Date – 16. Juli 2017

Das Gesetz des Sterbens

Im schottischen Edinburgh versucht die Polizei eine Reihe mysteriöser Rache-Morde zu klären sowie einem Gangsterboss aus Glasgow das Handwerk zu legen, bevor ein leichenreicher Unterweltkrieg ausbricht … – Obwohl inzwischen pensioniert, mischt sich John Rebus in seinem 20. Fall mit der üblichen Freude am autoritätsfeindlichen Intrigenspiel in einen spannend-verzwickten Fall ein: erneut ein unterhaltungsstarker, dem Krimi stets den Vorrang vor dem ‚Zwischenmenschlichen‘ gebender Thriller.

Methodisch korrektes Biertrinken – Radioaktiver Bierschaum, leuchtende Gurken und eine Rakete mit Schnapsantrieb

Der erste Gedanke, den ich beim Betrachten des Covers von Methodisch korrektes Biertrinken hatte, war, dass genau das in den Vordergrund gestellt wurde, was einen typischen Physiker ausmacht: der Spaß am Experimentieren (auch wenn der angekokelte Daumen vielleicht nicht geplant war), die Formel (selbst die gewieftesten kommen nicht darum herum) und das Bier. Neben den abgebildeten Atomen ist insbesondere das Bier allgegenwärtig, einerseits als offensichtlich wichtiger Bestandteil des Nahrungsspektrums (das kenne ich aus eigener Erfahrung), andererseits als Möglichkeit, die oft staubige Formelwüste erträglicher zu gestalten (siehe Formel auf dem Cover). Zumindest auf den ersten Blick scheint sich also ein fröhliches und recht feuchtes Lesevergnügen anzubahnen – wenn da nicht die Physik mit ihrer Exaktheit und ihren Ruf, Spaß abweisend zu sein, wie ein Damoklesschwert über jeder Art Lektüre dieser Art hängen würde.