Die Entscheidung

Charlotte Link
Die Entscheidung

Blanvalet Verlag
ISBN 978-3-7645-0441-0
Kriminalroman
Erschienen: 05.09.2016
Umschlaggestaltung: www.buerosued.de
Umschlagmotiv: Arcangel Imafes/ Marta Orlowska; Getty Images/ Auscape/ UIG
Umfang: 576 Seiten
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

www.randomhouse.de

www.blanvalet.de

 

Zur Autorin:

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

 

Zum Buch:

Simon plant, Weihnachten mit seinen Kindern im Haus seines Vaters in Frankreich zu verbringen. Doch seine Exfrau macht ihm einen Strich durch die Rechnung, seine Kinder möchten angeblich nicht mitkommen. Mit seiner Freundin Kristina hat er sich zerstritten, weil er sie nicht seinen Kindern vorstellen und daher auch nicht Weihnachten mit allen gemeinsam verbringen möchte. So reist er alleine nach Frankreich. Während eines Spaziergangs vom Strand trifft er auf eine verwirrt und verwahrlost erscheinende junge Frau, die in Schwierigkeiten mit zwei Männern steckt, weil sie in ein Appartement eingebrochen ist und dort übernachtet hat. Simon nimmt sich in Gutmütigkeit der jungen Frau – Nathalie – an und lädt sie zu sich  nach Hause ins Ferienhaus ein, um ihr 1-2 Tage Schutz und Nahrung zu bieten. Doch dann erzählt Nathalie ihm eine seltsame und kurios verlaufene Geschichte über ihren verschwundenen Freund Jerome, ihrer Flucht vor unbekannten Verfolgern  und dass sie vermutet, an ihrem letzten Aufenthaltsort vor ein paar Tagen einen Mann getötet zu haben, der sie belästigt hat. Und dass sie genau von „denen“ beobachtet und verfolgt wird, die auch an ihrem Freund interessiert sind – warum weiß sie jedoch nicht.

Der Gutmensch Simon fährt mit Nathalie zum Tatort zurück, um Klarheit zu schaffen. Sie finden den Mann, der zwar tot ist, aber erst vor wenigen Stunden ermordet wurde. Somit ist klar, dass Nathalies Spur eindeutig sichtbar ist und die ominösen Jäger nichts Gutes im Sinn haben. Am Ferienhaus wieder angekommen, finden sie dieses vollkommen verwüstet vor. Die Verfolger scheinen Nathalies aktuellen Aufenthaltsort entdeckt zu haben. Simon hat mittlerweile genug von der Geschichte. Daher kann jetzt nur noch die Polizei helfen … doch auch das hat wiederum einige fatale Folgen …

 

Mein Fazit:

„Die Entscheidung“ ist ein sehr solider Krimi, der einige parallel verlaufenden Handlungsstränge aufnimmt und langsam zusammen führt. Über die Protagonistin Nathalie erfährt man sehr viel über die Erlebnisse und Rückblicke ihrer Vergangenheit, ihr gescheitertes Elternhaus, die Alkoholsucht ihrer Mutter und die Suche nach Liebe und Halt. Den sie in Jerome gefunden hat, doch dieser bringt sie in Schwierigkeiten. Der weitere Protagonist Simon schlittert als Gutmensch, der nicht nein sagen kann und immer hilfsbereit ist in diese verstrickte Situation hinein, als er auf Nathalie trifft. Er selbst bekommt sein Leben nicht auf die Reihe und lässt sich von seiner Exfrau wie eine Marionette behandeln. Und dann gibt es noch die Bulgarische Familie, die ihre Tochter an eine dubiose Agentur mit Modellversprechungen abgeben, um sich von dem erhaltenen Geld ernähren zu können. Und eine kämpferische Mutter, die sich auf die Suche nach ihrer Tochter macht. Und alle werden von den skrupellosen Menschenhändlern verfolgt, da sie irgendwie in diese Dinge verstrickt scheinen…

 

Alle Personen versuchen auf unterschiedliche Weise ihr Ziel zu finden. Sie sind in ihrem Charakter nachvollziehbar, man fiebert mit und bringt für Simon doch etwas Mitleid auf.

Trotzdem mochte ich keinen Charakter im Buch so wirklich. Aber dies musste auch nicht sein, da normale Eigenschaften logisch denkender Menschen nicht in den Plot passen.

Ich fühlte mich gut unterhalten, ein paar kleine Längen sind mir aufgefallen, aber konnten schnell überflogen werden. Ein richtiges Happyend gibt es leider nicht, das Schicksal von einigen Personen bleibt bewusst offen.

 

Meines Erachtens trifft Charlotte Link den gewohnten Ton und Schreibstil, daher ist man auch mit diesem Krimi sicher ebenso gut beraten wie zu den bisherigen Erscheinungen.

 

Copyright © 2016 by Sandra Stockem

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Die Betrogene

 

 

 

 

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