Nana & Kaoru 15

Ryuta Amazume
Nana & Kaoru 15
Nana to Kaoru – Vol. 15, Japan, 2015
Panini Comics, Stuttgart, 03/2016
TB, Manga, Erotik, Comedy, Drama, 9783957986832, 186/799
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
Leseempfehlung: Ab 18 Jahre!
http: //www.paninicomics.de
http://www33.ocn.ne.jp/~nichieto/

Nana & Kaoru 15
Miyu Kawakami ist Nanas Klassenlehrerin. Sie ist 28 Jahre alt und hat einen Freund, Daisuke Aikawa, gerade mal 21 Jahre jung. Beide sind bis über beide Ohren ineinander verliebt, aber im Bett will es einfach nicht klappen. Auch die Tipps, die sie sich bei guten Bekannten holen, helfen wenig. Zu tief ist die Wunde, die eine Ex von Daisuke ihm beigebracht hat, als sie ihn wissen ließ, dass sie außer ihm auch mit anderen zusammen ist, die alle besser sind als er.

Doch da ist noch etwas, das immer wieder Daisuke durch den Kopf geht: ein Halsband! Aber darf er es wagen, Miyu zu bitten, es anzulegen? Würde ein wenig S/M beide so anregen, dass es endlich klappt? In einem einschlägigen Forum sucht er Rat und bekommt ihn ausgerechnet von Kaoru, Nanas BDSM-Partner und früherer Besitzer des Halsbands …

Damit die Beziehung von Nana und Kaoru nicht ihren Reiz verliert, werden zunehmend weitere Figuren in die Handlung integriert, die mehr oder minder zufällig ebenfalls auf den Geschmack von BDSM kommen. Zwar sind diesmal die anderen Schülerinnen ebenso wie Nana und Kaoru nur am Rande involviert, doch dafür kommen Miyu und Daisuke zum Zug.

Man lernt beide näher kennen, erfährt von ihren Problemen und Sehnsüchten. Darüber hinaus läuft alles so ähnlich ab wie in der Anfangszeit der beiden Hauptcharaktere, wenngleich diese den Akt bislang nie vollzogen haben – der männliche Leser würde ja sonst eifersüchtig auf den Zwerg Kaoru … Auch wenn die anderen Mädchen und jungen Frau ebenso attraktiv sind wie Nana, bleiben sie doch in deren Schatten, und den jeweiligen Verehrern kommt ebenfalls nicht der gleiche Stellenwert zu wie Kaoru, welcher der eigentliche Lehrer ist, der alle, einschließlich des Publikums, in die Welt des BDSM einführt.

Demensprechend präsentiert sich die Story als Mix aus Drama, Comedy und deftiger Erotik. Während die Frauen nahezu alles von sich preisgeben und allein Sprechblasen u. ä. die allerletzten Details verdecken, gibt es von den Männern erheblich weniger zu sehen aus Rücksicht auf den ‚konkurrierenden‘ Betrachter …, und entweder ist da gar nichts oder ein Ersatzobjekt (diesmal keine Banane). Angesichts dessen, was sonst schon alles gezeigt wurde, verblüfft in diesem Fall die plötzliche Zurückhaltung immer wieder. Aber die Serie ist nun mal mehr an Leser und weniger an Leserinnen adressiert.

Die Zeichnungen sind von gewohnter Qualität. Die Jungen sind allenfalls Durchschnittstypen, die Mädchen puppenhaft schön. Was gefällt, ist, dass Ryuta Amazume die Charaktere sehr individuell gestaltet und gerade bei den Protagonistinnen großen Wert darauf legt, dass nicht alle aussehen, wie einem Traum von Russ Meyer entsprungen.

Wer der Serie seit Beginn folgt und seinen Spaß an dem Thema und den puppenhaften Schönen hat, wird auch diesen Band seiner Sammlung hinzufügen wollen. Wer es weniger deftig mag, dürfte mit einem anderen Titel besser beraten sein, denn mit Vanilla Sex hat das hier nicht mehr viel zu tun.

Copyright © 2016 by Irene Salzmann (IS)

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