Mini-Verlag – Selbst ist der Verlag!

Manfred Plinke
Mini-Verlag – Selbst ist der Verlag!

Autorenhaus-Verlag GmbH, Berlin
8. überarbeitete und ergänzte Auflage, 2012
Hardcover, 315 Seiten
Ratgeber, Sachbuch, Literaturbetrieb
ISBN 978-3-86671-109-9
Coverdesign: Sigrun Bönold

www.autorenhaus.de

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Nach dem Untertitel finden sich auf dem Cover schon mal die Wegmarken, die es abzuschreiten gilt: E-Book, Book on Demand, Verlagsgründung, Buchherstellung, Buchmarketing, Buchhandel und Direktver-trieb. Man/frau – also der gründungsbereite Autor oder die interessierte Autorin – dürften also schon vor der ersten Seite ahnen, daß der verführerische Titel „Mini-Verlag“ trotz aller scheinbaren Kleinheit ein gerüttelt Maß an Kenntnissen und Fertigkeiten abfordert.

Sie zucken schon zurück? „Was? 300 Seiten?“ Ich rate Ihnen dringend, keine einzige auszulassen. Denn es braucht die 300 Seiten, um alle Facetten eines noch so kleinen Verlages zu beleuchten und Ihnen aufzuzeigen, was da an Arbeit dahintersteckt. Manfred Plinke beschönigt und verschweigt nichts und das ist gut so. Man sollte es sich wirklich überlegen, ob man diesen Schritt wagt, ob man sich, seiner Familie und der eigenen Schreibzeit so viele neue Aufgaben zumuten kann. Ob man das nötige Kleingeld dazu hat, das auch schnell Beträge erreichen kann, die an die Schmerzgrenze gehen können und oft genug auch ging. Die Zahl der gescheiterten Einzel-, Mini- und Kleinverlage ist sicher Legion. Und auch große Verlage haben schon die Segel streichen müssen. Ist es da nicht besser, sich vorher ausgiebig und fundiert zu informieren? Und genau das leistet Plinkes Buch.

Ich arbeite seit 37 Jahren in der Druckindustrie und bin im Zweitberuf Autor. Mein berufliches Fachwissen erlaubt es mir, die Tragweite so manch notwendigen Schrittes zu beurteilen. Einige Dinge kann man als pfiffiger Mensch sicher selbst erledigen, viele andere auch erlernen. Aber in welcher Zeit? Mit wieviel Lehrgeld, das unweigerlich weg ist? All die Arbeitszeit und Energie für ihren eigenen kleinen Verlag fehlt Ihnen bei Ihrer Kernkompetenz: dem Schreiben. Plinke führt auch Kommentare und Gastbeiträge von „Betroffenen“ der Bruchbranche auf; sie sind für mich sozusagen die Würze im Buch. Eine sehr gute Idee, wie ich finde.

Zu den einzelnen Bereichen finden sich Post- und Webadressen. Eine Checkliste führt Sie Schritt für Schritt auf Ihren Weg zum Mini-Verlag. Im Glossar erfahren Sie von A-Z die Erklärungen zu Fachbegriffen, welche es in Verlagen, Druckereien, im Buchhandel und generell zu Büchern zu wissen gilt. Oder wußten Sie was eine Addenda, ein Büchersammelverkehr oder ein Partiebezug ist? Ich nicht.

Für alle, die es dann wirklich wagen wollen, wird plötzlich aus dem Ratgeber ein Handbuch, das Sie in manchen Punkten vielleicht sogar ein zweites Mal lesen sollten. Denn wenn Sie der Welt verkünden, daß es ihr Buch (und hoffentlich viele weitere) jetzt beim Verlag „Ichselbst“ gibt, wäre es schon peinlich, wenn Sie nach wenigen Monaten alles wieder abblasen und fortan unter einem Pseudonym von vorne beginnen müßten.

Fazit

Die paar Euro für geballtes Know-how auf 300 Seiten sind gut angelegtes Geld … und läßt Sie vielleicht Verlage, Lektoren, Grafiker, Layouter, Rezensenten, Blogger und AutorenkollegInnen plötzlich mit ganz anderen Augen sehen.

Copyright © 2014 by Werner Karl
www.wernerkarl.org

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