Dschungelfieber – Savage Wolverine 1

Frank Cho
Dschungelfieber
Savage Wolverine 1

Savage Wolverine 1 – 5 –  Savage, Parts 1 – 5: Snikt/The She-Devil/Kill Island/Resurrection Man-Thing/Hulk Smash (Savage Wolverine 1 – 5 – Wild, Teile 1- 5: Snikt/Shanna/Todesinsel/Wiedererweckung Man-Thing/Hulk schlägt zu), Marvel, USA, 2013
Panini Comics, Stuttgart, 08/2013
PB mit Klappenbroschur, Comic, Superhelden, Adventure, Fantasy, SF, Action, Comedy, 9783862017157, 116/1299
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Petz
Titelillustration und Zeichnungen von Frank Cho

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http://apesandbabes.com/

 Savage Wolverine 01
Ohne Vorwarnung erwacht Wolverine im urzeitlichen Dschungel des Wilden Lands, wo er nicht nur unvermittelt gegen Dinosaurier und Eingeborene kämpfen muss, sondern auch Spuren von SHIELD entdeckt. Einzige Überlebende der SHIELD-Truppe, die acht Monate zuvor hier notlanden musste, ist die Amazone Shanna. Gemeinsam planen beide ihre Flucht, was im Angesicht ständiger Bedrohungen durch einheimische Menschen und Tiere gar nicht so einfach ist. Außerdem ist die Insel die Schlafstadt eines uralten Wesens, das einst von den Sternen kam und besser nicht geweckt werden sollte. Zu allem Überfluss finden sich plötzlich auch Amadeus Cho und der Hulk im Wilden Land ein.

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Erneut nimmt sich „University“- und „Liberty Meadows“-Erfinder Frank Cho nach seiner Miniserie „Shanna, the She-Devil“ (2006) der blonden Amazone an und macht sie in den ersten Nummern der Team-Up-Serie „Savage Wolverine“ zu Logans Partnerin. Als wäre diese Paarung nicht schon interessant genug, verpflanzt Cho die beiden noch flugs ins Wilde Land (engl.: Savage Land), Marvels urzeitliches, tropisches Terrain unterhalb der Antarktis (erinnert übrigens frappierend an Edgar Rice Burroughs Hohlwelt-Land „Pellucidar“).

In einer wahren Achterbahnfahrt müssen sich Shanna und Logan nicht nur menschlicher und tierischer Angreifer erwehren, sondern auch noch den überheblichen Amadeus Cho ertragen, der ihnen mit Hilfe seiner künstlichen Intelligenz Calvin auch noch den Arsch rettet. Und über all dem schwebt die latente Bedrohung durch ein cthulhoides, außerirdisches Wesen, das seit Ewigkeiten in den Bergen der Insel schläft. Mit dessen Ruhe ist es natürlich vorbei, sobald der Hulk auf der Insel landet.

Das Ganze ist absolut trashig, sexy, bizarr und witzig inszeniert und so süffig und flott geschrieben, dass sogar die Wiedererweckung von Man-Thing im Kontext der Geschichte Sinn macht. Einfach ganz großes Kino irgendwo zwischen „Jurassic Park“, „King Kong“ und „Tarzan“ mit einer Schippe Lovecraft.

Dazu geht „Dschungelfieber“ historisch angenehm unbelastet am den Start. Natürlich schadet es nicht, die Figuren zu kennen – aus dem Unterlaufen der Erwartungen ergibt sich auch ein Teil des Humors –, doch kann der Band auch gut ohne Vorkenntnisse und – sehr angenehm – Stand-Alone gelesen werden.

Obwohl die Zeichnungen und die Kolorierung insgesamt sehr einfach gehalten sind, funktionieren die Bilder überraschend gut. Außerdem gelingt es Cho, sehr viel mittels Mimik und Gestik der Figuren auszudrücken.

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Ganz großes Abenteuerkino und skurriles Marvel-Mash-Up, das sehr gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann und sich hier und da selbst auf den Arm nimmt.

Copyright © 2016 by Elmar Huber (EH)

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