Der deutsche Jackie Chan Filmführer

Thorsten Boose
Der deutsche Jackie Chan Filmführer

Shaker Media, Aachen, 11/2008
PB, Sekundärliteratur, Sachbuch, Media, 9783868581027, 226/1690
Titelgestaltung von Satzstudio Roth, Emden unter Verwendung zweier Fotos von Ute Oey (Cover) und Silke Oettel (Backcover) und einer Grafik (Schriftzeichen „Sing Lung“) von Lisa Schmitt
Foto im Innenteil von N. N.

www.shaker-media.de

Der deutsche Jackie Chan Filmführer 

Thorsten Boose ist u. a. der Verfasser von Biografien und Filmführern über Martial Arts-/Action-Stars wie Bruce Lee, Arnold Schwarzenegger und Jackie Chan.

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„Der deutsche Jackie Chan Filmführer“ ist keine Biografie, sondern ein reiner Filmführer, wie der Titel besagt. Der Autor listet darin 190 Filme, an denen der populäre Schauspieler aus Hongkong mitwirkte – als Komparse, Stuntman, Neben- und Hauptdarsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Action Direktor, Stuntkoordinator, Synchronsprecher/Sänger oder Präsentator. Berücksichtigt wurden neben Filmen aus den verschiedenen Unterhaltungsgenres auch Dokumentationen.

Der Autor weist außerdem darauf hin, dass nicht überall, wo Jackie Chan drauf steht, auch Jackie Chan drin ist. Das kann daran liegen, dass er mit einer anderen Person wegen der Namensähnlichkeit verwechselt wurde, sein Beitrag an dem Film herausgeschnitten wurde oder man einfach durch die Nennung seines Namens und der Verwendung eines Fotos auf dem Cover, ja, sogar durch dreiste Raubkopien von Szenen aus seinen Filmen den Verkauf dieser Produktion ankurbeln wollte.

Ferner findet man, soweit dies nachvollziehbar war – bedauerlicherweise verfügt Hongkong über kein Filmarchiv; erfolglose Streifen wurden oft gnadenlos vernichtet -, Hinweise auf Filme, an denen Jackie Chan möglicherweise mitgearbeitet hat, die nur in Planung waren oder nach wenigen Drehtagen abgebrochen wurden, in denen ihm eine Rolle angeboten wurde, welche er ablehnte, die angekündigt und nach Erscheinen des Buchs vielleicht realisiert wurden sowie zu Auftritten in diversen Shows.

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Das Buch beginnt mit einer „Leseanleitung“, die helfen möchte, dass Sammler leichter die ihnen noch fehlenden Filme ausfindig machen können.

Es folgen einige Eckdaten zu Jackie Chan. Wer mehr über ihn und sein Leben erfahren möchte, muss sich schon eine der Biografien, die ihm gewidmet sind, zulegen, Der Autor selbst zitiert meist aus der Autobiografie des vielseitigen Künstlers.

Dem schließt sich die umfangreiche Auflistung der Filme an, die von einer Tabelle, in der man die gesuchten Titel ankreuzen kann, einigen filmografischen Zusatzinformationen und einem alphabetischen Titelverzeichnis abgerundet werden.

Der Hauptteil des Buchs, die 190 Filme, werden anhand der Informationen, die der Autor aus verschiedenen Quellen bezog, vorgestellt: Bekannter Titel, alternativer Titel, Originaltitel, eventuell Arbeits- und deutscher Titel. Genres, Drehort, Erscheinungsjahr, produziert für Kino, Video oder TV. Inhaltsangabe (selbst formuliert oder zitiert). Liste der Beteiligten und Bezug zu Jackie Chan (Rolle, Produzent usw.). Sprache/Ton, Bild/Format, Spieldauer. Erstaufführung (Ort, Datum), eventuell deutsche Erstaufführung (Datum), Nominierungen/Auszeichnungen. Kommentar, der auf Besonderheiten, Beziehungen zu anderen Filmen, Produktionskosten/Einspielergebnis, Verfügbarkeit des Films etc. hinweist. DVD-Tipp, welche Version der Sammler bevorzugen sollte, falls überhaupt ein entsprechendes Medium verfügbar ist (Fußnoten).

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Für eingefleischte Cineasten und insbesondere Jackie Chan-Fans ist dieser Filmführer ein außerordentlich nützliches Buch, das alle Filme aus den Jahren 1962 – 2009 erfasst hat, an denen der Künstler in irgendeiner Form mitwirkte – einschließlich der Titel, an denen ihm eine Beteiligung nachgesagt wird, die jedoch nicht bestätigt werden kann, was vor Fehlkäufen schützen soll. Alle wesentlichen Informationen wurden berücksichtigt, und das in komprimierter, übersichtlicher Form. Genau so stellt man sich einen Filmführer vor!

Was man sich gewiss zusätzlich gewünscht hätte, wären Cover-Abbildungen der DVDs oder/und der Kinoplakate, doch das hätte zweifellos den Kostenrahmen gesprengt.

Trotzdem ein gelungenes, sehr informatives Buch, das man jedem Freund von Martial Arts- und Jackie Chan-Filmen wärmstens empfehlen kann!

Copyright © 2016 by Irene Salzmann (IS)

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