Buchbesprechungen

Hier finden Sie unsere Buchbesprechungen nach Genres und Titel sortiert. Der Index erfasst alle Buchbesprechungen. Auf Grund seines Umfangs kann die Ladezeit ein wenig andauern.

Comments

  1. Mit ihrem neuesten Roman entführt Ellen Alpsten den Leser erneut in die magische Welt Kenias mit all seinen Mythen und Geheimnissen. Die herauf beschwörten, eindrucksvollen Bilder haben mich bis zur letzten Seite in den Verstrickungen von Freund- und Feindschaft, Liebe, Hass und doppelbödiger Leidenschaft gefesselt. Eine Geschichte voll Finesse, Fantasie und Überraschungen. Die Autorin hält die doppelte Struktur des Romans ist auf beeindruckende Art und Weise durch: Die Geschichten der drei Frauen sind dicht miteinander verwoben, doch rückt eine nach der anderen in den Vordergrund und kommt dem Leser nahe. Ellen Alpstens bildhafte und doch reduzierte Sprache ist von epischer Erzählkraft und eine wahre Wohltat bei all dem Unvollständigen auf dem Markt, endlich jemand der wirklich SCHÖN schreibt. Als ich den Roman geschenkt bekam, habe ich zuerst gezögert, aber er hat nichts mit dem üblichen „Afrika-Genre“ gemein. Vielleicht liegt es daran, dass Ellen Alpsten als renommierte Journalistin Afrika wirklich kennt. Aber der Roman kann allen gefallen. Wirklich eine Entdeckung!

  2. Sehr geehrte KollegInnen,

    anbei sende ich Ihnen einen Text über den Titel „Sonnenschiff“ von Claudia Wädlich zur Veröffentlichung, weil meiner Überzeugung nach diese Buch eine besondere, vom Mainstream abweichende Darstellung eines brisanten Themenkomplexes darstellt. Für einen Beleghinweis bin ich im Voraus dankbar.

    Freundliche Grüße
    Ulf G. Stuberger

    Pressebüro Karlsruhe
    Ulf G. Stuberger
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    Das Sonnenschiff

    Da sitzt sie in einem Taxi auf dem Weg zum Hatschepsut-Tempel im ägyptischen Luxor. Es ist der 17. November 1997. Die Ägyptenliebhaberin und –kennerin Claudia Wädlich freut sich auf einen interessanten und spannenden Tag. Sie ahnt nicht, dass die Spannung unerträglich werden wird, als ihr Taxi von einem Bus überholt wird. Männer schauen aus den Fenstern mit weit aufgerissenen Augen. Später wird man behaupten, das seien Studenten gewesen. Eine islamistisch bezeichnete Gruppe mit dem Namen „Gamaa Islamija“ wird sich zu ihrem Terroranschlag bekennen, bei dem 62 Personen ermordet und zwölf verletzt werden. Das barbarische Gemetzel war aber erst ein Anfang. Der Juristin Claudia Wädlich und einigen ihrer Mitreisenden fiel in Luxor jener US-Amerikaner auf, der so nervös auf seine Uhr schaute, unmittelbar bevor die Männergruppe damit begann, zu morden. Sie hat den Anschlag überlebt. Sie weiß, was sie schreibt. Als fachkundige Augenzeugin ist sie sich sicher: Das waren keine ägyptischen Studenten, das waren Jemeniten oder Paschtunen. Andere Behauptungen, die bis heute vom Mainstream der Medien verbreitet werden, seien „absolute Desinformation“. Den Amerikaner hält sie heute für einen vorab informierten CNN-Reporter, der das Gemetzel filmen wollte, um sich dadurch „eine goldene Nase zu verdienen“. Der Anschlag auf Touristen in Luxor ist nur der Anfang gewesen. Nach einigen weiteren ominösen Verbrechen habe es schließlich für die USA einen vorgeschobenen Grund mehr gegeben, ihren Krieg gegen den Irak zu beginnen – Vorwände, wie wir heute gesichert wissen, sind aus Amerika genug erlogen worden. In einer labyrinthischen Darstellung führt Wädlich ihre Leser von 1997 über den Tahrirplatz bis in die Gegenwart Ägyptens, das sie so liebt. Trotz alledem. Für ein Sachbuch sei ihr das alles zu vielschichtig gewesen, durch einen fiktiven Romanhabe sie ein besseres Bild der Wirklichkeit abliefern können. Und der hat es auch sprachlich in sich! Gewaltig, was diese Frau geleistet hat.

    Claudia Wädlich: DAS SONNENSCHIFF
    ISBN-13: 978-3732291953
    Paperback, 384 Seiten, 25,00 €
    edition lichtblick, Oldenburg 2014

  3. Hallo Herr Stuberger,

    vielen Dank für diese Rezension. Ihr offenes Posting ermöglicht es mir rechtlich, diese Rezi in „unsere Form zu gießen“. Wie Sie an allen anderen Rezis sehen können, verlinken wir die besprochenen Bücher zum Verlag, ggf. zur Website des Autors und natürlich zu den wichtigsten Verkaufsplattformen. Was ja auch im Sinne aller Beteiligten ist. 😉

    Wenn Sie wieder eine Rezi anbieten wollen, schicken Sie diese doch bitte an meine E-Mail-Adresse: galaxykarl[at]gmx.de; das tun auch alle unsere RezensentInnen. Idealerweise auch mit einem offiziell verwendbaren Cover als jpeg.

    Mich würde noch interessieren, wer der Rezensent ist? Waren Sie das oder jemand anderer?

    Mit galaktischen Grüßen
    Werner Karl
    Chefredaktion Buchrezicenter.de

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