Die Minimenschen 1

Pierre Seron
Die Minimenschen 1

Die Maxiausgabe der Minimenschen: Alarm in Eslapion/Auf der Flucht/Der lachende Mini/Der Hahn im Korb/Ostern für zwei Kinder/Minimenschen ganz groß
Les Petits Hommes 1, 3 – 5, 19, Frankreich, 1968/69/2008
Egmont Ehapa, Köln, 10/2008
HC-Album, Ehapa Comic Collection, SF, Abenteuer, Humor, 978-3-7704-3247-9, 176/2995
Aus dem Französischen von Bernd Leibowitz
Titelillustration von Pierre Seron
Vorwort von Achdé

www.ehapa-comic-collection.de

Der francobelgische Künstler Pierre Seron schuf in den 1960er Jahren „Die Minimenschen“, die es in Frankreich bislang auf mehr als 50 Alben brachten, von denen in Deutschland etwa die Hälfte erschienen sind. Hier kennen die älteren Leser die Serie vielleicht noch aus den „Fix & Foxi“-Heften der 1970er Jahre und aus den später folgenden Alben bei Feest.

Nun hat Ehapa damit begonnen, in einer schön gestalteten Sammleredition, die auch um Hintergrundinformationen und Abbildungen aus den Original-Heften, den Feest-Bänden etc. ergänzt wurde, die Alben zusammenzufassen.

In Bd. 1 erfährt man, wie die Minimenschen entstanden sind:
Eine Gruppe Wissenschaftler entdeckt einen merkwürdig geformten Stein, vielleicht einen Meteoritensplitter. Einmal berührt, dann jemandem die Hand geschüttelt – auf diese Weise schrumpft einer nach dem anderen, der mit den Forschern zu tun hat. Um nicht die ganze Welt zu infizieren, ziehen sich die Minimenschen in ein unterirdisches Versteck zurück. Innerhalb weniger Jahre entwickeln sie eine futuristische Technik.

Dank dieser können der Pilot Régis Renaud und seine Freunde zahlreiche Abenteuer erleben, bei denen es nicht selten darum geht, Eslapion vor der Entdeckung zu schützen oder Bösewichtern das Handwerk zu legen. Beispielsweise sind es einmal Baustellenfahrzeuge, die die kleine Stadt bedrohen. Dann gelingt zwei Gaunern die Flucht aus dem Gefängnis, und Régis hat immense Probleme, sie wieder einzufangen, bevor sie von ‚den Großen’ gesehen werden. Dann gibt ein Mini, der nicht mehr aufhören kann zu lachen, den Ärzten ein Rätsel auf. Um ihn zu kurieren, müssen sie einen ‚Großen’ um Hilfe bitten. Als schließlich ein Fluggleiter einen Kirchturm beschädigt, wird es brenzlig, denn der Pfarrer merkt, dass etwas anders ist. Und das sind noch längst nicht alle Geschichten, die man hier finden kann.

Pierre Serons Stil ähnelt dem von André Franquin („Spirou & Fantasio“, „Gaston“, „Marsupilami“ etc.), und auch sein Humor ist vergleichbar. Wortwitz und Situationskomik laden immer wieder zum Schmunzeln ein, aber auch spannende SF-Abenteuer kommen nicht zu kurz. Die Nöte der ‚Kleinen’ und der ‚Großen’ werden gleichermaßen auf die Schippe genommen. Natürlich gehen die Geschichten immer gut aus, selbst wenn der eine oder andere Bösewicht die tapferen Helden zuvor in arge Bedrängnis bringen konnte.

„Die Minimenschen“ sind eine vergnügliche Lektüre, die großen und kleinen Comic-Fans gefällt. Die edle Gestaltung des Sammelbandes ist allerdings an die erwachsenen Sammler francobelgischer Comics adressiert, die sich gewiss freuen, die (hoffentlich eines Tages kompletten) Abenteuer der Winzlinge in dieser schönen Ausgaben bei sich ins Regal stellen zu dürfen. (IS)

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Die Minimenschen Maxiausgabe 01

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