Spider-Man: Göttliche Gnade

Jose Molina
Spider-Man: Göttliche Gnade

The Amazing Spider-Man 1.1 – 1.6: Amazing Grace 1 – 6: A WFetch Like Me/My Heart to Fear/Dangers/Tails and Snares/Within the Vail/Flesh and Heart Shall fall/Lead Me Home (Göttliche Gnade, Teil 1 – 6: Ein armer Kerl wie ich/Ein fürchtend Herz/Tücken/Täuschungen und Fallstricke/HinPB, Comic, Superhelden, Mystery, Action, SF, 9783957988690, 140/1499
Aus dem Amerikanischen von Michael Strittmatter
Titelillustrationv von Simone Bianchi
Zeichnungen von Simone Bianchi, Andrea Broccardo

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Vorweihnachtszeit in Harlem: Julio Rodriguez, ermordet von drogensüchtigen Schlägern, steigt noch in der Nacht seines Begräbnisses wieder aus dem Grab und kehrt scheinbar unversehrt zu seiner Familie zurück. Für die Medien das perfekte Weihnachtswunder. Doch Spider-Man hat seine Zweifel, als er erfährt, dass Julio Krebs hatte und sich die schulmedizinische Behandlung nicht leisten konnte. Auch von seiner eigenen Onkel Ben-Stiftung wurde Julios Ersuchen nach Unterstützung abgelehnt.

Von den Santarians erfährt Spidey, dass der Todkranke nach Kuba gereist ist und mit verändertem Wesen, böse und gewalttätig, nach New York zurückkam. Julios DANN verrät, dass er kein Mensch mehr ist. Spider-Man folgt Julios Spuren nach Kuba, wo die Fährte zu einem mystischen Priester namens Babale führt.

Göttliche Gnade“ ist eine Miniserie, die in der aktuellen Kontinuität zwischen „Amazing Spider-Man“ (Vol. 4) Ausgabe 1 und 2 angesiedelt ist. Die Einzelhefte tragen entsprechend die Nummern 1.1 – 1.6.

Was mit der ‚Auferstehung von Julio Rodriguez‘ zunächst sehr schön mysteriös und vielversprechend beginnt, erweist sich mit zunehmender Länge, wenn es darum geht, einen durchgehenden, verfolgbaren Handlungsfaden zu spinnen, als ziemlich unglücklich konstruiert. Der Verweis auf die Krebserkrankung, eine fragwürdige Behandlung durch einen kubanischen Wunderheiler und Peters moralische Einbeziehung, da seine eigene Onkel Ben-Stiftung Julio nicht geholfen hat, funktioniert noch wunderbar.

Dann jedoch wird die Geschichte reichlich sprunghaft, Handlungsfäden werden einfach fallen gelassen, andere aus dem Nichts aufgegriffen, sodass der Durchblick auf der Strecke bleibt. Auch die christliche Symbolik, die sich förmlich aufdrängt, wird nicht genutzt. Die Auflösung des Rätsels ist schließlich dermaßen einfallslos, plump und mit unpassend viel Getöse.

Gefallen hat dagegen die (Wieder-) Einführung der Samaritans, eines Latino-Superheldenteams, das in Harlem aktiv ist und ursprünglich 2005 von Joe Quesada für „Daredevil: Father“ erdacht wurde, seitdem aber wieder in der Versenkung verschwunden ist. Gerne mehr von dieser Truppe.

Außerdem ist auf der Haben-Seite des Bandes ganz klar der italienische Zeichner Simone Bianchi („Die Rückkehr von Sabretooth“) zu nennen. Hat man sich einmal an den aufgefütterten und glänzenden ‚Steppjacken-Look‘ seines Spider-Mans gewöhnt, funktioniert das sehr gut.

Unverständlicherweise gibt es an einigen Stellen Zeichnerwechsel, die das Ganze inkosistent machen. Genannt ist neben Simone Bianchi noch Landsmann Andrea Broccardo, doch ist mindestens noch ein dritter Zeichner beteiligt, von dem nur der Nachname auf den Originalcovern genannt ist, vermutlich (Raymond) Bermudez, der einen typischen Image-Stil pflegt und damit sogar noch besser abschneidet als Broccardo.

Auf der Panini Homepage ist der Umfang des Bandes mit 116 Seiten angegeben, tatsächlich stimmt aber die Angabe auf dem Backcover mit 140 Seiten.

Ein toller Start, ein laues Ende und wechselnde Zeichner machen „Göttliche Gnade“ zu einer recht durchwachsenen Sache. Nicht gerade ein must read.

Copyright © 2016 by Elmar Huber (EH)

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