Licht aus – Punisher 3

Nathan Edmondson
Licht aus
Punisher 3

The Punisher 13 – 20: What I Learned in Cebu/Dawn’s Early Light/A Hole in the Ground/Mr. Castle Goes to Washington/Capital Punishment/A Good Day’s Work/Final Punishment, Parts 1 and 2 (Punisher 13 – 20: Die Cebu-Lektion/Morgenlicht/Ein Loch im Boden/Mr. Castle geht nach Washington/Todesstrafe/Ein produktiver Tag/Die letzte Strafe, Teil 1 und 2), Marvel, USA, 2015
Panini Comics, Stuttgart, 12/2015
PB, Comic, Superhelden, Action, Thriller SF, 9783957984302, 172/1699
Aus dem Amerikanischen von Carolin Hidalgo
Titelillustration von Mitch Gerads
Zeichnungen von Mitch Gerads, Moritat (Justin Norman), Brent Schoonover, Felix Ruiz


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Während auf den Straßen von Los Angeles die Hölle losbricht und gewaltbereite Gangmitglieder die Straßen überschwemmen, ist der Punisher dabei, die Familie seiner Schwester aus den Händen der Howling Commandos zu befreien. Castle gelingt es, die Söldner zu überzeugen, einigen Hinweisen nachzugehen, welche darauf hindeuten, dass die US-Regierung Drogenhändler angeheuert hat, um Unruhe zu stiften und den Wunsch nach einer starken ordnenden Hand wiederherzustellen.

Frank Castle steht einmal wieder schwerbewaffnet zwischen allen Fronten. Doch er schafft es, die Howling Commandos zu überzeugen, dass nicht er der Feind ist. So gilt es nun ‚nur‘ noch, das brennende Los Angeles zu retten, das von aufgestachelten Gangmitgliedern und marodierenden Banden überrannt wird. Die Polizeikräfte können dem Straßenkrieg, der sich vor ihren Augen abspielt, bloß hilflos zusehen. Hier tut sich wieder die vom Autor sträflich vernachlässigte Figur, Officer Sammy Stone, hervor, die dem Leser auch die absolut grandiose Schlussszene beschert.

Bis dahin gestaltet sich der Finalband jedoch unübersichtlich und unnötig gedehnt. Sich wiederholende Dialoge sowie ein absolut unnötiger Auftritt des neuen Captain America blähen die Handlung unnötig auf. Damit entsteht der Eindruck, dass Mitch Gerads bis zum bereits feststehenden Finale auf eine vereinbarte Anzahl Hefte kommen musste. Innerhalb dieses Rahmens haben sich auch die Krawalle auf wundersame Weise beruhigt, und der Alltag ist nach LA zurückgekehrt.

Das schon erwähnte starke Schlussbild befindet sich übrigens am Ende von „Punisher 18“, dem hier noch zwei Nummern folgen, mit dem dieses ‚Finale‘ konterkariert wird. Es handelt sich um die Vorbereitung zum Mega-Crossover „Secret Wars“. Die beiden Nummern bieten bewährte „Punisher“-Einzelkämpfer-Kost, sind für sich genommen sogar richtig cool, hinterlassen aber im Zusammenhang mit den vorhergehenden Nummern so manches Fragezeichen. So muss man insgesamt leider konstatieren, dass auch diese Marvel Now!-Serie grandios versenkt wurde, bevor sie sich richtig entwickeln konnte.

Wieder einmal zeichnet sich das Sterben der Serie durch vermehrten Zeichnereinsatz ab. Der geschätzte Mitch Gerads mit seinen einfachen und feinlinigen Bildern (inklusive pointierter Unschärfe-Effekte) bestreitet noch hauptsächlich die Serie, doch wurden ihm mit Moritat („The Spirit Elephantmen“) Brent Schoonover („Ant-Man“, „BATMAN 66“) und Felix Ruiz („Wolverine Max“, „Halo“) drei Kollegen zur Seite gestellt, deren Stil deutlich abweicht.

Die Finalausgabe verstärkt den Eindruck, dass man den „Punisher“ unter der „Marvel Now!“-Flagge lediglich irgendwie mitgeschleppt hat. Nach dem immerhin kurzweiligen Dschungeltrip im Vorgängerband gestaltet sich „Licht aus!“ als unrühmliches Ende der kurzen Serie.

Copyright © 2016 by Elmar Huber (EH)

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