Die jüdische Küche – Eine kulinarische Reise zwischen Tradition und Moderne – mit über 160 Rezepten

Annabelle Schachmes
Die jüdische Küche
Eine kulinarische Reise zwischen Tradition und Moderne – mit über 160 Rezepten

Südwest Verlag
ISBN 9783517095219
Kochen & Servieren
Erschienen 22.08.2016
Originaltitel: La cuisine juive
Übersetzung: Lisa Heilig, Köln
Coverdesign: OH, JA!, München
Umfang: 384 Seiten, ca. 150 Farbfotos
Gebundenes Buch, Pappband

www.suedwest-verlag.de

die-juedische-kueche

Zur Autorin:
Annabelle Schachmes hat zunächst als Journalistin für Zeitschriften wie Vanity Fair und Vogue gearbeitet, bevor sie sich der Rezeptentwicklung und der Foodfotografie zu wand. In ihrem Buch „Die jüdische Küche“ teilt Annabelle die sephardischen Rezepte aus ihrer Kindheit, die sie von ihrer Mutter überliefert bekam, aber auch die modernen Interpretationen traditioneller Gerichte.

Zum Buch:
Laut dem Vorwort von Amanda Sthers gibt es ungefähr so viele verschiedene jüdische Küchen wie es Juden gibt! Durch die kulturellen Einflüsse über Generationen, die traditionellen Werte und Einflüsse der Kulturen mischen sich moderne Aspekte in althergebrachte Familienrezepte hinein. Denn Speisen und Getränke haben in der jüdischen Religion einen sehr hohen Stellenwert und stehen meist in direkter Verbindung mit religiösen Bräuchen und Festtagen. Wer diesen Feiertagen nicht mächtig ist, kann die Bedeutungen – obwohl ich hier vorweg greife – am Ende des Buches nachlesen. Aufgrund ihrer Reise in die Länder Polen, Tunesien, USA und Israel hat Annabelle Schachmes eine große Anzahl von vielseitigen Rezepten zusammengetragen, die inhaltlich in folgende Rubriken eingeteilt sind: Gewürze, Eingelegtes & Würzmittel, Vorspeisen, Hauptgerichte, Beilagen, Suppen, Street Food und New Yorker Delis, Brot & Backwaren und Desserts. Hervorzuheben sind fast alle Rezepte, aber besonders interessiert hat mich die Herstellung eines Brikteigs (Schritt für Schritt) zum Frittieren der traditionellen Brikteig-Taschen mit diversen Füllungen wie Thunfisch oder Fleisch, meist auch aus Tunesien bekannt. Ebenso die “Banatages“ (eine mit Fleisch gefüllte Kartoffelkrokette), “Piroschki“ (kleine Teigtaschen aus dem russischen Raum, “Tbit“ (irakische Sabbatspezialität mit Reis, Tomaten und Hühnchen), “Sabich“ (ein mit Auberginen gefülltes Pitabrot) und die Geschichte vom “Gefilte Fish“. Die typischen Desserts sind nicht ganz so nach meinem Geschmack, da sie meist ausgebacken werden (Kringel, Krapfen) oder doch sehr süß sind (Halva, Makronen).Aber da sie die Tradition fortführen, sind sie aus der Küche nicht wegzudenken. Das Buch endet mit der Übersicht über die jüdischen Feiertage, einem Rezeptverzeichnis und noch vielen tollen Bilden sowie einer umfangreichen Danksagung der Autorin an viele liebgewonnene Personen, die ihr Projekt unterstützt haben.

Mein Fazit:
Nicht nur ein Kochbuch sondern im Besonderen ist “Die jüdische Küche“ ein Streifzug durch die jüdische Lebensweise mit vielen Eindrücke und interessanten Geschichten, die Annabelle Schachmes auf ihren Reisen gewonnen hat. Die Rezepte sind aus allen Landesteilen zusammengetragen und werden mit tollen Fotos von Speisen und Land & Leuten eindrucksvoll vervollständigt. Diese Eindrücke hält sie auch gerne über eine komplette Doppelseite des Buches fest. Für mich persönlich ist dieses Kochbuch sehr aufschlussreich, da ich tatsächlich viele Speisen in Verbindung mit den religiösen jüdischen Festen namentlich so gar nicht kenne.
Besonders die sephardisch geprägte Küche hat mich inspiriert, ein paar Dinge auch in meiner heimischen Küche aufzunehmen. Sehr informativ ist nach den vielen Rezepten und den kurzen Erläuterungen über Geschichte und Herkunft der abschließende Überblick über die traditionellen jüdischen Feiertage. Sabbat und Chanukka sind mir noch geläufig, bei Jom Kippur oder Sukkot musste ich jedoch passen und genauer nachlesen. Ein Experte der jüdischen Küche und Geschichte bin ich zwar nicht, aber das schön gestaltete Buch bietet mir einen sehr guten Über- und Einblick in diese auch etwas andere Art zu Kochen und zu Leben.

Besonders hervorzuheben ist auch das typische Format eines guten Kochbuchs sowie das ansprechende Cover, das schon verrät, dass man hier nicht nur ein Rezeptbuch zu erwarten hat sondern sich mit den folgenden Seiten auf eine tolle kulinarische und auch geschichtlich interessante Reise begibt!

Für alle Kochliebhaber einer etwas anderen Küche kann ich “Die jüdische Küche“ sehr empfehlen.
Es bereichert mich in meinem Interesse an neuen Rezepten genauso wie an der Verbindung zum Brauchtum der jüdischen Lebensweise!

Copyright © 2016 by Sandra Stockem

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