Search Results for – "gunther barnewald"

Blade Runner

Kopfgeldjäger Deckard sucht und eliminiert Androiden, die sich widerrechtlich auf einer Erde verstecken, die der Mensch zugrunde gerichtet hat. Dabei entdeckt er eine ‚parallele‘ Welt, die womöglich die eigentliche Realität darstellt … – Spätestens seit und wegen der grandiosen Verfilmung (1982) gilt dieser Roman als Meisterwerk, obwohl Autor Dick sein typisches Thema – die Frage nach der ‚Realität der Realität‘ – durchspielt: Genau das gelingt ihm mit einer Meisterschaft, die auch heute fesselt, obwohl Dicks Blick in die ‚Zukunft‘ schon vor vielen Jahren entstand.

Söldnerehre

Deviana Morris hat ihr Gedächtnis verloren und erinnert sich nicht mehr an die Ereignisse der letzten Monate. Dies ist das große Manko dieser Fortsetzung, denn leider kommt die Handlung knapp 150 Seiten lang nicht von der Stelle. Erst nachdem Deviana ihre Erinnerungen zurückerhält, nimmt die Geschichte Fahrt auf, dann schaltet die Autorin irgendwann auch noch den Turbolader zu und die Action fliegt durch die Decke.

Basar der bösen Träume

Die vorliegende Taschenbuchausgabe enthält 19 Prosatexte des us-amerikanischen Autors und zwei Lyriktexte. Waren die Vorgängerbände mit Storys und Novellen Kings immer gespickt mit absoluten Highlights des Autors, so muss man bei der vorliegenden Ausgabe länger suchen, um wirklich überragende Texte zu finden. Positiv zu erwähnen bleibt aber auch, dass kaum wirklich mäßige oder schlechte Geschichten hier versammelt sind, denn immer wahrt der Autor ein gewisses Niveau und schreibt, wenn schon nicht originell, so doch zumindest packend und sehr unterhaltsam.

Der Raum

Datensachbearbeiter Tucker freut sich über seine neue, billige Wohnung in einem alten Hochhaus. Erst nach dem Einzug fallen ihm Ungereimheiten auf, die durch unheimliche Erfahrungen verstärkt werden: In diesem Haus geht es um! – Das Buch zweifellos über alle Maßen unterhaltsam, die Lektüre bereitet große Freude, und sogar der Ärger über die “Lovecraft-Klischees” kann nicht verhindern, dass der Leser das Ende der packenden Geschichte erfahren will.

The Ark – Die letzte Reise der Menschheit

Ein Riesen-Raumschiff von der Erde als zukünftige Arche erreicht nach jahrhundertelanger Reise ihr fernes Planeten-Ziel. Die Vorbereitungen zur Landung werden von einem mysteriösen Mord u. a. Verbrechen überschattet, die den ermittelnden Bord-Polizisten Benson auf die Spur einer Verschwörung bringen, die der Expedition ein katastrophales Scheitern bringen könnte … – Tomlinson gelingt in seinem Buch eine extrem spannende Mischung aus Kriminalroman, Science Fiction und Gesellschaftsroman. Zwar ist die Geschichte nicht auf jeder Seite packend, unterhält jedoch auf etwas mehr als 400 Seiten durchaus beachtlich.

Licht

Wie schon in ihrer tollen Novelle ”Brandwache” und den beiden ebenfalls voluminösen Romanen The Doomsday Book (dt. Die Jahre des Schwarzen Todes) und To say nothing of the Dog (or how we found the Bishop´s Bird Stump at last), (dt. Die Farben der Zeit (oder ganz zu schweigen von dem Hunde und wie wir des Bischofs Vogeltränke schließlich doch noch fanden)) reisen erneut Historiker unter der Leitung von Mr. Dunworthy (der aber zunächst nicht mit reist) vom Oxford der Mitte des 21. Jahrhunderts aus in die Vergangenheit, diesmal ins Jahr 1940, um den 2. Weltkrieg und seine Auswirkungen in England zu studieren.

Sherlock Holmes und die Farben des Verbrechens

Krohn, wegen seines leichten und phasenweise poetischen Stils manchmal an Ray Bradbury erinnernd, legt mit dem vorliegenden Band (der nur über den Verlag als gedruckte Version für 12,95 zu beziehen ist, ansonsten als E-Book oder Hörbuch angeboten wird) vier wunderbar authentisch wirkende Sherlock Holmes Geschichten vor, die vor allem jene Zeit beleuchten sollen, in welcher der berühmte Detektiv tot gewähnt worden war, nachdem er mit seinem Erzfeind Moriarty den Reichenbach-Wasserfall heruntergestürzt war. Wie Kenner wissen, entschloss sich der überdrüssige Autor Arthur Conan Doyle damals, seinen Helden sterben zu lassen, knickte aber nach vehementen Leserprotesten wieder ein und belebte die literarische Figur nach einiger Zeit neu und ließ Holmes wieder auferstehen.

Dark Side

In diesem hochaktuellen Buch, erst 2016 im Original veröffentlicht, begegnet er dem Leser erneut, jener menschliche Alptraum, der narzisstische, in Teilen antisoziale Mogul und Multimilliardär, der sich die Welt macht wie sie ihm gefällt und dabei problemlos über Leichen geht, auch über die von Menschen, die ihm scheinbar nahe stehen. Im vorliegenden Buch heißt er Fletcher Brass und ist bekannt für seine markigen Sprüche, welche man zu einem eigenständigen Kodex des (antisozialen) Handelns zusammengefasst hat.

Die Zeitmaschine

Ende des 19. Jahrhunderts unternimmt der „Zeitreisende“ – ein nicht namentlich genannter Erfinder – einen Ausflug in das Jahr 802.701, wo er zwei verschiedene Menschenrassen antrifft: die scheinbar sorgenfrei und glücklich an der Erdoberfläche lebenden Eloi und die unterirdischen Morlocks. Erst mit der Zeit findet er heraus, dass zwischen den Eloi und den Morlocks ein Anhängigkeitsverhältnis besteht, das seine schlimmsten Befürchtungen übertrifft! Nach einem Abstecher in die ferne Zukunft, wo über der stillstehenden Erde ein riesiger roter Feuerball lodert, kehrt er in die Gegenwart zurück. Da ihm jedoch niemand Glauben schenken will, begibt er sich erneut auf die Reise …

Der Krieg der Welten

Marsianische Invasoren überfallen mit überlegener Technik die Erde, vernichten menschliche Bauwerke, Technik (z. B. Kriegsschiffe; wen hätte das Schicksal der tapfer kämpfenden “Thunderchild”; dt. “Donnerkind”, nicht zu Tränen gerührt) und Menschen mit ihrem Hitzestrahl, bis für die unterlegene Menschheit kaum noch eine Chance des menschenwürdigen Überlebens besteht. Wells wollte seinen britischen Landsleuten, den größten Kolonialherren der damaligen (1897) Zeit, drastisch vor Augen führen, wie man sich als brutal Kolonisierter wohl fühlt, wenn es nicht um Gerechtigkeit und Anständigkeit, sondern nur um die Überlegenheit der Waffen geht und einem die Freiheit genommen wird durch Macht und Brutalität.