Tod und Verdammnis

Dr. Nachtstrom (Hrsg.), Bernhard Reicher (Chefredakteur)
Tod und Verdammnis
Visionarium 1

Edition Gwydion, Graz (A)
über Amazon CreateSpace, USA und München, 17. Januar 2014
TB, Magazin, Mystery, Dark Fantasy
ISBN 978-1-49498-987-3
Titelillustration von Jörg Vogeltanz
Illustrationen im Innenteil von Michael Wittmann, Arkis Krayl, Anna-Maria Jung

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Titel erhältlich bei Amazon.de

„Die Familie saß friedlich zusammen. Vor dem Essen hatte Simone an den Puppen gearbeitet, die im hinteren Teil der Küche aufgehängt waren. Das Mädchen hatte mit Händen und Füßen deutlich gemacht, dass das draußen dieser gefährliche Mann war. Aber weder die Mutter noch Gregor hatte es alarmiert; sie zeigten überhaupt keine Reaktion. Alles war ganz normal. Gregor hatte gekocht – frische Innereien.“ (Martin Compart: „Im Wald“)

Martin Compart: „Im Wald“
Gill findet tatsächlich eine Spur der verschwundenen Jugendlichen. Eine kalte Feuerstelle im Wald. Doch offenbar hat jemand sich die Mühe gemacht und die Zelte sowie weitere Spuren verschwinden lassen. Außerdem wird er aus dem Dickicht beobachtet.

Christina Scholz: „Children of the Revolution”
Mit Unterstützung der Deutschen Bahn in Dortmund gestrandet, muss sich der Protagonist nahe dem Universitätsgelände eine Unterkunft für die Nacht suchen. Bereits am Abend lassen seltsame Ereignisse die offenbar menschenleere Hochschule bedrohlich erscheinen. Doch erst am nächsten Morgen enthüllt sich ihm das wahre Ausmaß der Ereignisse.

John Aysa: „Ein strahlend schöner Morgen“
Hitze und Strahlung zwingen die Menschen, den Tag über in ihren brütend heißen Wohnungen zu bleiben. Die Grundversorgung ist rationiert, und unterirdisch werden die ersten Megastädte gebaut. Plötzlich lässt die verirrte Kugel eines Polizisten, der einen Amokläufer über die Dächer verfolgt, das schützende Glas einer der nahen Wohnungen zerplatzen.

„Warum man das Projekt verstecken musste? Weil es sich seit seinen frühesten Tagen – erst ziemlich alchemielastig, aber immer unter Miteinbezug der neuesten Erkenntnisse der Genforschung – mit dem Experiment beschäftigte, die DNS verschiedener Spezies zu kombinieren, um so einen widerstandfähigen, hyperintelligenten Übermenschen zu schaffen.“ (Christina Scholz: „Children of the Revolution”)

Die Österreicher rüsten auf in Sachen Fantastik. Nach Evolver Books und dem mkrug-Verlag drängen nun noch die „Pantherion“-Macher mit der Edition Gwydion (vorher Edition preQuel) ins Blickfeld der Fantastik-Fans. „Die Edition Gwydion ist ein Autorenverband von Selbstverlegern, der gemeinsame Interessen und Know-How im Bereich des Self-Publishing teilt.“

Neben den Beiträgen zum multimedialen „Pantherion“-Univerversum (www.pantherion.at/) und Einzelbänden der beteiligten Autoren wurde das Magazin „Visionarium“ lanciert, das mit seiner Mischung aus „illustrierten Kurzgeschichten zeitgenössischer Autoren, Exklusiv-Interviews, Rezensionen und außergewöhnlichen Reportagen“ „Absinth für den Geist“ verspricht. Optisch orientiert sich die Covergestaltung von Jörg Vogeltanz dann auch passenderweise am Jugendstil. Selbstverständlich sind die Veröffentlichungen vornehmlich als ebooks, aber auch über Amazon als print (realisiert über Amazon CreateSpace) erhältlich.

Die „Visionarium“-Ausgabe 1 hält drei Geschichten bereit, die zwar eindeutig zu modern ausgefallen sind, um zu dem proklamierten „Absinth-für-den-Geist“- und „New Decadence“-Image passen zu wollen, aber dennoch hervorragend zu unterhalten wissen. ‚Krimipapst‘ Martin Compart lässt den aus „Der Sodom-Kontrakt“ und „Die Luzifer-Connection“ bekannten Ex-Söldner Gill auf der Suche nach zwei verschwundenen Jugendlichen inzestuöse Kannibalen („Wrong Turn“ lässt grüßen) treffen. Das Ergebnis ist eine knochentrockene Backwoods-Granate, die dankbarerweise nicht über Gebühr strapaziert wird. Christina Scholz‘ Protagonist scheint unbemerkt die Grenzen der Realität hinter sich zu lassen und enttarnt die Hochschule Dortmund als Hochburg genetischer Experimente. John Aysa bleibt derweil der Postapokalypse treu und bietet eine aus verschiedenen Blickwinkeln erzählte Episodengeschichte aus einer überbevölkerten Megastadt. Abwechslung ist also garantiert, und jede Geschichte ist mit einer exklusiven Grafik wechselnder Künstler garniert.

Der Artikel-/Interview-Teil liefert ein Interview, das Dr. Nachtstrom mit Horror-/Thrillerautor Andreas Gruber geführt hat, der über seinen schriftstellerischen Werdegang, seine Vorstellungen der Zukunft und die aktuellen Entwicklungen auf dem Buchmarkt plaudert. Weiterhin beschäftigt sich Le Docteur in einem Rezensionsartikel mit einigen weniger populären Genre-Crossover-Romanen. Bernhard Reicher erkundet in seiner Reportage, was passiert, „Wenn die großen Alten Wirklichkeit werden“. Der Weg des etwas wirren Artikels reicht von Alan Moores „Neonomicon“ bis zum Treffen mit einer Chaosmagierin. Vervollständigt wird das Magazin mit den Vorstellungen der Herausgeber, Autoren und Künstler sowie Werbung in eigener Sache.

Die Österreicher machen mobil. Sehr schöne erste Ausgabe des Fantastik-Magazins vom Autorenkollektiv „Edition Gwydion“ mit exklusivem Material von John Aysa und Martin Compart.

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