Kreaturen der Nacht – Batgirl 6

Gail Simone
Kreaturen der Nacht – Batgirl 6

Batgirl 28 – 34: Silver/A Conspiracy of Bats/The Midnight Man!/Wrath of Ragdoll/Deadline, Part One: The Razor under the Floorboards/Enemies and Allies/Crush and Burn + Batgirl: Futures End 1: Darker in the Soul (Batgirl 28 – 34: Silver/Die Bat-Verschwörung/Der schwarze Mann,/Ragdolls Rache/Deadline, Teil 1: Versteckte Drohungen/Feinde und Freund/Der Untergang + Batgirl: Futures End 1: Dunkelheit der Seele), DC, USA, 2014
Panini Comics, Stuttgart, 04/2015
PB, Comic, Superhelden, Action, SF, 978-3-95798-367-1, 172/1699
Aus dem Amerikanischen von Carolin Hidalgo
Titelmotiv von Alex Garner

Zeichnungen von Fernando Pasarin, Javier Garron

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Ein kleines Mädchen, das nicht sprechen kann, ist verschwunden. Der stummen, ehemalige Talon-Killerin Strix ist es verständlicherweise ein besonders Anliegen, die Kleine zu finden. Bei ihren gemeinsamen Ermittlungen mit Batgirl stehen sie plötzlich dem Silver gegenüber, der es sich zum Ziel gesetzt hat, alle ‚Fledermäuse‘ in Gotham zu vernichten (# 28 + 29).

Als Partyscherz rufen vier Jugendliche den ‚“Schwarzen Mann“ herbei, eine urbane Legende, die in Gotham die Runde macht. Zunächst scheint die Beschwörung nicht zu funktionieren, doch in der Nacht steigt das Monster aus dem Fußboden (# 30).

Eine Gruppe Umweltaktivisten, unter andern Barbaras Mitbewohnerin Alyson, dringen in das Gebäude der Carter Rosnik Foundation ein, um deren Büroräume zu verwüsten. Dort werden sie von Ragdoll empfangen. Alyson kann noch einen Hilferuf an Barbara absetzen (# 31).

Barbara ist weiter auf der Jagd nach Knightfalls Leuten, als plötzlich Munira Khairuddin, ihre Zimmergenossin von der Uni, vor ihr steht. Sie gibt sich ihr als Mitarbeiterin einer geheimen Antiterroreinheit zu erkennen, die Barbara für den Kampf gegen Knightfall anwerben will. Doch Barbara nimmt die Sache selbst in die Hand und stellt Knightfall gemeinsam mit Black Canary und der neu hinzugekommenen Huntress eine Falle. Und auch Knightfall mobilisiert alle Ressourcen, um Gothams Straßen mit einem Schlag endgültig vom kriminellen Abschaum zu befreien (# 32 – 34).

Nachdem Barbaras Bruder James Jr. ihren Ehemann während der Hochzeitsfeier in den Tod getrieben hat, zieht sie sich zurück. Nach einer Trauerzeit schleust sie sich in Tarnidentitäten in die Gangs aller großen Verbrecherbosse Gothams ein und bringt sie nacheinander zu Fall. Ihr letztes Ziel ist Bane, der eine ganz besondere Vorarbeit erfordert („Batgirl: Futures End 1“).

Kaum zu glauben, dass Spitzenautorin Gail Simone diesen zusammenhanglosen und peinlichen Schinken verbrochen haben soll. Viel eher fühlt man sich an die unselige „Catwoman“-Strecke von Ann Nocenti erinnert. Nicht nur, dass mit Silver (ein Jackie Estacado-Lookalike), dem „Schwarzen Mann“, und Ragdoll völlig aus dem Nichts drei neue Gegner auftauchen, die ebenso schnell wieder abserviert werden, auch die Auftritte von Strix, Vampir Andrew Bennett („Ich, der Vampir“) und Huntress (diese darf sich zuerst mal total unnötig vermöbeln lassen) haben absolut keinen Nährwert.

Zum guten Schluss löst sich noch das lang aufgebaute Kapitel „Knightfall“ sehr schnell in Wohlgefallen auf. Auf den Bildern herrscht in Gothams Straßen zwar Krieg zwischen Knightfalls Anhängern, dem Team Batgirl/Black Canary/Huntress, einer ganzen Menge Superheldenkollegen und der Polizei, doch wird dies auf wenigen seelenlosen Panels abgefrühstückt, und es fehlt nur noch, dass sich Charise „Knightfall“ Carnes und Barbara Gordon danach heulend in den Armen liegen; der Leser bleibt mit dem Gefühl zurück, hier auf die Schnelle noch kräftig veralbert worden zu sein.

Auch der Handlungsstrang mit Barbaras Love-Interest Ricky, der zu einem festen Teil der Serie wurde, bleibt unbeendet in der Luft hängen.

Die einzige Erklärung für dieses einfallslose Tohuwabohu kann eigentlich bloß sein, dass Gail Simone vom Aus der Serie zu kurzfristig überrascht wurde, sodass ein vernünftiges Ende nicht mehr zu schreiben war. Aber auch das ändert nichts daran, dass dieser Abschlussband absolut enttäuschend ausfällt.

Die „Futures End“-Ausgabe, die hier noch enthalten ist, wirft einen Blick auf Barbara Gordon in fünf Jahren, wo sie, um Bane hinreichend zu bekämpfen, selbst zu einer Art ‚Bane-Girl‘ geworden ist und eine neue Gruppe Batgirls um sich geschart hat. Sicherlich lohnenswert für den, der Spaß an solchen „What if …“-Storys hat und tatsächlich auch das Highlight des Bandes.

Holpriger Abschlussband der Serie mit vielen losen Enden. Enttäuschend!

Copyright © 2016 by Elmar Huber (EH)

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