Month – April 2017

Einfach frisch kochen

Einfach frisch kochen – diese auf den ersten Eindruck optisch sehr ansprechende Kochbuch hat mich angesprochen, da mir die Komponenten im Titel sehr gut gefallen: Einfach – das gefällt mir gut, denn kompliziertes Kochen ist nicht unbedingt notwendig, frisch – das sollte es am besten immer sein und kochen erklärt sich von selbst!
Nach einer umfassenden Einleitung, in der Nils Egtermeyer seine Prinzipien zum Kochen erläutert (Weniger ist mehr, Tipps zu einem guten Olivenöl oder selbst gemischten Gewürzen) widmet er sich ganz seinen Rezepten, die er in 6 Kategorien einteilt. Das finde ich sehr angenehm, lange Registereinteilungen überfordern mich schon mal in den Kochbüchern!

Rückkehr ins Haus Usher

Ausgerechnet die Nachfahren des im Wahnsinn geendeten Roderick Usher führen ein übel beleumundetes Sanatorium, das ins Visier gieriger Finanzhaie gerät, wie der Amateur-Detektiv John Poe herausfindet, ohne den neuerlichen Untergang des Hauses Usher verhindern zu können … – Ein marginal talentierter Neu-Autor nutzt seine (entfernte) Verwandtschaft zum berühmten Schriftsteller Edgar Allan Poe, um sich an dessen Werk zu vergreifen: zumindest aufgrund der Dreistigkeit des Versuchs und seines Scheiterns interessantes (Mach-) Werk.

Guck mal, wie die gucken

Ein Besuch im Zoo! Und wo ist es sicher am Interessantesten? Genau – bei den Affen! Sie tollen herum, fressen, schlafen oder ziehen Grimassen! Und die Kinder würden gerne wissen, was die Affen gerade über sie denken. Der Vater meint dazu:“Wahrscheinlich halten sie uns für ziemlich affig!“ Und hat mit diesem Spruch gar nicht mal so unrecht … denn dann schwenkt die Geschichte ins Affengehege und gibt preis, was den Affen gerade in den Kopf kommt. Welche Faxen die Menschen machen, dass sie kaum mehr Haare auf dem Kopf oder einen dicken Bauch haben. Zudem freuen sie sich, dass die komischen Menschen zum Glück hinter den Gittern sind. Aber auch, dass am nächsten Tag wieder neue Menschen kommen …

K-19 und die Geschichte der russischen Atom-U-Boote

Ausgehend vom Atom-Unfall an Bord der K-19 im Jahre 1961 rekonstruiert der Verfasser die desasterreiche Geschichte der sowjetischen U-Boot-Marine, die überhastet konstruierte und schlecht gebaute Unterseeboote in den Kalten Krieg mit den USA warf und dabei skrupellos Menschenleben aufs Spiel setzte. Das lesenswerte, gut recherchierte und spannend geschriebene Sachbuch beschränkt sich nicht auf die Nacherzählung diverser Katastrophen, sondern bettet einzelne Ereignisse in den historischen Kontext ein und beschreibt auch das ‚Erbe‘, das die UdSSR der Welt in Gestalt radioaktiv verseuchter Meere und Häfen hinterließ.

Was alles war

Susa ist eine erwachsene junge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Meeresbiologin um genau zu sein. Ihre Forschungen betreibt sie sehr engagiert. Susa ist in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Sie liebt ihre Eltern, doch sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde. Dann tritt eine weitere Person in Susas Leben, ihre leibliche Mutter Viola. Bereits beim ersten Kennenlernen stellt Susa fest, dass ihre leibliche Mutter eine sehr auf sich selbst bezogene und freiheitsliebende Person ist. Sie hat insgesamt vier Kinder zur Welt gebracht und das einfach nur, weil sie es so schön fand schwanger zu sein.

Das Scherbenhaus

Ein beschauliches und gemütliches Häuschen in Stade, ein Job als Köchin im gut gehenden Restaurant des Schwagers: Carla Brendel könnte mit ihrem Leben zufrieden sein, wären da nicht diese Briefe von einem Unbekannten, die sie in Angst versetzen. Sie fühlt sich unsicher. Zudem scheint es ihrer Halbschwester Ellen, eine erfolgreiche und unnahbare Architektin, nicht gut zu gehen. Sie lädt Carla nach Berlin ein, um ihr etwas mitzuteilen. Doch dazu kommt es nicht mehr; Ellen verschwindet während ihres Treffens spurlos und wird tot aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord?

Die Medusa-Chroniken

Ein zum Cyborg ‚umgestalteter‘ und unsterblicher Astronaut wird Zeuge eines Jahrtausends zukünftiger Geschichte als Triumphzug spektakulärer astronomischer Entdeckungen aber auch eines Krieges zwischen Menschen und intelligent gewordenen Robotern … – Mit der Novelle von Arthur C. Clarke und diesem SF-Garn gibt es keine echte inhaltliche Verknüpfung. Stattdessen spinnt das Autoren-Duo routiniert aber unterhaltsam eine eigene Story, die episodisch eine Zukunft beleuchtet, in der – in diesem Punkt sehr realistisch – die Menschheit höchstens naturwissenschaftlich und technisch dazulernt: Lesefutter.

Sketching People – Über 90 Inspirationen zum Zeichnen und Skizzieren von Menschen

Das vorliegende von Helen Birch zusammengestellte Zeichenbuch – Sketching People – bietet in mehr als 90 Zeichnungen und Skizzen jede Menge Inspirationsmaterial für eigene Zeichnungen. Die Beispiele stammen von vielen verschiedenen Künstlern, wodurch von vorne herein eine sehr große Variationsbreite geboten wird, was Materialien, Werkzeuge, Techniken, aber auch Situationen und persönliche Blickwinkel angeht. Dadurch wiederum werden ganz verschiedene Wirkungen erzielt.

The Ark – Die letzte Reise der Menschheit

Ein Riesen-Raumschiff von der Erde als zukünftige Arche erreicht nach jahrhundertelanger Reise ihr fernes Planeten-Ziel. Die Vorbereitungen zur Landung werden von einem mysteriösen Mord u. a. Verbrechen überschattet, die den ermittelnden Bord-Polizisten Benson auf die Spur einer Verschwörung bringen, die der Expedition ein katastrophales Scheitern bringen könnte … – Tomlinson gelingt in seinem Buch eine extrem spannende Mischung aus Kriminalroman, Science Fiction und Gesellschaftsroman. Zwar ist die Geschichte nicht auf jeder Seite packend, unterhält jedoch auf etwas mehr als 400 Seiten durchaus beachtlich.

Anhalten!

Ein Handelsvertreter wurde offensichtlich von einem Anhalter umgebracht. Viele Spuren enden in Sackgassen, bis ein junger Polizeibeamter die widersprüchlichen Indizien zu einem überraschenden Ergebnis bündeln kann … – Früher Krimi des Subgenres „police procedural“. Der nüchtern und spannend geschilderten Ermittlung schadet ein simpel-konservatives Weltbild, das jegliches Abweichen von der gesellschaftlichen Norm zum Schritt ins Verderben stilisiert: trotzdem lesenswert.