2017 – Häusermeer 2017 Michael Wolf – Architektur-Kalender

Häusermeer 2017
Michael Wolf
Architektur-Kalender

DuMont Kalenderverlag
ISBN 978-3-8320-3601-0
Kunstkalender
Erschienen 18.05.2016
1 Foliendeckblatt, 12 Kalenderblätter
Spiralbindung mit stabilem Aufhänger
Maße: 49,5 x 68,5 cm, Hochformat

www.dumontkalender.de

www.photomichaelwolf.com

haeusermeer-cover

Zum Fotograph:

Michael Wolf wuchs in Kalifornien auf, studierte in Berkeley und an der Folkwang-Hochschule in Essen. 1994 ging er für den Stern als Fotoreporter nach Hongkong. Wolf lebte zehn Jahre in China. Seit einigen Jahren lebt er mit seiner Familie in Paris. Er arbeitet als freier Fotograf.

Seine Installation The Real Toy Story war schon in Hongkong, Chicago und im Hamburger Museum der Arbeit zu sehen. 2005 erhielt er den World Press Photo Award in der Kategorie Contemporary Issues Stories. Nach seiner Reihe von U-Bahn-und Hochhaus-Bildern aus Tokio und Hongkong veröffentlichte er 2011 seine von Google Street View abfotografierten, stark vergrößerten Bildausschnitte von Zufallsfunden. Für seine Serie von zufälligen Ereignissen auf Google-Street-View-Bildern erhielt er 2011 beim World Press Photo Award eine ehrenvolle Erwähnung.

 

Zum Kalender:

“Häusermeer“ ist eine interessante Mischung aus zwölf ausdrucksstarken Häuserfassaden von Hochhäusern aus der Großstadt Hongkong unterschiedlicher Nutzung. Meist Wolkenkratzer, die Büro aber auch Wohnen beinhalten zieren die einzelnen Monate. Die bunte, stylische aber auch teilweise glatte und gewöhnliche Architektur bedrückt und begeistert zugleich – die Urbanität und Enge wird jeden Monat neu in Szene gesetzt. Gleichförmigkeit, lineare Gliederungen und doch einzelne Details, die jedes Gebäude etwas anders präsentieren, hat der Fotograph mit geschultem Auge eingefangen.

 

Mein Fazit:

Dieser Kalender gefällt mir sehr gut, da in dieser Fotografie der Architektur bewusst die Verdichtung einer Großmetropole, die Monotonie und die Gewaltigkeit der Gebäude einen beengten Raum findet.

Die Bauwerke nehmen das komplette Kalenderbild ein, das schlichte Kalendarium rückt in den Hintergrund. Die Gebäude “erschlagen“ den Betrachter förmlich. Doch nicht nur das Arbeiten in einer solchen Höhe wird hier festgehalten, auch Wohnen im  40. Stock neben einem Gebäude mit “nur sechs“ Etagen scheint normal. Der Unterschied zwischen Bürogebäuden und Wohnhochhäusern ist unter anderem auch daran zu erkennen, dass die Bewohner aufgrund von Platzmangel ihre Wäsche nach außen hängen. Einige Bilder vermitteln daher schon den Eindruck eines Slums in vertikaler Ausdehnung. Aufnahmen aus den Abendstunden lassen die Gebäude im Gegensatz dazu mit ihrer Beleuchtung fast heimelig aussehen. Ich könnte mir nicht vorstellen, in einer solchen Ansammlung von “Skyscrapern“ zu arbeiten oder gar zu wohnen, aber als Betrachter finde ich die Aufnahmen für das, was sie ausdrücken sollen sehr gelungen

Ein architektonischer Kunstkalender der besonderen Art, der sich mit Verdichtungen im urbanen Raum beschäftig und dieses wunderbar umsetzt.

 

Auf der Internetseite von Michael Wolf findet man auch weitere interessante Arbeiten des präzisen Fotographen, der auch in anderen Bereichen die wesentlichen Dinge genau einfängt.

Copyright © 2016 by Sandra Stockem

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