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Archiv für September, 2010

Anatomie der Täuschung

Erstellt von Michael Drewniok am 26. September 2010

Lawrence Goldstone
Anatomie der Täuschung

Originalausgabe: The Anatomy of Deception (New York : Delacorte Press 2008/London : Bantam Press 2008)
Übersetzung: Claudia Tauer
Deutsche Erstausgabe: April 2009 (Knaur Verlag/TB Nr. 63874)
528 S.
ISBN-13: 978-3-426-63874-3

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Das geschieht:

Im Jahre 1889 gehört die Medizinische Fakultät der University of Pennsylvania in Philadelphia zu den fortschrittlichsten Einrichtungen in den USA. Dies verdankt sie in erster Linie dem Wirken von Dr. William Osler, der als Professor für Klinische Medizin seine Studenten unermüdlich zur Anwendung modernster Forschungserkenntnisse anleitet. Fasziniert von dem charismatischen Mediziner, hat Dr. Ephraim Carroll seine kleine Privatpraxis in Chicago aufgegeben und ist nach Philadelphia gezogen, um sich Osler anzuschließen. Zwischen den beiden Männern hat sich eine Freundschaft entwickelt, die Osler veranlasst, Carroll zu bitten, als sein Assistent eine neue, finanziell großzügig ausgestattete Stellung anzunehmen.

Die vielversprechende Zukunft wird allerdings durch ein Geheimnis der Gegenwart beeinträchtigt: In einer seiner Vorlesungen, die Osler gern nutzt, um in Anwesenheit von Studenten Leichen zu sezieren, wird der Körper einer jungen Frau präsentiert, die angeblich tot in einer Straße der Stadt gefunden wurde. Doch Osler scheint die Frau zu kennen, und Carrolls Studienkollegen George Turk geht es ebenso. Der mysteriöse Mediziner, der seine Herkunft sorgfältig geheim hält, wird wenig später in einem Versteck sterbend von Carroll aufgespürt: Turk wurde mit Arsen vergiftet und wohl zum Schweigen gebracht.

Der grobschlächtige Sergeant Borst übernimmt den Fall, läuft aber gegen eine Mauer des Schweigens, denn die feine Gesellschaft der Stadt ist involviert. Es geht um heimliche Abtreibung, Drogen und Mord. Zusammen mit der Ärztin Mary Simpson versucht Carroll, Licht in eine Affäre zu bringen, die sich als Komplott erweist, sein Leben in den Grundfesten erschüttern und mehr als einmal gefährden wird …

Historien-Krimi oder Medizin-Historie?

„Anatomie der Täuschung“ erzählt eine Geschichte, die ihre Leserschaft spalten muss. Weder Krimi-Freunde noch das Publikum des ‚historischen‘ Romans können rundum zufrieden sein, denn Autor Goldstone versucht ebenso eifrig wie ungeschickt, es beiden Gruppen recht zu machen. Der daraus resultierende Widerspruch – der weiter unten näher zu beleuchten sein wird – schadet einem Buch, das inhaltlich wie formal viel zu gut geraten ist, um in einem Meer mehr oder lieblos auf den Markt geworfenen Taschenbücher unterzugehen.

Präzise ist beispielsweise Goldstones Bild einer Vergangenheit, die bar jener pseudo-dramatischen Verklärung bleibt, für die der Historien-Roman berüchtigt ist. Die Realität des Jahres 1889 ist nicht nur farbenfrohe Kulisse, sondern bietet der Handlung ein stabiles Fundament: Nur im Rahmen der beschriebenen Verhältnisse ‚funktioniert‘ der Plot. Als Journalist, der sich auf historische Themen spezialisiert hat, recherchierte Goldstone gründlich für seinen Roman. Wir Leser wissen dies, weil der Verfasser sich zu ausführlich des angelesenen Wissens bedient. Die Geschichte der Medizin ist ein faszinierendes Thema, dem Goldstone verfiel. Immer wieder stoppt die Handlung, weil er über Themen wie Hygiene, Operationstechnik, Drogen oder medizinische Etikette referiert, statt sie ins Geschehen zu integrieren. Der Informationsgehalt dieser Exkurse ist unbestreitbar hoch. Sie bringen dem Roman nichtsdestotrotz wenig, weil mit dem Tempo die Spannung verschwindet und mühsam neu aufgebaut werden muss.

Verbrechen mit vielen Gesichtern

Breiten Raum nimmt die Rekonstruktion des Gesellschaftslebens im ausgehenden 19. Jahrhundert ein. Wesentlich stärker als heute waren die Grenzen zwischen den sozialen Schichten ausgeprägt, wobei ein Absinken immer, ein Aufsteigen selten möglich war. In diesem Punkt ist Goldstones Ausführlichkeit hilfreich, denn die ‚Unantastbarkeit‘ einer durch Geburt, Status und Vermögen quasi sakrosankten Oberschicht ist ein wesentliches Element der Handlung.

Reiche Leute dürfen alles: Was heutzutage in gewisser Weise noch gilt, war einst akzeptierte Realität. Weder das Gesetz noch die Presse dürfen den Mächtigen von Philadelphia nahe kommen, während diese nicht nur von ihrem Recht überzeugt sind, gegen Verordnungen zu verstoßen, die nur den ‚Pöbel‘ betreffen, sondern ganz selbstverständlich Schläger und Killer anheuern oder Polizisten bestechen, um ihre Westen weiß zu halten. Der Schein der Ehrbarkeit genügt, kriminelles Tun wird nur geahndet, wenn der Verursacher so offen entlarvt wird, dass der öffentliche Skandal unvermeidbar ist.

Der Mechanismus dieser aus heutiger Sicht zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit arbeitet buchstäblich wie geschmiert. Er schafft dem Verbrechen eine Nische, die Goldstone seinen Lesern anschaulich schildert. Konsequent verweigert er ihnen ein Happy-End. Kein Schuldiger wird bestraft oder auch nur demaskiert, sondern stattdessen ein Sündenbock geschlachtet.

Die Resignation des ‚Helden‘

Ephraim Carroll erzählt in der Ich-Form die Geschichte einer großen Täuschung. Er ist der typische Jedermann, der idealistisch und durchaus naiv in ein Geschehen stolpert, das ihn gleichermaßen überfordert wie herausfordert, ihn reifen und – in unserem Fall – resignieren lässt. Carroll ist kein Held, sondern ein Chronist. Die Bombe platzt im Finale nicht, das System obsiegt.

Als junger Assistenzarzt ist Carroll ein Wanderer zwischen den Welten. Sogar der gesellschaftliche Adel wird krank, weshalb ein Arzt, der sonst wohl nicht weit über einem Hausbediensteten rangieren würde, wohl oder übel in feinen Kreisen geduldet wird. Gleichzeitig ist Carroll ständig mit der Not der Unterschicht konfrontiert, deren Angehörige in einem Land ohne organisiertes Gesundheitswesen eher widerwillig medizinisch betreut werden, wenn sie dafür nicht in blanker Münze zahlen können.

Gemeinsam mit Carroll lernen wir Philadelphia ganz oben und ganz unten kennen. Von einer pittoresken Verklärung des Elends nimmt Goldstone Abstand; vor allem die sachliche Beschreibung einer geheimen Abtreibungskammer in den Slums sorgt für ehrliches Schaudern.

Verbrechen als Frage der Definition

Unter den beschriebenen Prämissen konnte es der Verfasser vielleicht gar nicht vermieden, das Krimi-Element in den Hintergrund rutschen zu lassen: Schweigen und Manipulation sind erklärte Gegner der offenen Ermittlung. Carroll geht es folgerichtig weniger um juristische Ahndung, sondern um die Wahrheit. Als er sie gefunden hat, verzichtet er auf die Offenbarung seines Wissens. In einem Nachwort setzt sich ein gealterter Carroll noch einmal mit den Ereignissen auseinander und fasst die Entwicklungen und Veränderungen zusammen, die ‚seine‘ Medizin in den Jahrzehnten nach 1889 erfuhr.

Recht klischeehaft wirken dabei Carrolls (= Goldstones) Überlegungen zum Wesen der Schuld. Natürlich ist es nicht rechtens, einen kriminellen Mediziner unbestraft zu lassen, aber wird der Verzicht auf Strafe richtig, wenn dieser Verbrecher die Medizin fachlich so weit voranbringt, dass er weitaus mehr Menschen rettet als umbringt? Die Antwort bleibt Carroll verständlicherweise sich und den Lesern schuldig; nicht einmal die größten Philosophen haben sie bisher finden können.

Dieser realistische aber wenig sympathische Charakterzug ist freilich auch einer Klemme geschuldet, in die Goldstone sich selbst gebracht hat: „Anatomie der Täuschung“ ist keine reine Fiktion. Der Verfasser lässt prominente Vertreter der zeitgenössischen Geschichte auftreten: William Osler (1849-1919), William Halsted (1852-1922) oder Thomas Eakins (1844-1916) führten gut belegte Leben. In ein Mord-Komplott waren sie nachweislich nicht verwickelt, weshalb das bekannte Krimi-Finale mit der dramatischen Überführung der Schuldigen ausfallen musste.

Farbiges Nebenfiguren-Personal

Während Ephraim Carroll ein recht biederer, leicht larmoyanter, sogar langweiliger Zeitgenosse ist (und in seiner Rolle sein muss), gibt Goldstone dem Schriftsteller-Affen tüchtig Zucker, wenn er ‚sein‘ Philadelphia mit bunten Paradiesvögeln und Schurken bevölkert. Figuren wie „Kadaver-Charlie“, der Herr des Leichenschauhauses, der Nachtclub-Besitzer Haggens, sein Türsteher und Mann fürs Grobe Mike oder die in Haggens‘ Etablissement beschäftigten Huren, die wöchentlich die Namen wechseln, wirken in ihrer rauen, oft brutalen Bodenständigkeit wesentlich ‚ehrlicher‘ als die in ihren verkrusteten Hierarchien ebenso ruhende wie gefangene High Society.

Mit der Figur der Mary Simpson zielt Goldstone über ein Ziel hinaus, das neben der Unterhaltung auch die Information seiner Leser beinhaltet. Obwohl oder gerade weil die Frau Anno 1889 weder politisch noch kulturell eine gleichberechtigte Stellung einnahm, wollte der Verfasser auf eine energische, unabhängige Frauenfigur nicht verzichten; er konnte es wohl auch nicht, wollte er seinen Roman nicht an einem weiblichen Publikum vorbeischreiben, dem die Präsenz einer handlungsaktiven Frau wichtiger als historische Akkuratesse ist. Also ist Mary nicht nur Ärztin und Frauenrechtlerin, sondern auch alleinerziehende Mutter (aber selbstverständlich hübsch). Diese ehrenwerten Eigenschaften und Carrolls zunehmendes Interesse münden jedoch weder in erotischer Zweisamkeit noch in einer finalen Ehe – so weit in Richtung Seifenoper mag Goldstone doch nicht abrutschen.

Diese Konsequenz ehrt den Autoren und prägt einen Roman, der trotz seiner Seitenstärke eines jedenfalls nie ist: geschwätzig. Die ausführlichen Abschweifungen gehen aber so stark auf Kosten der Spannung, dass „Anatomie der Täuschung“ dennoch aus allen Krimi-Nähten platzt. Weder Fleisch noch Fisch ist dieser Roman, der aufgrund seiner Qualitäten, zu denen noch ein nur leicht historisierender, nie aufdringlicher (und in der Übersetzung gut bewahrter) Stil zu addieren ist, trotzdem eine Empfehlung verdient.

Autor

Lawrence Goldstone (geb. 1947) ist Journalist, Wissenschafts-Historiker und Romanautor. Als Forscher arbeitet er oft mit seiner Gattin Nancy zusammen; ihr Spezialgebiet ist die US-Geschichte des 19. Jahrhunderts. 1992 veröffentlichte Goldstone einen ersten Roman, in dem er bereits Historie und Krimi miteinander mischte. „Off-Line“, sein zweiter Roman, erzählt eine Detektivgeschichte im Jahre 2020.

Erst mit „Anatomie der Täuschung“, seinem dritten Werk, wurde Goldstone von der breiten Literaturkritik wahrgenommen. Entstanden zehn Jahre nach dem zweiten Roman, vermochte der Autor eine Geschichte zu erzählen, die das Interesse einer zahlenstarken Leserschaft fand. Lawrence Goldstone, der in Westport, US-Staat Connecticut, lebt und arbeitet, schreibt weiterhin Romane und Sachbücher.

[md]

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Mord und andere Skandale

Erstellt von Werner Karl am 26. September 2010

Antonio Pagliarulo
Mord und andere Skandale
Rich Girls 2

The Celebutantes – In the Club, USA, 2008
cbt-Verlag, München, 05/2009
TB, Jugendbuch, Mädchen-Krimi
ISBN 978-3-570-30454-9
Aus dem Italienischen von Martina M. Oepping
Titelmotiv von iStockphoto

www.cbt-verlag.de
www.fantasticfiction.co.uk/p/antonio-pagliarulo/

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Man kennt sie aus den Klatschblättern der Boulevardpresse und dem Fernsehen: die Kinder der Superreichen, die zwar nicht schon seit Paris Hilton und Co. von Paparazzi und Reportern verfolgt werden, aber seit einigen Jahren eine größere Aufmerksam genießen, weil sie gerne mit Skandalen auf sich aufmerksam machen. So ist es kein Wunder, dass nun auch Romane über diese „Rich Girls“ entstehen, deren Welt eine ganz andere ist als die der meisten Mädchen.

Die millionenschweren Erbinnen eines erfolgreichen Wirtschaftsmillionärs und einer Filmdiva kommen sehr gut mit ihrem Leben zurecht und sind auch nicht so abgehoben wie die anderen. Zwar wissen Madison, Park und Lexington Hamilton ihr angenehmes Leben mit dem fünfstelligen Taschengeld zu genießen, aber sie arbeiten auch für ihren Erfolg, indem sie sich bereits jetzt ein Standbein für die Zukunft schaffen, und sie besuchen natürlich auch weiterhin die Schule. Dort herrscht einiges an Aufregung, denn es ist bisher noch nie vorgekommen, dass jemand in das Büro des Schulleiters eingebrochen hat. Ob etwas gestohlen wurde, wird nicht bekannt, aber die drei Erbinnen werden schon aufmerksam.

Dann aber haben sie erst einmal anderes zu tun, denn sie wollen in den nächsten Tagen den Club eröffnen, den eine von ihnen später einmal leiten wird. Die Feier wird zu einem vollen Erfolg, da alle Jugendlichen mit Rang und Namen auftauchen und sie beglückwünschen. Doch dann nimmt die Party ein jähes Ende, denn in einer der oberen Ebenen wird Damien, ein junger Mann, der gerne in allem über die Stränge schlägt, tot aufgefunden. Die Mordwaffe ist ein Stiletto, das durch seine Schläfe geschlagen wurde. Schon bald gerät die junge Concetta Canoli unter Verdacht, der der dazu passende Schuh gehört. Doch Madison, Park und Lexington kennen das Mädchen etwas besser und wollen nicht glauben, dass sie eine solche Tat begangen haben könnte. So machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und benutzen all ihren Einfluss, um Beweise zu sammeln, nicht ahnend, dass sie sich damit selbst in Gefahr bringen.

Zwar mag Antonio Pagliarulo vieles von dem vereinfachen, was das Leben der Schönen und Superreichen ausmacht, um seine jungen Leser nicht zu überfordern, aber er gibt ihnen schon einen geschickt aufgebauten Einblick in diese fremde Glamour-Welt. Freilich sind die Heldinnen sehr natürlich und sympathisch, aber auch sie können nicht aus ihrer Haut, wenn es um das Klassenbewusstsein geht – immerhin blicken sie auch ein wenig auf ihre Angestellten herunter und achten schon darauf, ihren gediegenen Geschmack zu bewahren. Aber sie übertreiben es nicht. Dafür gibt es die eine oder andere Nebenfigur, wie etwa das Mordopfer.

Die Handlung selbst ist sehr spannend aufgebaut, auch wenn der Autor den Leser diesmal nicht in die Irre führt, sondern den Mörder recht schnell enthüllt. Dafür liefert dieser sich ein Katz„ und Maus-Spiel mit seinen Verfolgern, bis ihm endlich etwas nachzuweisen ist. Ansonsten werden die Szenen flott und abwechslungsreich erzählt, wenngleich es diesmal keine wirklich romantischen Elemente gibt. „Mord und andere Skandale“ ist interessant für alle Mädchen, die neben einem kleinen Blick in die Welt der Schönen und Superreichen auch an einer spannenden Kriminalgeschichte interessiert sind.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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Astaroths Angriff

Erstellt von Werner Karl am 26. September 2010

Henry H. Neff
Astaroths Angriff
Schule der Magier 2

The Tapestry – The Second Siege, USA, 2008
cbj-Verlag, München, 03/2009
HC, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 978-3-570-13490-0
Aus dem Amerikanischen von Michaela Link
Titelillustration von Cory Godbey

www.cbj-verlag.de
www.henryhneff.com/
http://corygodbey.com/

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Viel ist passiert, seit Max McDaniels in einem Museum eine seltsame Begegnung hatte und erkennen musste, dass er kein normaler Junge ist, sondern zu einer Welt gehört, die ihre eigenen Geheimnisse und Gesetze hat. Er ist ein Zauberer und besitzt beachtenswerte Kräfte. Deshalb geht er von nun an auf die Rowan-Schule. Sein Vater ist ebenfalls nicht geschockt, kommt nun heraus, dass auch er mehr ist, als er seinem Sohn jemals gezeigt hat.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit beginnt Max, seine Schule zu lieben, denn immerhin schließt diese die moderne Technik nicht aus. Stattdessen nutzen die Schüler diese fleißig und bleiben immer am Ball, was dem Jungen schon bald zu Gute kommt. Denn er erfährt, dass auch in der Welt der Zauberer nicht alles eitel Sonnenschein ist. Astaroth, ein Dämon, der schon einmal die Magier bedrängt hat und die Schule vernichten will, ist wieder erwacht und hat dafür gesorgt, dass das Bild, in das man ihn eingeschlossen hatte, zusammen mit anderen Kunstwerken und auch ein paar Kindern gestohlen wird, damit er sich in Ruhe befreien kann. Max ist maßgeblich an der Suche und Rettung beteiligt, denn es kristallisiert sich heraus, dass er ganz offensichtlich ein ungewöhnliches Schicksal hat.

Da die Schule eng mit der keltischen Mythologie verknüpft ist, sehen sie in ihm die Wiedergeburt Chuchulainn. Und als solcher ist er ein ganz besonderer Krieger. So kommt es dazu, dass er das zweite Schuljahr nicht mehr auf der Rowan-Schule verbringt, sondern für einen ganz speziellen Dienst ausgewählt wird. Denn auch wenn alles ruhig zu sein scheint, stiftet Astaroth in der Welt der normalen Menschen mittlerweile ziemliches Chaos. Es kristallisiert sich heraus, dass er auf der Suche nach den ‚Schriften des Toth„ ist. Max ist der Einzige, der ihn aufhalten könnte, doch dazu müsste er die Schriften vor dem Dämon finden. Und so kommt es zu einer aufregenden Jagd quer durch die Welt.

Wer jetzt noch nach Elementen aus „Harry Potter“ sucht, wird so gut wie keine mehr finden, denn der Autor zieht das Tempo seines zweiten Romans deutlich an und lässt die Geschehnisse nicht mehr nur in der Schule spielen. Stattdessen wird sein Held zu einem Agenten in magischer Sache und geht zusammen mit einem etwas älteren Jungen und seinem Vater auf eine gefährliche Suche, die das Letzte von ihm fordert und auch eine überraschende Begegnung bereit hält. Die Veränderungen in Tempo und Stil sind allerdings fließend, so dass es keinen Bruch gibt. Zwar verbringt Max nur noch die ersten Kapitel in der Schule, aber es gibt immer wieder Verbindungen und Querverweise, die eigentliche Suche wird durch kleinere und kürzere Abenteuer aufgelockert und auch der Hintergrund etwas vertieft – denn Max erfährt u. a. auch, was es mit dem Helden auf sich hat, mit dem er immer wieder verglichen wird.

Alles in allem baut der zweite Band gelungen auf dem ersten auf und führt die Geschichte logisch weiter, so dass man gespannt auf den dritten Band wartet, in dem es vermutlich noch einmal zu einer heftigen Konfrontation mit Astaroth kommt. Erstaunlicherweise ist „Astaroths Angriff“, der zweite Buch der Reihe „Schule der Magier“, um einiges actionreicher – aber auch brutaler – als der erste Band. Wieder werden zwar in erster Linie junge Leser angesprochen, aber auch Erwachsene können ihren Spaß haben, dazu ist die Handlung tatsächlich komplex genug.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich

Erstellt von Werner Karl am 25. September 2010

Cynthia Lord
Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich

Rules, USA, 2006
Sauerländer Verlag, Düsseldorf, 01/2009
HC, Kinder-/Jugendbuch, Drama
ISBN 978-3-7941-8087-5
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Krutz-Arnold
für Patmos Verlag, Mannheim, 2009
Titelgestaltung von h. o. pinxit und Isabel Thalmann
Zitate aus Arnold Lobel: „Das große Buch von Frosch und Kröte“,
neu erzählt von Tilde Michels, dtv junior, München, 1998

www.sauerlaender.de

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Für ihre 12 Jahre ist Catherine schon sehr reif. Das liegt daran, dass sich ihre Eltern vor allem um David kümmern müssen, denn der jüngere Bruder leidet an Autismus und benötigt viel Aufmerksamkeit. Auch Catherine beschäftigt sich viel mit ihm und schreibt ihm nützliche Regeln auf, die ihm im Umgang mit anderen helfen sollen – und David liebt Regeln. Die Eltern ahnen nicht, dass Catherine verbirgt, wie traurig sie ist, dass sie immer zurückstehen und Opfer bringen muss. Besonders schlimm findet sie, dass viele Kinder mit David nichts zu tun haben wollen und sie seinetwegen kaum Freunde findet. Auch Kristi, die gerade im Haus nebenan eingezogen ist, wirkt irritiert und scheint lieber mit Ryan, einem Mitschüler von Catherine, der besonders gemein zu David ist, ihre Zeit zu verbringen.

Schließlich lernt Catherine bei Davids Therapeutin den zwei Jahre älteren Jason kennen, der an einen Rollstuhl gefesselt ist und sich nur durch das Zeigen auf Worttäfelchen verständigen kann. Catherine fängt an, ihm Täfelchen zu malen und freut sich, dass sie ihn auf diese Weise glücklich machen kann. Während den Wartezeiten haben sie viel Spaß miteinander, er lädt sie sogar zu seinem Geburtstag ein, doch auf den Sommerball möchte Catherine nicht mit ihm gehen, weil …

„Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich“ ist ein sehr ungewöhnliches Buch zu einem ernsten Thema, das den Leser berührt, obwohl – oder gerade: weil die Probleme und Wünsche aus der Sicht eines jungen Mädchens in einem lockeren, humorigen Tonfall sehr realistisch geschildert werden. Man kann sich leicht in Catherines Situation versetzen, die so gern eine ‚normale„ Familie und viele Freunde hätte, aber wegen ihres autistischen Bruders immer wieder Ablehnung erfährt. Dass sich die Eltern zwangsläufig mehr um David kümmern und von ihr erwarten, dass sie stets Verständnis für die Situation aufbringt, begreift Catherine, aber sie fühlt sich überfordert. Natürlich hat sie ihren Bruder gern und kommt mit seinen Eigenarten teilweise besser zurecht als die Erwachsenen, doch sie vermisst es, mit Gleichaltrigen etwas unternehmen zu können, da diese sich immer sehr schnell zurückziehen, sobald sie David kennen gelernt haben.

Kristi und Ryan sind nur zwei Beispiele dafür. Regelmäßig verspottet der ältere Junge David, was dieser nicht versteht, und das schmerzt Catherine. Mit Kristi, der Tochter der neuen Nachbarn, wird sie nicht warm, da David peinliche Situationen schafft, die einen Schatten auf eine mögliche Kameradschaft werfen. Nur Melissa, Catherines Freundin, ist anders, aber sie ist verreist. Die Freundschaft, die sich zwischen Catherine und Jason entwickelt, gibt beiden viel, aber sie erweist sich auch als kompliziert. Zwar kennt das Mädchen keine Vorbehalte wegen der Behinderung und kann sich problemlos auf Jason einlassen, aber letztlich ist er nicht ‚normal„ und wird in einer Welt, in der es vor allem Ryans und Kristis gibt und in der auch Catherine klar kommen muss, nicht akzeptiert. Schließlich ist sie gezwungen, sich selber einzugestehen, dass sie nicht viel besser als die anderen ist, denn auch ihr sind David und Jason … peinlich.

Bis sie soweit ist, droht die Freundschaft mit Jason zu zerbrechen. Ob sie durch Ehrlichkeit alles noch einmal gerade rücken kann? Die Autorin stellt mit ihrer Geschichte die Frage in den Raum, was überhaupt ‚normal„ ist und wer das festlegt. Eine Antwort gibt sie nicht; die muss der Leser schon selbst finden. Auf jeden Fall ist man nach der Lektüre betroffen, und das Buch bleibt lange in Erinnerung. Man erhält einen vagen Eindruck, wie schwierig es ist, ein Familienmitglied zu haben, das an einer Behinderung leidet, deshalb mehr Fürsorge benötigt und von der Gesellschaft ausgegrenzt wird – wobei der Betroffene keineswegs dumm ist und dies sehr wohl merkt. Tatsächlich gibt es einige Situationen, in denen es die ‚Normalen„ sind, die dumm erscheinen, weil sie z. B. nicht begreifen, dass Jason zwar nicht sprechen kann, sein Gehör jedoch tadellos funktioniert.

„Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich“ ist eine außergewöhnliche Lektüre, die auf unterhaltsame Weise dem Leser seine Intoleranz vor Augen führt und für die Akzeptanz des ‚Anderen„ wirbt, wobei sich das ‚Andere„ genauso gut auf Menschen beziehen könnte, die eine dunkle Hautfarbe haben, die ‚Aldi„-Kleidung statt ‚Lacoste„ tragen oder ein nicht alltägliches Hobby pflegen, denn alles, was nicht absolut der breiten Masse entspricht, wird von vielen als ‚anders„ oder ‚nicht normal„ empfunden. Eine Kleinigkeit genügt, und schon gilt man selbst sehr schnell als ‚anders„ …

Der Titel eignet sich für junge Leser ab 12 Jahre, spricht durch das Thema und seine gelungene Aufbereitung auch das erwachsene Publikum an – und ist als Schullektüre äußerst empfehlenswert!

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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Herztöne

Erstellt von Werner Karl am 25. September 2010

Katja Kessler
Herztöne

Audio media (2010)
Hörbuch auf 4 CD´s, Comedy-Edition
Spieldauer ca. 250 Min.
Gelesen von Barbara Schöneberger
ISBN 978-3-86804-602-1

www.audiomedia.de

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Elizabeth „Lizzy“ Lentzen, von Beruf Mitarbeiterin eines Hamburger Kulturmagazins ist eine moderne Frau: Immer schick, achtet auf ihre Figur, weiß was läuft in der Stadt und überhaupt und ist … Single.

Ein bisschen tütelig – wie ihre beste Freundin und Kollegin Sophie sagen würde – aber doch eine Hammerfrau. Ihre Chefredakteurin hetzt sie zu einer der ewig gleich ablaufenden Partys der Hamburger Schickimicki-Szene und Lizzy langweilt sich anfangs entsetzlich und spricht dem Sekt – Prösterchen! – doch mehr zu, als ihr gut tut.

Ein Schnösel mit Einstecktüchlein, den sie mangels Wissen um dessen realen Namen im Geiste auch so nennt, schleppt sie nach allen Regeln der Kunst ab und verbringt mit ihr eine traumhafte Nacht. Dumm nur, dass ihr – als ach so moderner Frau – trotzdem das Maleur passiert, diese Nacht ohne Kondom(e) zu genießen. Und prompt – ein Schuss ein Treffer – wird sie schwanger.

Das, was dann folgt, ist eine Großstadt-Geschichte, die zwar mit etlichen Klischees gespickt ist, doch deswegen nichts von ihrem Humor einbüßt. Geschickt wechselt die Autorin zwischen Frau und Mann, jeweils verhaftet in ihren/seinen geschlechtlich bedingten Sicht- und Lebensweisen. Die oberflächliche Modernität aller Personen lässt nur zu oft Ansichten durchblicken, welche die gleichen Personen ihren Eltern stets vorgeworfen hätten, mit der Bemerkung: „Ich? Nein, mir passiert so etwas nicht!“

An sich wäre so weit alles gesagt, wären da nicht diese zwei Punkte, was dieses Hörbuch sogar mir als Mann mit völlig anderen Lese- und Hörgewohnheiten unterhaltsame Stunden beschert hat. Zum einen die wirklich witzige und wortgewandte Erzählweise, mit der die Autorin Kessler diese Story verfasst hat. Zum anderen die Stimme und nicht minder witzige Präsentation durch Barbara Schöneberger, die es versteht, den Protagonisten eigene Töne zu verleihen, der Situation entsprechend feinsinnig oder peinlich berührt, aber immer himmelschreiend komisch, und den Roman damit in ein hörenswertes Produkt verwandelt.

Herztöne ist eine wirklich lustige Geschichte, um sich während langweiliger Bahn- oder Autofahrten permanent die Mundwinkel Richtung Ohren treiben zu lassen. Ob es in Hamburg oder anderswo tatsächlich solche Megafrauen gibt, die sich wie das sprichwörtliche dumme Blondchen v… lassen, wage ich allerdings zu bezweifeln. Dem Spaß schadet es aber in keiner Weise.

Copyright © 2010 by Werner Karl

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Die unglaubliche Reise ins Universum

Erstellt von Werner Karl am 24. September 2010

Lucy und Stephen Hawking
Die unglaubliche Reise ins Universum
Georges Abenteuer 2

George’s Cosmic Treasure Hunt, GB, 2009
cbj-Verlag, München, 09/2009
HC, wissenschaftliches Kinderbuch, SF
ISBN 978-3-570-13392-7
Aus dem Englischen von Irene Rumler
Titelillustration und Innenillustrationen von Quint Buchholz
Wissenschaftliche Illustrationen von Garry Parsons

www.cbj-verlag.de
www.hawking.org.uk/

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Nachdem der zwölfjährige George im ersten Band „Der geheime Schlüssel zum Universum“ Annie und ihren Vater Eric kennengelernt und mit den beiden zusammen ein aufregendes Abenteuer im Weltraum erlebt hat, ziehen die beiden nun aus dem Nachbarhaus weit fort – in die USA, wo Eric an einem Weltraumprojekt mitarbeiten kann. Doch George bleibt nicht lange alleine zurück: Bald bittet ihn Annie dringend, zu ihr zu kommen. Tatsächlich gelingt es George mit einem kleinen Trick, seine Ferien bei Annie und Eric zu verbringen, wo er auch Emmett kennenlernt, ein junges Computergenie.

Annie glaubt, die Nachricht eines Außerirdischen empfangen zu haben, die die Kinder wieder in den Weltraum lockt. Doch der Supercomputer Cosmos, der ein Tor zum Weltraum öffnen könnte, ist beim letzten Abenteuer kaputtgegangen, ihre Raumanzüge hat Eric in der Weltraumorganisation unter Verschluss, und Emmett hängt wie eine Klette an ihnen … Wird es den Kindern trotzdem gelingen, dem Ruf aus dem All zu folgen?

Das erste gemeinsame Kinderbuch von Stephan Hawking, einem der brillantesten theoretischen Physiker unserer Zeit, und seiner Tochter Lucy, die als Journalistin und Autorin arbeitet, war eine spannende Geschichte für Kinder mit vielen zusätzlichen Fakten über Physik und Astronomie. Der zweite Band beginnt dagegen eher zäh – insbesondere das erste Drittel ließe sich deutlich zusammenstreichen.

Wie schon beim ersten Band, sind Sprache und Handlung sehr deutlich auf Kinder ausgerichtet; Erwachsene werden beispielsweise einen Supercomputer, der in einer Art Jugend-Jargon spricht, nicht unbedingt komisch finden. Auch das Ende des Buches und seine Botschaft sind eher für kleinere Kinder geeignet. Positiv hervorzuheben sind die Extraseiten aus dem „Benutzerhandbuch für das Universum“, in denen mehrere bekannte Wissenschaftler verschiedene Themen kindgerecht und interessant erklären. Auch die Farbfotos zu den angesprochenen Planeten, Monden und anderen Objekten im Weltall sind interessant und immer passend zur Geschichte ausgewählt.

Ein streckenweise spannendes Buch für jüngere Kinder, das mit schönen Farbbildern und interessanten Sachbeiträgen das Interesse an Astronomie und Physik wecken kann, auch wenn der Handlung eine deutliche Straffung und der Verzicht auf allzu kindische Gags zugunsten einer detaillierteren Charakterzeichnung gutgetan hätten!

Copyright © 2010 by Andrea Tillmanns (AT)

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Die Vampirin – Lieber untot als langweilig

Erstellt von Werner Karl am 24. September 2010

Lewis Harris
Die Vampirin – Lieber untot als langweilig
Svetlana Grimm 1

A Taste for Red, USA, 2009
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 06/2010
TB, Kinder-/Jugendbuch, Horror, Urban Fantasy
ISBN 978-3-570-30663-5
Aus dem Amerikanischen von Andreas Heckmann
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung einer Illustration von Iacopo Bruno
Autorenfoto von Lisa Gordon

www.cbt-jugendbuch.de
www.lewisharrisbooks.com/
www.hildendesign.de

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Stephanie Grimm weiß genau, dass sie keine Stephanie ist wie ihre Großmutter väterlicherseits, sondern dass ihr wirklicher Name Svetlana lautet. Auch ist sie kein richtiger Mensch, denn diese können keine Gedanken lesen und manipulieren, haben in der Nacht keine überlegenen Sinne, sie sind nicht auf rote Nahrungsmittel angewiesen und schlafen auch nicht unter dem Bett. Durst auf Blut und Angst vor der Sonne kennt sie allerdings nicht. Svetlana ist nicht sonderlich begeistert, als sie mit ihren Eltern von Texas nach Kalifornien ziehen und in dem Städtchen Sunny Hill die Schule besuchen muss, nachdem sie zuvor von ihrer Mutter unterrichtet wurde. Der erste Schultag verläuft nicht gerade toll. In Geschichte und Biologie hat Svetlana zwei besonders grässliche Lehrer, und die Mitschüler sind aufdringlich bis total nervig.

Dennoch freundet sie sich mit Dwight Foote und Fumio Chen, die sich von Svetlanas schroffer Art nicht abschrecken lassen, an. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Svetlana muss feststellen, dass sie nicht der einzige Vampir weit und breit ist, allerdings scheint Miss Larch, die Biologielehrerin, ihr keinerlei Sympathien entgegenzubringen und lässt sie das deutlich spüren. Dann verschwinden drei Schülerinnen spurlos, genauso wie Miss Larchs Vorgänger. Antworten bekommt Svetlana von Lenora Bones, der alten Nachbarin der Grimms, doch was sie erfährt und was von ihr erwartet wird, gefällt ihr überhaupt nicht …

„Die Vampirin“ ist der erste Roman von Lewis Harris. Er greift ein derzeit sehr beliebtes Thema – die Vampire – auf und setzt es altersgerecht und mit viel Humor um, wenngleich es stellenweise recht hart zugeht. Allerdings kennt man diesen Mix aus Comedy, Action und Horror aus „Buffy“ und vergleichbaren Serien – und hier wurde er für eine etwas jüngere Klientel ab 11 Jahre aufbereitet. Die Parallelen sind unverkennbar: Während Buffy in Sunnydale Vampire jagt, bekommt es Svetlana in Sunny Hill mit Blutsaugern zu tun. Beide Mädchen gehen noch zur Schule und finden sowohl einen Mentor bzw. eine Mentorin als auch einige Helfer. Die eine ist ‚die Jägerin„, und die andere wird mit ähnlicher Funktion Mitglied des ‚Roten Zirkels„.

Svetlanas Sprüche sind nicht ganz so schnoddrig wie die von Buffy, aber auch sie spart nicht mit sarkastischen Kommentaren, ihr Umfeld betreffend. Lewis Harris kommt schnell und geradlinig zur Sache, um sein junges Publikum nicht durch unnötige Details oder Abschweifen zu langweilen. Dennoch bietet die Handlung genug Stoff und die eine oder andere überraschende Wendung, um die Zielgruppe zu fesseln und auch ältere Leser gut zu unterhalten. Die Charaktere sind sympathisch und haben ihre Macken oder verkörpern das Böse, so dass man ihnen das Schicksal gönnt, das ihnen der Rote Zirkel zugedacht hat.

Vor allem junge Leserinnen dürften viel Spaß an „Die Vampirin“ haben, da Svetlana ein cooles Mädchen ist, mit dem man sich gern identifiziert. Sie ist jünger als Buffy, ihre Gegenspieler und auch die Missionen des Roten Zirkels sind eine Nummer kleiner – und damit gerade richtig für die Elf- bis Fünfzehnjährigen. Der Band ist in sich abgeschlossen, legt jedoch den Grundstein für weitere Abenteuer, so dass man gespannt sein darf.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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Conni und der Dinoknochen

Erstellt von Werner Karl am 23. September 2010

Conni und der Dinoknochen

Hörspiel
Universal Music Group
Karussell
CD EAN 06025 270500 6
Gesamtspieldauer ca. 66 Minuten

www.karussell.de
www.conni-club.de

Titel erhältlich bei amazon

Mit Conni und der Dinoknochen präsentiert uns Universal Music Family Entertainment / Karussel ein weiteres Hörspiel aus der beliebten Reihe rund um Conni, für kleine und große Leute ab 5 Jahren.

In dieser Geschichte machen Conni und ihre Familie einen Ausflug auf eine Baustelle. Connis kleiner Bruder Jakob ist total begeistert, denn er liebt alle Baumaschinen, die man auf so einer Baustelle finden kann. Conni ist gar nicht so glücklich über dieses Ausflugsziel, aber dann findet sie auf der Baustelle einen sonderbaren Knochen. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen versteinerten Dinosaurierknochen handelt und Frau Dr. Stern vom Naturkundemuseum sorgt dafür, dass die Baustelle genauer untersucht wird. Tatsächlich finden die Wissenschaftler dort weitere Knochen. Conni ist begeistert und darf die Ausgrabungsstelle noch einmal besichtigen.

Dabei nimmt sie ganz unbedacht einen kleinen Knochen für ihre Mutter mit. Eigentlich hat Conni das nicht böse gemeint, aber nach und nach wird ihr bewusst, dass sie einen Diebstahl begangen hat. Ihr schlechtes Gewissen wird noch größer als sie erfährt, dass gerade dieser Mittelfußknochen eines Dinosauriers nun als Teil des ganzen Dinosauriers fehlt. Wird es ihr gelingen den Knochen heimlich zurückzulegen oder hat sie sogar den Mut ihre Tat zu gestehen? Eine Entscheidung muss her.

Conni lernt hier als Vorbild für alle kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer, dass man für seine Taten geradezustehen hat und Verantwortung tragen muss. Die Gefühle, die das kleine Mädchen hier durchlebt sind charakteristisch für eine solche Situation und machen Conni einfach nur noch sympathischer. Sie ist ein Mensch mit Ecken und Kanten und macht Fehler, aber nur aus Fehlern kann man lernen und das auch nur dann, wenn man sie einsieht und die Konsequenzen aus seinem eigenen Handeln zieht.

Eine interessante Geschichte für mutige und ehrliche Kinder.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei amazon

zum zugehörigen Preisrätsel auf www.sfbasar.de

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Conni und das tanzende Pony

Erstellt von Werner Karl am 23. September 2010

Conni und das tanzende Pony

Hörspiel
Universal Music Group
Karussell
CD EAN 06025 273785 7
Gesamtspieldauer ca. 70 Minuten

www.karussell.de
www.conni-club.de

Titel erhältlich bei amazon

Conni und das tanzende Pony ist ein Hörspiel zum gleichnamigen Buch von Julia Boehme.

In dieser Geschichte rund um das beliebte Mädchen Conni, verbringen Conni und ihre Freundinnen Anna und Liska Ferien auf dem Ponyhof. Mit ihnen im Zimmer ist ein weiteres Mädchen untergebracht, das einen Ordnungstick zu haben scheint. Schnell klärt sich aber der Grund hierfür: Celina ist blind und kann sich nur orientieren, wenn sie nicht überall auf Stolperfallen in Form von herumliegenden Sachen oder offen stehenden Türen trifft. Auf jeden Fall aber ist Celina eine wirkliche Künstlerin auf dem Pony. Einen solchen Handstand auf dem Pony haben Conny und ihre Freundinnen zuvor noch nicht gesehen. Sie sind schon froh, wenn sie im Verlauf des gebuchten Voltigierkurses das Auf- und Abspringen sauber erlernen.

Wen wundert es da, dass die vier Mädchen schon bald nur noch zusammen unterwegs sind? Gemeinsam hecken sie Streiche aus, unter denen vor allem Lars und Moritz, zwei etwa gleichaltrige Jungen, zu leiden haben. Aber dann taucht ein Zirkusjunge auf dem Ponyhof auf und bittet darum sein Pony auf dem Hof aufzunehmen, weil der Zirkus das Pony aus Alters- und Kostengründen nicht mehr halten kann. Aber die Besitzerin des Ponyhofes, lehnt ab. Was soll nun werden? Da ist der Einfallsreichtum der Kinder gefragt und sie hecken einen grandiosen Plan aus.

Dieses Hörspiel wird vor allem kleine pferdebegeisterte Mädchen faszinieren. Dennoch geht es hier um mehr als nur Ponys und Pferde. Hier wird dem Zuhörer auch die Bedeutung von Freundschaft und Verantwortung näher gebracht.

Ein weiteres wundervolles Hörspiel aus der Reihe unsere Freundin Conni.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei amazon

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Die schlafende Stadt

Erstellt von Michael Drewniok am 22. September 2010

S. A. Steeman
Die schlafende Stadt

(sfbentry)
Originaltitel: Le mannequin assassiné (Paris : Collection Le Masque 1932)
Übersetzung: Friedrich Pütsch
Deutsche Erstausgabe (geb.): 1934 (Wilhelm Goldmann Verlag/Goldmanns Kriminal Romane)
209 S.
[keine ISBN]
Diese bisher letzte Neuausgabe: Oktober 1997 (Goldmann Verlag/Goldmann Krimi Nr. 31)
190 S.
ISBN-13: 978-3-442-00031-9

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Das geschieht:

Pech für Kriminalinspektor Aimé Malaise, dass er in den falschen Zug gestiegen ist, doch wirklich ärgerlich wird er, als er das Abteil  endlich verlassen kann und entdeckt, wo er gelandet ist: nicht in Brüssel, sondern in der winzigen, irgendwo in Flandern gelegenen Stadt Noirhat, die erst am nächsten Tag wieder vom einem Zug angefahren wird.

Wohl oder übel muss sich Malaise im einzigen Hotel des Ortes ein Zimmer nehmen. In der Nacht kann er nicht schlafen, schaut aus dem Fenster und beobachtet einen Mann, der ein seltsames Bündel auf die Eisenbahnschienen legt. Als der Inspektor am folgenden Tag abreisen will, findet er die Stadt in Aufregung: Dem Schneider wurde das Schaufenster eingeschlagen aber nur eine billige Kleiderpuppe gestohlen. Diese findet sich wenig später auf den Gleisen; sie trägt einen sorgfältig gearbeiteten Wachskopf, der in offensichtlicher Wut mit einem Dolch durchbohrt und zerfetzt wurde.

Malaise wird neugierig und beschließt zu bleiben. Wie er herausfindet, gehörte die Puppe ursprünglich der Familie Lecopte, deren Angehörige zu den prominentesten Bürgern der Stadt zählen. Im letzten Jahr wurde sie jedoch von einer doppelten Tragödie heimgesucht: Léon, der jüngste Sohn, starb plötzlich und mit nur 22 Jahren, die untröstliche Mutter folgte ihm binnen weniger Monate ins Grab. Die Familienmitglieder haben sich in ihrem großen Haus eingeschlossen und trauern.

Der Inspektor dringt zu ihnen vor und bringt in Erfahrung, dass der Wachskopf erwähnten Léon darstellte, der entweder einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zum Opfer fiel. Die exakte Ursache kann oder will man Malaise nicht nennen, was sein Misstrauen weckt. Hinter den Rätseln verbirgt sich ein düsteres Familiengeheimnis, das der Inspektor unbedingt lösen möchte. Doch die Lecoptes halten dicht, und erst der Tipp eines seltsamen Privatdetektivs ermöglicht es Malaise, das bizarre Werkzeug des Mörders zu finden und schließlich seine Identität aufzudecken …

Rätselkrimis sind ein Job für Profis

Was haben Landhaus, Schiff oder Insel gemeinsam? Sie bilden kleine, überschaubare Welten mit bekannten Bewohnern und sind abgeschottet von der Außenwelt. Das macht sie zu idealen Schauplätzen für den „Whodunit“-Krimi, der seine Spannung aus der Frage bezieht, wer die traditionell einleitende Übeltat beging. Natürlich ist die Liste der genretauglichen Orte noch ein wenig länger. Die Stadt am Ende der Welt gehört ebenfalls zu ihnen. S. A. Steeman investiert viel schriftstellerische Mühe in die Feststellung der Tatsache, dass Noirhat klein ist und so gut wie kein Kontakt zur übrigen Welt besteht. Wie ein verschlossener Kochtopf wirkt dieser Ort, und Steeman schürt kräftig das Feuer unter einem ungesühnten Verbrechen, bis eine Explosion den verlogenen Mikrokosmos einerseits zerstört und andererseits die längst überflüssige Frischluft einströmen lässt.

„Die schlafende Stadt“ belegt, dass der „Whodunit“ und seine Regeln nicht nur im angelsächsischen Sprachraum beliebt waren (und sind). Dass S. A. Steeman sie beherrscht, garantiert allerdings keinen Krimi, den seine Leser/innen „klassisch“ nennen würden. Zwar stimmen die Zutaten, und präsentiert werden sie mit der erforderlichen Prise übertreibender, fast übernatürlich wirkender Exotik: Ein realer Verbrecher würde seine Wut und seine Frustration sicherlich kaum so umständlich ausdrücken wie unser mysteriöser Mr. X., der u. a. eine Schneiderpuppe einsetzt, um auf ein vertuschtes Unrecht aufmerksam zu machen.

Die Ingredienzien werden falsch gemischt

Die Elemente eines spannenden Rätselkrimis sind also da. Leider wollen sie sich nicht zu einer spannenden Story fügen, die heute zusätzlich vom Faktor Nostalgie profitieren könnte. „Die schlafende Stadt“ erschien 1932 und wirkt heute – anders als die zeitgleichen „Whodunits“ von Agatha Christie, John D. Carr oder Dorothy Sayers – nur noch altmodisch. Das liegt nicht unbedingt am Plot, der zwar wenig originell wirkt, aber konsequent entwickelt wird und eine (unfreiwillig?) witzige Auflösung erfährt, sondern an der unsicheren Umsetzung.

„Die schlafende Stadt“ ist kein rundes, in sich ruhendes Werk, sondern weist viele Längen auf, stützt sich auf Klischees und legt ein schlechtes Timing an den Tag. Steeman hat weder seinen Schauplatz noch seine Figuren (s. u.) im Griff. Noirhat bleibt auf den Bahnhof, das Haus der Lecoptes und das Wirtshaus beschränkt. Malaises Ermittlungen wirken wenig planvoll, und als Leser fragt man sich, wieso erst er kommen musste, der einen Sinn in den bizarren Aktivitäten findet, die eher schlecht als recht ein ungesühntes Verbrechen begleiten und mit denen der Verursacher wartete, bis der Zufall einen Polizisten in die Stadt brachte.

Zu plötzlich: ein neuer Ermittler

Allerdings ist es ja gar nicht Malaise, der das Rätsel löst. Kurz vor dem Finale reist er nach Brüssel zurück und konsultiert den berühmten Detektiv Annibal Haymabel, der wie eine arg übertriebene Karikatur von Sherlock Holmes oder Hercule Poirot wirkt. Haymabel findet die Lösung, ohne seine gute Stube zu verlassen, und degradiert Malaise zum ausführenden Arm des Gesetzes, als dieser nach Noirhat zurückkehrt und dort zur „Whodunit“-üblichen Runde aller Verdächtigen einlädt, denen er die belastenden Fakten vorhält und dem Leser die Gelegenheit bietet, eigene Ermittlungen mit denen des Inspektors zu vergleichen.

Womöglich tut man Steeman jedoch Unrecht. „Die schlafende Stadt“ leidet sehr unter der deutschen Übersetzung. Die ist mehr als sieben Jahrzehnte alt und dürfte schon zu ihrer Entstehungszeit nicht als Glanzleistung gegolten haben. Heute wirkt sie jedenfalls nur noch steif, altmodisch im negativen Sinn und anstrengend zu lesen. Von einer neuen und zeitgemäßen Übersetzung könnte womöglich auch Steeman profitieren.

Ein hemdsärmeliger Ermittler u. a. seltsame Zeitgenossen

Freilich muss man sich vor Augen führen, dass Stanislas-André Steeman nicht zur Oberliga des Krimi-Genres gehört. Er war ein „professional writer“, der mit dem Finger am Puls seiner Zeit gut verkäufliche Unterhaltungsliteratur produzierte. In „Die schlafende Stadt“ fehlen jene Elemente, die einen Durchschnittskrimi zum zeitlosen Lesevergnügen reifen lassen.

Inspektor Malaise, die Hauptfigur, ist ein schlecht gezeichneter Charakter. Als Steeman sein Buch schrieb, war er nicht einmal 25 Jahre alt. Trotzdem versuchte er sich an einer Figur, die ein älterer, erfahrener und vom Leben ein wenig angeschlagener Mann sein sollte. Damit war der Verfasser offenkundig überfordert. Malaise wirkt unfreiwillig unausgeglichen. Er steigt aus dem Zug und entfesselt eine Ermittlung dort, wo er definitiv keine Befugnisse besitzt. Nachdenklich und geistesstark möchte Steeman ihn wirken lassen. Tatsächlich agiert Malaise sehr intuitiv oder sogar impulsiv. Wenn Steeman seine kriminalistische Kompetenz betonen möchte, lässt er ihn seine Pfeife schmauchen – ein künstlich aufgeprägtes Symbol für Abgeklärtheit. Der sprechende Name („malaise“ = Unbehagen) wirkt zusätzlich dick aufgetragen.

Sicherlich unfreiwillig ist Steeman mit Malaise trotzdem ein interessanter weil zwielichtiger Charakter gelungen. Der Inspektor ist kein raffinierter Kriminalist, sondern ein Praktiker. Verdächtige werden weniger befragt als bedroht und ausgequetscht. Sehr aufschlussreich wirkt Malaises grobes und aus heutiger Sicht strafbares ‚Verhör‘ des Altwarenhändlers Hammerer, der – ohne es auszusprechen – als ‚typischer‘ jüdischer Hökerer charakterisiert oder besser denunziert wird. Aber für den Inspektor zählt nur das Ergebnis, die Aufklärung eines Falls. Der Zweck heiligt die Mittel. So hat er kein Problem damit, die Mitglieder des Lecopte-Haushalts gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen. Es gilt einen Mörder zu fassen, weshalb sich nach Steeman Skrupel erübrigen.

Klischees prägen die Darstellungen der diversen Lecoptes. Sie wirken wie Darsteller in einem Theaterstück, legen hemmungslos überzeichnete Charaktereigenschaften an den Tag und zeugen damit wiederum von Steemans Unvermögen, dreidimensionale i. S. lebensechter Figuren zu schaffen. Mit Annibal Haymabel setzt er dem wie bereits erwähnt unrühmlich die Krone auf.

Der Film zum Roman

„Le manneqin assassiné“ (flämischer Titel: „Vermoorde mannequin“) wurde 1947 von Regisseur Pierre de Hérain verfilmt. Das Werk gehört nicht zu den Großtaten des französischen Kinos, bietet aber nach Meinung der Kritik solide Unterhaltung – und es zeigt S. A. Steeman, den Verfasser der Romanvorlage, in der kleinen Rolle eines Doktors. Jean-Louis Colmant drehte 1970 ein Remake von „Le manneqin assassiné“ für das belgische Fernsehen.

Autor

Stanislas-André Steeman wurde 1908 im belgischen Liège geboren. Ab 1924 arbeitete er als Journalist und ab 1929 als Schriftsteller. Schon 1931 wurde Steeman für „Six hommes morts“ mit einem „Grand Prix du roman d’aventures“ ausgezeichnet.

In den nächsten Jahrzehnten legte Steeman regelmäßig neue Romane vor. Als Autor versuchte er sich mit Erfolg auch im Filmgeschäft, verfasste eigene Drehbücher oder bearbeitete fremde Skripte. Er blieb bis zu seinem frühen Tod gut im Geschäft. S. A. Steeman starb 1970 an einer Krebserkrankung. Während seine Werke in Deutschland heute weitgehend vergessen sind, gehört Steeman im französischsprachigen Raum zu den verehrten Klassikern der Unterhaltungsliteratur. Wer dieser Sprache mächtig ist, findet reiche Hintergrundinformationen sowie weiterführende Links auf dieser Website.

[md]

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