Apollo

Jack McDevitt
Apollo

Originaltitel: Coming Home (2014).
Aus dem Amerikanischen von Frauke Meier.
Köln: Bastei Verlag 2016.
Bastei Lübbe Taschenbuch 20827.
479 Seiten. 9,99 Euro.
Titelillustration: Arndt Drechsler, Regensburg.
ISBN 9783404208272

Apollo

Diesmal wird Chase Kolpath, die Ich-Erzählerin und Assistentin des Antiquitätenhändlers Alex Benedict, von einer Frau kontaktiert, die im Nachlass ihres Onkels, eines Archäologen, einen antiken Transmitter gefunden hat, der eigentlich als verschollen galt. Das Gerät aus dem Jahre 2711 nach christlicher Zeitrechnung ist über 7000 Jahre alt und gilt als einer der ersten überlichtschnellen Nachrichtenübermittler, den die Menschen erfunden hatten.

Zudem stammt der Nachlass aus einem verschollenen Museumsbesitz, zu dem auch die ersten Raumfahrtgegenstände gehörten, welche die Menschheit überhaupt hervorbrachte, nämlich NASA-Utensilien der Apollo-Missionen, der Mondlandung, der ersten Marsexpedition usw.

Leider stoßen Alex und Chase erst einmal auf großen Widerstand und werden sogar angegriffen, als sie nachforschen wollen, woher das Utensil stammt, was die zwei aber natürlich nur um so mehr anstachelt…

Außerdem gibt es noch eine zweite Geschichte, welche die Handlung trägt und die sich aus der Entdeckung ergibt, welche die Protagonisten in Firebird gemacht hatten und betrifft die dereinst verschollenen Raumschiffe (mehr soll hier nicht verraten werden).

Wie immer bei Autor Jack McDevitt ist der Roman gut und flüssig erzählt und bereitet dem Leser Vergnügen.

Der vorliegende Roman ist das siebte, in sich abgeschlossene Abenteuer des Teams Benedict/Kolpath nach Die Legende von Christopher Sim (Bastei Lübbe TB 24134), Polaris (Bastei Lübbe TB 24349), Die Suche (Bastei Lübbe TB 24362), Das Auge des Teufels (Bastei Lübbe TB 24386), Echo (Bastei Lübbe TB 20646) und Firebird (Bastei Lübbe TB 20683).

Leider muss aber festgehalten werden, dass dem us-amerikanischen Autor diesmal nichts Weltbewegendes eingefallen ist. Zwar ist es amüsant, wenn Gegenstände und Kulturgüter unserer Zeit in der fernen Zukunft Kultstatus genießen und man rätselt, ob es außer den bekannten “sechs” Stücken von William Shakespeare wohl noch weitere von ihm gegeben hat.

Insgesamt lässt die Spannung diesmal aber etwas zu wünschen übrig, die guten Ideen schienen den Autor verlassen zu haben.

Wer die Serie kennt und schätzt, dem wird dies eher wenig ausmachen. Erstleser sollten aber unbedingt erst einmal zu den ersten Bänden dieser tollen Serie greifen oder zu anderen Meisterwerken des Jack McDevitt.

 

Copyright © 2016 by Gunther Barnewald 

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