Reboot with Joe – Die Saftkur

Joe Cross
Reboot with Joe – Die Saftkur

The Reboot with Joe Juice Diet, Australien, 2014
Unimedica im Narayana Verlag, Kandern, 1. Auflage: 03/2016
Flexicover mit Lesebändchen, Sachbuch, Essen & Trinken, Gesundheit & Therapie, 9783944125640, 360/2400
Aus dem Australischen von Bärbel und Velten Arnold

Titelgestaltung von Narayana Verlag unter Verwendung eines Fotos von Joe Cross
Fotos und Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.unimedica.de

www.narayana-verlag.de

www.rebootwithjoe.com/

Reboot with Joe

Durch seinen Dokumentarfilm „Fat, Sick & Nearly Dead“ wurde der Australier Joe Cross mit seiner „Reboot“-Diät international bekannt. Außer „Reboot with Joe – Die Saftkur“ liegen einige weitere Bücher des Autors zu diesem Thema vor.

Beim „Reboot“ geht es darum, alle ungesunden Lebensmittel (Alkohol, Fertiggerichte, Junk Food) vom Speisezettel zu verbannen und den Körper durch eine Saftkur, eventuell ergänzt durch Gemüsegerichte und Obst, wenn man nicht völlig auf feste Nahrung verzichten möchte, zu entgiften. Im Anschluss an die Kur bleibt die Ernährung bei gesunden Produkten. Joe Cross verspricht, dass sich der Geschmackssinn durch den Reboot verändert und dass man angesichts der vielen leckeren vegetarischen Gerichte gar nicht mehr das Bedürfnis verspürt, Fleisch, Knabbersachen, Softdrinks u. ä. zu sich zu nehmen.

Ziel der Nahrungsmittelumstellung ist nicht allein eine Reduzierung des Gewichts, sondern auch die Linderung von gesundheitlichen Beschwerden, die auf falsche Ernährung und Übergewicht zurückzuführen sind. Natürlich ist eine Diät kein Ersatz für den Arzt, wenn man krank ist, und falls man sich in Behandlung befindet, sollte der Reboot mit dem Mediziner abgesprochen werden. Auch dann ist ein Arzt hinzuzuziehen, wenn die im Buch beschriebenen möglichen Nebenwirkungen des Reboot (Kopfschmerzen, Schwindel, niedriger Blutdruck etc.) nicht nach kurzer Zeit wieder aufhören.

Sehr ausführlich schildert der Autor seinen eigenen Weg als übergewichtiger, an verschiedenen Beschwerden leidender Mann zu der Erkenntnis, dringend etwas ändern zu müssen, um die Gesundheit zurückzuerhalten und Lebensqualität hinzuzugewinnen. Die Erfolgsgeschichten Betroffener machen deutlich, dass es möglich ist, auch wenn der Verzicht auf viele Lieblingsspeisen und –getränke vor allem zu Beginn sehr hart ist. Doch auch von Heißhungerattacken und Rückfällen soll man sich nicht entmutigen lassen.

Schritt für Schritt wird dem Leser, der den Reboot ausprobieren möchte, alles Wesentliche auf sehr persönliche Weise erläutert: Jedes Wenn und Aber wird vorweggenommen, auf alle Bedenken und vorstellbare Probleme wird ernsthaft eingegangen – denn es sind zunächst die geistigen Hürden, die noch vor den körperlichen (Heißhunger) überwunden werden müssen. Darum spielt auch die Vorbereitung eine wichtige Rolle, und wenn es dann losgeht, helfen die vorgegebenen Ernährungspläne durch die verschiedenen möglichen Reboot-Programme, z. B. durch das „3-Tage-Schnellstart-Reboot“ bis hin zum „30-tägigen klassischen Reboot“ und der „Nachbereitungsphase“ mit Menüvorschlägen, in der man langsam wieder auf mehr feste Nahrung umstellt, woran sich der Körper erst wieder gewöhnen muss. Natürlich werden auch Alternativzutaten genannt, falls man eine Gemüse- oder Obstsorte überhaupt nicht mag.

Das ganze Drumherum, angefangen von der „Reboot“-Philosophie bis hin zu den praktischen Tipps, zu denen auch Informationen zu den notwendigen Haushaltsgeräten – unerlässlich ist ein Entsafter – und den erlaubten Zutaten gehören, stellen den Hauptteil des Buchs, während auf die Rezepte lediglich 108 (von insgesamt 360) Seiten entfallen, wobei hiervon wiederum bestimmt ein Drittel von Farbfotos belegt wird, die gut eine halbe oder ganze Seite belegen.

Zu den gesunden Rezepten, die auf Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten basieren, gehören beispielsweise „Australian Gold“, „Grünes Elixier“, „Beeren-Apfel-Zimt-Auflauf“, „Köstliche Multifruchtvariation“, „Salat mit geröstetem Gemüse“, Thai-Reboot-Salat“, „Grüne Detox-Suppe“, „Süßkartoffel-Pakchoi-Suppe“, „Gemüsepfanne“, „Sautiertes grünes Blattgemüse mit Knoblauch“, „Beeren-Quinoa-Frühstück“, „Teff-Brei mit Mandeln und Blaubeeren“, „Blaubeer-Erdbeer-Chia-Smoothie“, „Burger aus Quinoa und schwarzen Bohnen“, „Linsen-Butternuss-Kürbis-Curry“, „Süßer Limetten-Quinoa-Nudel-Salat und …

Bananen-„Eis“:

Für 1 Portion gibt man 1 große oder 2 kleine gefrorene Bananen, ½ EL Mandelbutter, ½ EL Kakao-Nibs, ½ TL Zimt, ca. 2 EL Mandelmilch in den Mixer und mixt, bis die Masse eine sämige Eiskonsistenz annimmt. Schon fertig!

Jedes Rezept besteht aus einer Zutatenliste und einer Schritt für Schritt-Anleitung. Auf unnötigen Schnickschnack wurde verzichtet. Außer den Portionsangaben findet man Informationen zu den Nährwerten sowie gelegentlich einen Hinweis zu einer weniger geläufigen Zutat. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto.

Nicht alle Zutaten sind im Discounter erhältlich, wenngleich man immer mehr davon in besser sortierten Läden, auf Märkten und in Reformhäusern findet, z. B. Quinoa, Chia-Samen und Gojibeeren. Etwas teuer ist die Diät natürlich, gerade wenn man nach Bioprodukten und Super-Food greift, doch laut Autor gleicht sich das aus, weil man insgesamt weniger und gezielt kauft.

Aus welchen Gründen auch immer man eine Fastenkur und eine Ernährungsumstellung plant – Bücher zu diesem Thema gibt es ja in Mengen -, es lohnt sich gewiss, sich verschiedenen Titel anzusehen, um für sich das Richtige zu finden. Vielleicht ist es sogar „Reboot mit Joe“, denn die Obst- und Gemüsesmoothies und die vegetarischen Gerichte klingen recht verlockend. Es ist eigentlich nichts dabei, was man grundsätzlich ablehnen würde, und ob süß oder pikant, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Schade nur, dass der Rezeptteil so klein ausfällt und sich der Autor beim Drumherum nicht etwas kürzer gefasst und auf Wiederholungen verzichtet hat.

Copyright © 2016 by Irene Salzmann (IS)

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