Devil from a Foreign Land 3

Kaori Yuki
Devil from a Foreign Land 3

(sfbentry)
Iki no Ki 3, Japan, 2011
Carlsen Manga, Hamburg, 05/2013
TB, Manga, Horror/Mystery, Drama, Romance, Action
ISBN 978-3-551-76657-1
Aus dem Japanischen von Sakura Ilgert
2 Farbseiten
Leseempfehlung: Ab 16 Jahre!

www.carlsenmanga.de
www.yukikaori.jp

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Sorato gelingt es, die entführte Nonoha auf einer Veranstaltung ausfindig zu machen, die von Fans der Internet-Sendung ‚Godless‘ besucht wird. Deren Betreiber lässt sein Publikum darüber abstimmen, ob eine ausgesuchte Person diverser Vergehen schuldig ist und mit dem Tod bestraft werden muss. Die jungen Leute finden das ‚cool‘, denn sie ahnen nicht, dass die Show blutiger Ernst ist – und sie selber die nächsten Opfer werden sollen. Durch ihren Tod soll ‚der große König des Schreckens‘ herbeigerufen werden, mit dem Baron Kamichika verschmolzen ist. Noch immer sucht der Baron nach Nonoha, in der entweder seine Adoptivtochter Kiyora oder die geheimnisvolle Noera wiedergeboren wurde, die beide in seinen gescheiterten Plänen eine wichtige Rolle innehatten. Noch immer ist der Baron nicht gewillt aufzugeben.

Fast zu spät erkennt Hizumi, Nonohas Entführer und ‚Godless‘-Initiator, dass er von dem Engel, der ihm seine Macht lieh, manipuliert und dadurch zum Mörder wurde. Tatsächlich ist er für Shax bloß eine Marionette, die ihm dienlich ist, die Opfer für ‚den großen König des Schreckens‘ zu beschaffen, der auf die Erde gelangen und sie ins Chaos stürzen will. Während Hizumi versucht, sich aus Shax‘ Bann zu lösen, zeigt Wraith ihr wahres Gesicht und stürzt sich auf Sorato, der abgelenkt ist, da er Nonoha beschützen möchte. Die Freiheit von ihrem Herrn ist für Wraith zum Greifen nah, doch dann …

In Form von Rückblenden schließt Kaori Yuki einige Lücken in der Handlung, gibt aber längst nicht alle Geheimnisse preis. Mit jeder Antwort sind stets neue Fragen verknüpft. Immerhin weiß man nun, was sich nach dem Zeitsprung von rund achtzig Jahren, der Sorato und Nonoha vor dem Baron rettete, zugetragen hat und wie die beiden mit Wraith vereint wurden. Man verrät nicht zu viel, wenn man erwähnt, dass die drei die Veranstaltung lebend verlassen und sich erneut darum bemühen, ein normales Leben zu führen. Anders als erwartet geht der nächste Ärger jedoch nicht von den in Band 2 eingeführten neuen Figuren Toa und Etsuro aus, die auch mehr als ‚gewöhnliche‘ Menschen zu sein scheinen, sondern von einer alltäglichen Banalität: Sorato und Wraith werden von Nonohas Lehrerin besucht, die sich einen Eindruck von den Lebensumständen ihrer Schüler machen möchte. Während das Mädchen ordentlich, fast schon abgeklärt wirkt, verspielen die vorgeblichen Eltern jeglichen Kredit bei der Lehrerin, die prompt zu dem Schluss kommt, dass man Nonoha nicht in diesen Verhältnissen aufwachsen lassen darf. Man benötigt nicht viel Fantasie, um zu ahnen, dass im nächsten Band der Versuch unternommen wird, das Kind von den ‚Eltern‘ zu trennen, was zur Folge hätte, dass Nonoha schutzlos jenen ausgeliefert ist, die sich ihrer Macht bedienen wollen.

Diese extremen Sprünge zwischen dramatischen Geschehnissen (letale Kämpfe) und Bagatellen (Schulalltag), die von den Beteiligten nicht minder ernst genommen werden, sind typisch für Mangas, welche an Jugendliche adressiert sind, die sich mit diesen Problemen identifizieren können. Da gängige, mitunter schon albern anmutende Konflikte allein aber kaum eine reizvolle Story ergeben, wird sie durch Action und Fantastik aufgepeppt. Das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig für den westlichen Leser, aber i. d. R. eskaliert die anfängliche Banalität zu einer neuen Gefahr und spannenden Entwicklungen. Wie man es von Kaori Yuki kennt, sind die Zeichnungen recht dunkel, detailreich und ansprechend. Ihre Figuren wirken realistisch-idealistisch und verfügen über eine ausgeprägte Mimik, dank der sich superdeformierte Abbildungen in Grenzen halten.

Schätzt man die Themen – zumeist ein Mix aus Geschichte, Morderne, asiatischer und westlicher Mythologie – und den Goth-Stil der Mangaka, kommt man bei „Devil from a Foreign Land“ ganz auf seine Kosten.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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