Das Amulett der Ewigkeit

Björn Springorum und Susanne Glanzner
Das Amulett der Ewigkeit

Thienemann Verlag, Stuttgart, 03/2015
PB, Jugendbuch, Urban Fantasy, Romance, 9783522202138, 303/1499
Titelmotiv
von Tina Agard Thienemann

www.thienemann-esslinger.de/thienemann/

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Björn Springorum und Susanne Glanzner haben mit „Das Amulett der Ewigkeit“ eine schöne romantische Geschichte geschaffen, die gleichwohl in der Literatur – sogar im gleichen Verlagsverbund – Vorläufer hat. Die Idee an sich ist sehr ansprechend:

Zwei junge Menschen tauschen über eine magische Verbindung Briefe über eine Zeit von mehr als 150 Jahren miteinander aus und verlieben sich dadurch ineinander. Diese Botschaften und die daraus resultierende immer stärkere Verbundenheit von Christopher, der im Jahr 1851 lebt und Christine, die 2014 zu Hause ist, sind auch die tragende Säule des Romans und werden in den Reihen der Romantiker sicher begeisterte Freunde finden.

Dies kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Roman doch einige handwerkliche Fehler enthält, die auch durch das Sujet Fantasy nicht so einfach hinweg gebügelt werden können. Die Autoren haben sich zu sehr auf die schöne Grundidee des Romans versteift und dabei die für das Verständnis der Geschichte wichtige Entwicklung der Nebenfiguren und der – wenn man so will – Haupthandlung zu sehr vernachlässigt.

Besonders deutlich wird dies zum Ende des Romans, das leider vollkommen verkorkst wird. Dort wird dann verzweifelt versucht, auf einigen wenigen Seiten zusammen gedrängt, die Geschichte rund zu biegen. Das Ergebnis ist in der Sache nicht besonders nachvollziehbar, und der Verzicht auf ein eigentlich vorhersehbares Happy End lässt die Sache mit einem richtigen Bauchklatscher enden, was letztlich auch die romantische Leserschaft, die über viele Ungereimtheiten hinwegsehen mag, sehr enttäuschen wird.

Eine gut gemeinte Empfehlung an die Autoren wäre eine wirklich grundlegende Überarbeitung der Geschichte, die in dieser Form fast wie eine Rohfassung wirkt. Dann könnte daraus eine wirklich gute Geschichte werden.

Copyright © 2016 by Karl E. Aulbach (KEA)

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