abwechslungsreichen Titeln nicht enttäuscht.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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Furious Love 1

Erstellt von Werner Karl am 25. Mai 2010

furious-loveKazuo Kamimura
Furious Love 1

(sfbentry)
Kyojin Kankei Vol. 1, Japan, 1973
Carlsen Manga, Hamburg, 12/2009
TB mit Klappbroschur, History, Drama, Erotik
ISBN 978-3-551-79161-0
Aus dem Japanischen von Jürgen Seeback
Leseempfehlung: ab 16 Jahre!

www.carlsenmanga.de
www.kamimurakazuo.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die Manga-Leser werden älter, und die Verlage haben es endlich gemerkt. Nachdem über Jahre hinweg Kiddie-Serien die Programme dominierten, findet man nun immer mehr Titel, die sich an ein reiferes Publikum wenden. Neben zeitgenössischen Serien werden auch ältere angeboten – fast schon in Vergessenheit geratene Klassiker wie „Akira“, „Nausicaa aus dem Tal der Winde“, „Lone Wolf & Cub“ usw. „Furious Love“ ist eine Trilogie des Autors und Zeichners Kazuo Kamimura (1940 – 1986), der in Deutschland durch die „Lady Snowblood“-Bände auf sich aufmerksam machte. Die Reihe erscheint als Taschenbuch mit Klappbroschur und einem Umfang von rund 360 Seiten pro Ausgabe.

Japan während der Edo-Zeit: Katsushika Hokusai (1760 – 1849), einer der bedeutendsten Vertreter der Ukiyo-e, dessen bekanntestes Werk die Farbholzschnitt-Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“ ist, ist bereits ein alter Mann, als er die Folgen einer sich wandelnden Gesellschaft zu spüren bekommt. In seinen letzten Lebensjahren wird er immer exzentrischer, verweigert Aufträge und hadert mit der Tatsache, dass jüngere Künstler ihn zu überflügeln beginnen – und auch noch mit pornografischen Darstellungen Erfolg haben.

Einer von ihnen ist Sutehachi, der gern ein noch größerer Maler als der anerkannte Meister werden möchte, aber nicht vom süßen Leben lassen kann. In Folge geht er eine Beziehung mit O-Shichi, der Tochter eines Gemüsehändlers, ein und übersieht dabei die tiefe Liebe, die ihm von O-Ei, Hokusais Tochter, ebenfalls eine Künstlerin, entgegengebracht wird. Während O-Shichi mit ihrem Glück prahlt, macht O-Ei ihr zum Vorwurf, dass sie ihrer Rolle als gute Gefährtin nicht gerecht wird, weil Sutehachi ihretwegen die Kunst aus den Augen verliert. Doch auch im Leben anderer spielen sich Dramen ab. Ein junger Künstler will Selbstmord begehen, als er feststellt, dass die vermeintliche Schöne, in die er sich verliebt hat, ein Mann ist. O-Shichis Vater erhängt sich, weil er es nicht länger erträgt, dass seine Frau ihn mit einem Schauspieler betrügt. Statt zu trauern, trägt die Witwe alles Geld zu ihrem Geliebten und erlebt eine böse Überraschung. O-Ei war mit einem brutalen Mann verheiratet und träumt seit der Scheidung vergeblich von einem neuen Glück.

Kazuo Kamimura erzählt keine Geschichte, wie sie heute fast schon Standard ist – reich an Action, Holzhammer-Humor und Panty-Shots -, stattdessen schildert er realistisch und beschaulich, wie das Leben im Japan des 19. Jahrhunderts ausgesehen hat. Er erfüllt historische und fiktive Persönlichkeiten mit Leben, indem er sie glaubwürdig mit Problemen und Ängsten, Hoffnungen und Träumen in ihrem Alltag darstellt. Es wird viel geredet und reflektiert, gezankt und gelacht, geliebt und gehasst. Manche Szenen muten schon recht derb in ihrem ungeschönten Realismus an. Dieser wird noch vertieft durch eingebundene Zitate und Querverweise auf zeitgenössische Künstler und ihre Werke.

Die Zeichnungen wurden mit kräftigem Strich ausgeführt, wobei der Kazuo Kamimura auf eine Idealisierung verzichtet hat. Die Protagonisten sind selten schön, man sieht ihnen Alter und Leid an, sie schneiden Grimassen. Die Hintergründe sind sehr sorgfältig erstellt und oft detailreich. Den Nerv jüngerer Manga-Leser, die schnelle und leichte Unterhaltung wünschen, trifft „Furious Love“ weniger. Der Titel wendet sich an ein Publikum mit höheren Ansprüchen, das diesen Sittenspiegel mit Interesse liest und auch die getragene Erzähl- und Zeichentechnik, die ganz ohne spektakuläre Einlagen auskommt, zu schätzen weiß.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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Fairy Tail 1

Erstellt von Werner Karl am 25. Mai 2010

fairy-tail-band-1Hiro Mashima
Fairy Tail 1

(sfbentry)
Japan, 2006
Carlsen Manga, Hamburg, 03/2010
TB, Manga, Fantasy, Action, Comedy
ISBN 978-3-551-79611-0
Aus dem Japanischen von Karsten Küstner

www.carlsenmanga.de
www.tv-tokyo.co.jp/anime/fairytail/

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Es gibt eine fantastische Welt voller magischer Wesen wie Drachen, fliegende Katzen oder Magier. Die süße Lucy möchte gern eine richtige Magierin werden. Um dies zu schaffen, muss sie vorher Aufnahme in eine Magier-Gilde finden. Sie will aber nicht in irgendeine, sondern in die Gilde „Fairy Tail“, die als eine der mächtigsten und coolsten berühmt ist. Um ihr Ziel zu erreichen, strengt sie sich an, ihre Fähigkeiten stetig zu verbessern.

Lucy kommt in einer Stadt Namens Haljion an. Dort versammelt sich eine Vielzahl an weiblichen Zuschauern um den berühmten Magier Salamander. Dieser ist für das beherrschen von Feuer bekannt, einem magischen Element, dass man nicht kaufen kann. Lucy rennt voller Bewunderung auf Salamander zu, und ein Gefühl der Liebe überkommt sie. Plötzlich taucht ein Junge mit kirschblütenrotem Haar namens Natsu auf, der die Mädchen zur Seite schiebt. Er ist seit längerem auf der Suche nach jemandem, der wie ein Salamander aussieht. Doch als der Junge diesen erblickt, fragt der Rotschopf, wer er eigentlich sei. Die Mädchenmasse stößt den Jungen wegen seiner unverschämten Bemerkung weg.

Lucy jedoch bedankt sich bei Natsu für seine Ablenkung. Sie lädt ihn und seinen Begleiter, eine blaue Katze, zum Essen ein. Sie erklärt, dass Salamander einen Zauber mit Namen ‚Charme’ anwendet, um sich beliebt zu machen, und Natsu ihr durch seine Aktion geholfen hat, diesem Bann zu entkommen. Nachdem sich die Wege der Drei wieder trennten, macht sich Salamander erneut an Lucy ran und verspricht ihr, dass sie Mitglied von Fairy Tail wird, wenn sie mit auf sein Schiff kommt. Kurz entschlossen willigt diese ein. Währenddessen schnappt Natsu ein Gespräch von zwei Mädchen auf, die über die Mitgliedschaft von Salamander bei Fairy Tail erzählen. Natsu weiß jedoch etwas, was die anderen nicht ahnen, und muss sich beeilen, da er befürchtet, dass Lucy in Gefahr schwebt.

Hiro Mashima wurde am 3. Mai 1977 in Nagano, Japan geboren. Den Wunsch, Mangaka zu werden, verspürte er schon als Kind, nachdem sein Großvater ihm alte Mangas geschenkt hatte und er anfing, diese abzuzeichnen. Sein Lieblings-Manga ist „Dragon Ball“. Sein erster Manga war die Kurzgeschichte „Bad Boys Song“, die 1998 im Magazine „Flesh“ veröffentlicht wurde. Mit seiner zweiten Story, „Magician“, gewann er 1998 den Nachwuchspreis des Kodansha Verlags. Aber erst mit seiner Serie „Rave“ erzielte Mashima den erhofften Durchbruch. Mit der Serie „Fairy Tail“, die auch schon als Anime ausgestrahlt wurde, setzt er diesen Erfolg fort. Mit „Fairy Tail“ gewann er 2009 den Kodansha-Manga-Preis in der Kategorie Shonen.

Hiro Mashimas Zeichenstil ähnelt sehr dem von Eiichiro Oda („One Piece“). Beide haben sich jedoch ganz unabhängig von einander in der Manga-Szene etabliert. Die einzige Verbindung besteht darin, dass sie große Fans von Akira Toriyama sind, wodurch der ähnliche Zeichenstil mit erklärt werden könnte. Auf der letzten Seite stellt sich der Autor der Story vor, und es gibt ein kleines „Making of“. Er verspricht, in den nachfolgenden Bänden immer ein Stückchen mehr von sich preiszugeben.

Fairy Tail ist ein witziger und verrückter Manga und von vorne bis hinten im Shonen-Stil. Es gibt Charaktere von den Sorten ruhig-süß bis auffallend-ausgeflippt. Wer ein Fan von Serien wie „Dragon Ball“ oder „One Piece“ ist, dem kann man zu diesem Manga nur raten.

Copyright © 2010 by Rowena Weddehage (RW)
 
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Demon Flowers 5

Erstellt von Werner Karl am 24. Mai 2010

demon-flowers-05Hakase Mizuki
Demon Flowers 5

(sfbentry)
Kuruizaki no Hana Vol. 5, Japan, 2006
EMA, Köln, 03/2010
TB, Manga, Fantasy, Boys Love, Drama
ISBN 978-3-7704-7034-1
Aus dem Japanischen von Oke Maas

www.manganet.de

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Ushitora, der Sohn von Gold, dem Anführer der Dämonen, befreit sich aus seinem Grab. Einziger Zeuge dieses Spektakels ist Inugami, ein Dämon mit verbrannter Gesichtshälfte. Dieser wurde zum Mörder an Ushitora, indem er ihm die Kehle durchschnitt. Beide sind zwar etwas verwirrt über Ushitoras Wiederbelebung, aber Inugami hält ihm sogleich eine Waffe an den Kopf. Ushitora sieht es natürlich gar nicht ein, direkt nach seiner Auferstehung wieder umgebracht zu werden. Er schlägt Inugami ins Gesicht, so dass dieser ihn vorerst in Ruhe lässt.

Von seinem Ring, in dem ein niederer Dämon haust, erfährt Ushitora, dass von dem „Demon Flower“ Masato Blut auf sein (Ushitoras) Grab floss und er deswegen noch lebt. Demon Flowers sind Halbgötter, deren Fleisch und Blut eine ambrosianische Wirkung auf Dämonen haben. Er erfährt auch, dass der Mann zu seinen Füssen, Masatos tot geglaubter Vater, nun tatsächlich die Radieschen von unten sieht, Nao sich bei Onibi und so ziemlich in Sicherheit befindet, sein eigener Vater noch am Leben und Masato schwer verletzt und spurlos verschwunden ist. Das größte Problem stellt jedoch Gold dar, der in der Zwischenzeit das Ende der Welt einleitet. Aufgrund seines Hasses gegen Menschen und Dämonen gleichermaßen möchte er die Zivilisationen auslöschen. Die Frage ist nun, ob Ushitora seine Freunde und die Welt retten kann.

Dies ist der letzte und spannendste Teil der „Demon Flowers“-Reihe. Die Serie wurde von Band zu Band spannender. Was mit einer gemächlichen Story anfing, hört mit einem spannenden und den Helden anfeuernden fünften Band auf. Zudem gibt es noch ein unerwartetes Ende. Leser die eine typische Boys Love-Geschichte mit viel Sex erwarten, sollten sich von diesem Band nicht zu viel erhoffen. Abgesehen von ein paar Liebesgeständnissen, passiert in dieser Hinsicht nicht viel; darum kann man „Demon Flowers“ nicht unter die Kategorie Boys Love einordnen. Stattdessen fließt aber sehr viel Blut.

Der Zeichenstil ist sehr untypisch für einen japanischen Manga. Die Figuren werden sehr dünn und eher spitz gezeichnet, was den Charakteren einen überirdischen Touch verleiht. Sie sind auf eine ganz andere Art und Weise schön, an die man sich erst gewöhnen muss. Der Manga sticht damit aber aus der Masse hervor. Die Geschichte ist zwar spannend, hat jedoch auch ihre traurigen Momente. Außerdem ist es immer wieder amüsant zu sehen, wie die gesamte Welt untergeht oder eine Vielzahl von Gegnern besiegt werden muss und der Held der Geschichte sich ganz cool erst mal eine Zigarette anzündet. Ist zwar nicht ‚pädagogisch wertvoll’, jedoch lustig. Man merkt, dass die Story einmal die gesamte Gefühlspalette durchläuft.

Hakase Mizuki hat mit ihrem Werk „Demon Flowers“ eine ganz individuelle Geschichte geschaffen, die man kaum mit einem anderen Manga vergleichen kann. Bleibt zu hoffen, dass diese großartige Autorin in Zukunft auch weiterhin einen Kuss von der Muse ergattern kann und sich die Fans schon bald auf die nächste Geschichte freuen dürfen.

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Der Krater von Alexandria

Erstellt von Werner Karl am 24. Mai 2010

der-krater-von-alexandriaChristophe Arleston & Audrey Alwett (Text), Pierre Alary (Zeichnungen) & Jean-Paul Fernandez (Farben)
Der Krater von Alexandria
SinBad 1

(sfbentry)
Sinbad: Le cratère d’Alexandrie, Frankreich, 2008
Splitter Verlag, Bielefeld, 1. Auflage: 10/2008
HC-Album, Fantasy, Adventure
ISBN 978-3-940864-81-9
Aus dem Französischen von Monja Reichert
Titelgestaltung von Dirk Schulz unter Verwendung eines Motivs von Eric Stalner

www.splitter-verlag.de
www.lanfeust.com/
www.askell.com/
http://pierrealary.blogspot.com/
www.indigo-online.de

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Mit Hilfe der Wunderlampe wurde Aladin Kalif von Bagdad. Allerdings ließ er sich von der Macht, die der Djinn ihm verlieh, korrumpieren. Als er erfährt, dass einer seiner Söhne ihn eines Tages töten wird, schickt er seine Soldaten in den Harem. Eigentlich sollten sie die Knaben lediglich in die Verbannung senden, doch, angestachelt von dem Djinn, töten sie die Kinder und ihre Mütter, die sich schützend vor sie werfen. Nur ein Junge entgeht dem Massaker, da ihn die Mutter rechtzeitig in einem Körbchen durch einen Brunnen, der zu einem unterirdischen Fluss führt, aussetzen kann.

Sinbad wird von einem Kaufmann gefunden und aufgezogen. Als junger Mann will er das Rätsel um seine Herkunft lüften und verlässt den Ziehvater mit einem Sack voller magischer Dinge, die er im Laufe der Jahre sammelte. Sinbads Ziel ist die Insel der grausamen Zauberin Turabah. Er hofft, seine kleinen Schätze gegen den „Krater von Alexandria“ tauschen zu können. Das Trinkgefäss soll, wenn es mit delphischem Wein gefüllt wird, einen Blick in die Vergangenheit erlauben. Turabah ist jedoch nicht bereit, den Krater aus der Hand zu geben. Heimlich schleicht sich Sinbad in die Schatzkammer, um das Objekt zu stehlen. Dabei wird er von Azna, dem weißen Panther, überrascht …

Christophe Arleston, dessen spannende und humorvolle Geschichten – darunter „Lanfeust von Troy“, „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“ und „Morea“ – den Freunden francobelgischer Comics zweifellos bekannt sind, präsentiert mit „Sinbad“ seinen nächsten Streich. Illustriert wird die Reihe von Pierre Alary, der mit „Belladonna“ debütierte. Munter mischt der Autor bekannte Motive aus Märchen, Mythen und Legenden, um ein dichtes, farbenfrohes, orientalisches Setting einschließlich einiger Aha-Effekte zu schaffen: So wird Titelheld Sin(d)bad zum Sohn von Aladin, der jedoch zusammen mit seinem Djinn böse geworden ist, was die Farbgebung (erst rosa, nun blau) verdeutlicht. Sinbads Mutter belauscht den aufschlussreichen Dialog, und das Kind überlebt genauso wie Moses. Das Motiv der Kinds- bzw. Vatertötung findet man sowohl in der „Bibel“ (Herodes, Moses) mehrmals als auch in der der griechisch-römischen Sagenwelt (Uranos/Kronos/Zeus, Ödipus). Anspielungen auf das Orakel von Delphi, die Bibliothek von Alexandria mit all dem aufgezeichneten Wissen, das Labyrinth des Minotaurus, den Vogel Roc, Daedalos & Ikaros, Meerjungfrauen, Werwesen u. v. m. finden sich zudem.

Schon nach wenigen Panels ist klar, Sinbad ist ein wahrer Filou – ein kleiner Gauner, Betrüger und Frauenheld. Dennoch hat er die Sympathien der Leser auf seiner Seite, denn praktisch alle Leute, denen er begegnet, haben mehr Dreck am Stecken als er, sei es der Hüne, der seine Schwester tötete, nachdem sie von Sinbad ‚entehrt’ worden war, oder auch Turabah, die aus Langeweile ihre Sklaven ermorden lässt. Der erste Band stellt das Setting, die Akteure und die Problematik vor, die reichlich ausgeschmückt wurde und eine Menge Abenteuer und Spaß verspricht. Als Leser weiß man mehr als der Titelheld, jedoch längst nicht alles, außerdem kennt dieser jede Menge Trick, um der Handlung unerwartete Wendungen zu verleihen. Die Illustrationen, die mit detailreichen Hintergründen und überzeichneten Figuren aufwarten, unterstützen gelungen den Arlestonsche Humor.

Schätzt man die Comic-Serien des Autors oder hat man Spaß an Reihen wie „Marlysa“ und „Alim der Gerber“, wird man auch „Sinbad“ eine Chance geben wollen. Schon der Auftaktband bietet viel Handlung, so dass man sicher sein kann, dass weitere opulent inszenierte Abenteuer folgen werden.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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