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Die vielen Leben des Harry August

Man stelle sich vor, dass es vereinzelt Menschen wie Harry August gibt, die ihr Leben leben, sterben und dann wieder in ihrem eigenen Körper zur Welt kommen, allerdings so, dass sie ab einem Alter von etwa drei Jahre auf die Erinnerungen ihres Vorlebens zurückgreifen können. Und das immer und immer wieder. Im Detail gar nicht so einfach, daraus Nutzen zu ziehen. Man weiß wohl so ungefähr, dass dieses und jenes geschehen ist, aber wann ist z. B. dieser Krieg ausgebrochen, wann genau wurde dies oder jenes erfunden, welche Aktien wurden wann erfolgreich …

Im Bann des Greifen – Gryphony 1

Ein geheimnisvoller Ring führt Melody zu einem Steinkreis aus uralter Zeit. Hier findet sie einen seltsam geformten Stein – der sich als Ei eines Greifen entpuppt. Schon bald schlüpft Agravain, halb Löwe, halb Adler. Das Wundertier wächst nicht nur rasend schnell, es kann auch in Gedanken mit Melody sprechen. Doch leider haben sich finstere Gestalten an Agravains Klauen geheftet. Und die werden bald auch für Melody zur Gefahr. – Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift „Moviestar“.Helge Vogt, Jg. 976, arbeitet als Illustrator und Comiczeichner für zahlreiche Verlage, unter anderem Disney, Le Lombard und Carlsen. Er lebt in Berlin.

Getrickst – Die Chronik des eisernen Druiden 4

Atticus O’Sullivan steht auf der Abschussliste sämtlicher Donnergötter. Um ihrer Rache zu entkommen, lässt sich der Druide auf einen Deal mit Coyote ein, dem Trickstergott der Navajo. Als Gegenleistung erwartet dieser auch bloß einen klitzekleinen Gefallen – Ehrenwort. Coyote hilft Atticus, den eigenen Tod vorzutäuschen und danach unter zutauchen. Es dauert nicht lange, bis Atticus begreift, dass der trickreiche Gott ihn übers Ohr gehauen hat. Statt mit seiner Auszubildenden Granuaile und seinem Hund Oberon die neugewonnene Freiheit genießen zu können, ist er nun dazu verdammt, blutrünstige Gestaltwandler in Colorado zu bekämpfen …

Eine Leiche wirbelt Staub auf

Der Kanadier Alan Bradley zog sich erst sehr spät aus dem aktiven Berufsleben – zuletzt als Direktor für Fernsehtechnik – zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Ein Glück für die Leser, weil in den zwischenzeitlich vergangenen Jahren bereits sieben Romane um die kindliche Detektivin Flavia de Luce erscheinen konnten, die das Herz der Leserschaft mit jedem Band neu erobert. Flavia de Luce wächst auf ihrem Familiensitz, einem einsam gelegenen Landgut in England auf. Ihre Freiheiten nutzt sie, um sich aus dem Nachlass eines Onkels in Chemie, Spezialgebiet Gifte, zu bilden …

Die letzte Drachentöterin

Kultautor Jasper Fforde hat mit „Die letzte Drachentöterin“ sein erstes Jugendbuch geschrieben. Der eigenwillige Stil des Autors macht auch das Lesen dieses Buchs zu einem besonderen Vergnügen. Die Handlung ist allerdings eher einfach gestrickt und auch nicht besonders komplex. In der Welt, die Fforde beschreibt, führt Zauberei nur noch ein Schattendasein, weil die Magie langsam aber sicher ihre Macht verliert. Auch die wenigen Zauberer, die noch über die Vermittlungsagentur ‚Kazam‘ ab und zu einen Job, meist im Haushaltsbereich, finden, fristen ein eher heruntergekommenes Leben. Normalerweise gehört Fantasy mit so starken Bezügen zur Real-Welt nicht unbedingt zu jedermanns Lieblingslektüre – hier funktioniert bis auf das etwas kurz und abrupt geratene Ende, das viele offene Fragen hinterlässt, eigentlich trotzdem alles ganz gut, sodass ein insgesamt lesenswerter Roman zu konstatieren ist.

Dorf der Idioten

Eine ganz besondere Empfehlung wert ist der Roman „Dorf der Idioten“ der jungen französischen Autorin Max Monnehay. Der Roman ist schlichtweg eine kleine literarische Sensation. Die Autorin schreibt aus der Sicht von gesellschaftlichen Außenseitern, die es – und da ist was dran – wohl in jedem Dorf gibt. Geduldete Gestalten, die am Rand der Gesellschaft ein erbärmliches Leben führen, bestenfalls mitleidig von oben herab behandelt, schlimmstenfalls als Dorfidiot gepeinigt. Im Dorf der Idioten lebt jeder wie er mag. Fast schon ein kleines Paradies. Kein Wunder, dass plötzlich auch ‚Normale‘ Lust bekommen, da zu wohnen. Rein dürfen aber nur Leute mit entsprechenden Macken, die auch ‚geprüft‘ werden.

Blutring

Gerd Ruebenstrunk ist bisher vor allem als Autor der Geschichten um „Arthur und die Vergessenen Bücher“ in Erscheinung getreten. Bei Planet! – früher Planet Girl; das neue Label soll jetzt beide Geschlechter ansprechen – ist jetzt sein Titel „Blutring“ erschienen. Klappentext und Werbung klingen sehr interessant. „Der Blutring des Tamerlan“ – wir denken dabei natürlich an Dschingis Khan – soll seinem Träger übernatürliche Macht verleihen. Durch Zigeuner ist der Ring nach Spanien gekommen und wird dort von einer Wächterfamilie seit Jahrhunderten gehütet. Ausgefüllt wird die Handlung durch die Abenteuer zweier Jungen und eines Mädchens, die sich auf die Suche machen und dabei einige merkwürdige, teilweise auch gefährliche Begegnungen haben …

Wo immer du bist

Was kann einen dazu bewegen, ausgerechnet dieses Buch aus einem Riesenstapel ungelesener Bücher ‚anzupacken‘? – Das Titelbild, nicht besonders ansprechend, ein Mädchen unter Wasser, das anscheinend zu ertrinken droht, war es sicher nicht. Der Name der Autorin, Cylin Busby? Hm, nie gehört? Der Klappentext berichtet zu ihr, dass sie Lektorin für Kinderbücher und Redakteurin für ein Jugendmagazin war, bevor sie zu schreiben anfing und dass „Wo immer du bist“ ihr erster Roman sei, der auf Deutsch erschienen ist. Und das sie dazu inspiriert wurde, weil ihr Vater eine Nahtoderfahrung hatte …

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte

Peter Heller ist, auch wenn der Name etwas anderes suggeriert, ein amerikanischer Autor. Das merkt man seinem Roman „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ auch deutlich an, da er einiges an amerikanischer Mentalität oder das, was viele Menschen auf der Welt – zugegebenermaßen nicht ganz frei von Vorurteilen – dafür halten, darstellt. Ein übersteigertes Revierschutzverhalten natürlich in Verbindung mit einer mit Selbstschutz begründeten Waffennarretei, dazu Fremdenfeindlichkeit, Egoismus und Habsucht ergeben eine Mischung, die fast zwangsläufig in barbarischer Brutalität und Gewaltorgien mündet …

Das Amulett der Ewigkeit

Björn Springorum und Susanne Glanzner haben mit „Das Amulett der Ewigkeit“ eine schöne romantische Geschichte geschaffen, die gleichwohl in der Literatur – sogar im gleichen Verlagsverbund – Vorläufer hat. Die Idee an sich ist sehr ansprechend: Zwei junge Menschen tauschen über eine magische Verbindung Briefe über eine Zeit von mehr als 150 Jahren miteinander aus und verlieben sich dadurch ineinander. Diese Botschaften und die daraus resultierende immer stärkere Verbundenheit von Christopher, der im Jahr 1851 lebt und Christine, die 2014 zu Hause ist, sind auch die tragende Säule des Romans und werden in den Reihen der Romantiker sicher begeisterte Freunde finden.