Der Eiserne Ritter

John Flanagan
Der Eiserne Ritter

Die Chroniken von Araluen 3
Ranger’s Apprentice – The Icebound Land, AUS, 2005
omnibus Verlag, München, 4/2008
TB, Jugendbuch, Fantasy, 978-3-570-21855-6, 317/795
Aus dem Australischen von Angelika Eisold-Viebig
Titelbild von John Blackford

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Eigentlich schrieb John Flanagan „Die Chroniken von Araluen“, um seinem 12-jährigen Sohn das Lesen schmackhaft zu machen. So entführt er die Leser in eine abenteuerliche hochmittelalterliche Welt.

Dort wächst der Waisenjunge Will als Zögling eines Burgherrn heran. Er träumt davon, ein Kämpfer und großer Ritter zu werden, aber das Schicksal will es anders. Der Waldläufer Wart entscheidet sich für ihn, als der Heermeister den schlanken und kleinen Jungen ablehnt. Der verschrobene Einzelgänger macht keinen Hehl aus den Gründen, aus denen er sich gerade für ihn entschieden hat und stellt auch klar, was er von Will erwartet.

Selbst wenn der Junge zunächst seiner verlorenen Chance nachtrauert, so beginnt ihn das Leben als Waldläufer schon bald zu faszinieren. Er merkt, dass die Aufgaben, die ihn erwarten, voll und ganz seinen Fähigkeiten entsprechen und er viel mehr als die Krieger erreichen kann.

Der abtrünnige Baron Morgarath hat sich nicht nur mit den Mächten des Bösen sondern auch mit den Nordleuten verbündet. Und so geschieht es, dass Will, als er zusammen mit dem geheimnisvollen Mädchen Evanlyn eine heimliche Invasion derselben verhindern kann, indem er eine wichtige Brücke in Brand steckt, mit ihr in Gefangenschaft gerät. Die wilden Seefahrer verschleppen die beiden kurzerhand in ihre kalte nordische Heimat, wo die jungen Leute ihr Leben als Sklaven fristen sollen – ein Los, das ihnen schneller, als gedacht, den Tod bringen kann, wie Will bald feststellen muss, als er unter Drogen gesetzt wird. Nun ist es an Evanlyn, ihm zu helfen.

Derweil versucht Wart, Rettung zu organisieren. Als er dafür Befehle des Königs verweigert, wird er für ein Jahr und einen Tag aus Araluen verbannt. Zusammen mit Horace, einem jungen und begabten Schwertkämpfer, verlässt er die Heimat und reist zunächst durch Gallica, um eine Spur von Will zu finden.

Doch das angeblich zivilisierte Nachbarland ist in viele kleine Fürstentümer zerfallen, in denen Raubritter ihr Unwesen treiben, einer gefährlicher als der andere.

„Der Eiserne Ritter“ ist ein solide geschriebenes Jugendbuch in der Tradition der klassischen Abenteuerromane, die in einem mittelalterlichen Umfeld angesiedelt sind – nur dass der Held eher an einen Ninja erinnert, da die Waldläufer ganz offensichtlich mehr Späher und Spione als klassische Wildhüter und Jäger sind.

Die geradlinige Handlung besitzt zwar für erfahrene Leser keine besonderen Überraschungen, da sie mit klassischen Versatzstücken spielt und die eine oder andere Wendung sehr vorhersehbar ist, bietet aber sympathische Helden, in denen sich die Jugendlichen problemlos wieder finden können und die man auch als Erwachsener lieb gewinnt.

So ist etwa das Mädchen nicht unbedingt die, als die sie sich ausgibt, und die Nordmänner verhalten sich so, wie man es in den letzten Jahren aus diversen Filmen und Romanen kennen gelernt hat – trotz ihrer rauen Schale gibt es doch auch freundliche Gesellen unter ihnen, die Mut und Aufrichtigkeit schätzen. Zwar ist dies schon der dritte Band eines Zyklus’, aber die Geschichte lässt sich auch problemlos ohne Vorkenntnisse verstehen.

„Der eiserne Ritter“ wendet sich an Leser zwischen zehn und vierzehn Jahren, die eine mittelalterliche Kulisse, Ritter und Waldläufer mögen. Fantastische Elemente sind zwar vorhanden, spielen aber nur eine untergeordnete Rolle. (CS)

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Die Chroniken von Araluen – Der eiserne Ritter

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