Eine Leiche wirbelt Staub auf

Alan Bradley
Eine Leiche wirbelt Staub auf
Flavia de Luce 7

Chimney Sweepers Come to Dust, USA, 2014
Penhaligon Verlag, München, 02/2016
HC, Jugendbuch, Krimi, 3764531126, 416/1999
Aus dem Amerikanischen von Gerald Jung und Katharina Orgaß
Titelgestaltung von

www.randomhouse.de/Verlag/Penhaligon

http://alanbradleyauthor.com

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Der Kanadier Alan Bradley zog sich erst sehr spät aus dem aktiven Berufsleben – zuletzt als Direktor für Fernsehtechnik – zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Ein Glück für die Leser, weil in den zwischenzeitlich vergangenen Jahren bereits sieben Romane um die kindliche Detektivin Flavia de Luce erscheinen konnten, die das Herz der Leserschaft mit jedem Band neu erobert.

Flavia de Luce wächst auf ihrem Familiensitz, einem einsam gelegenen Landgut in England auf. Ihre Freiheiten nutzt sie, um sich aus dem Nachlass eines Onkels in Chemie, Spezialgebiet Gifte, zu bilden. Ansonsten ist noch anzumerken, dass sie ein besonderes Genie hat, immer in die absurdesten Mordfälle verwickelt zu werden, und einen besonderen Ehrgeiz, diese auch noch vor der Polizei lösen zu wollen.

Nachdem dies in bisher sechs Bänden im Umfeld des verschlafenen Örtchens Buckshaw weitgehend, wenn auch mit einigen Verwicklungen, gelungen ist, verschlägt es die kleine Lady im siebten Band mit dem Eigentitel „Eine Leiche wirbelt Staub auf“, nach Kanada in ein Internat.

Auf der einen Seite vermisst man die lieb gewonnenen Nebendarsteller – vor allem der ständige Kleinkrieg mit ihren Schwestern sorgte doch für sehr viel Amüsement –, auf der anderen Seite bietet der Wechsel des Handlungsschauplatzes natürlich neue Perspektiven und die Möglichkeit, interessante Charaktere aufzubauen, was vollauf gelingt.

Der Titel ist im Übrigen wörtlich zu nehmen, da gleich nach der Ankunft Flavias eine mumifizierte Leiche aus dem Kamin ihres Zimmers purzelt, was die kriminalistischen Vorlieben der kleinen Detektivin natürlich sehr anregt …

Die Bände sind weitgehend unabhängig voneinander lesbar. Gerade hier kann man jedoch an einigen Stellen schmerzlich erfahren, dass die vorherige Lektüre des Vorgängerbandes „Tote Vögel singen nicht“ sinnvoll gewesen wäre, weil dort offenbar einige gravierende Enthüllungen zur Familiengeschichte Flavias enthüllt werden. Das sollte der Fan auf jeden Fall noch nachholen.

Die Reihe ist sehr lesenswert und dürfte sehr breit gestreute Leserschichten – vom Kind bis zum Greis – ansprechen.

Copyright © 2016 by Karl E. Aulbach (KEA)
www.flaviadeluce.de/

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