Anthologie

Diagnose: Exitus

13 Storys erzählen von bibbernden Patienten, irren Ärzten, medizinischen Abartigkeiten u. a. Schrecken, die sich nicht nur der kranke Mensch im Umfeld von Spritzen & Skalpellen vorstellen kann … – Herausgeber Wagner, selbst Mediziner, sammelt einschlägige Geschichten aus 100 Jahren, wobei er jenseits abgehangener Klassiker weniger bekannte aber ebenso unterhaltsame Autoren heranzieht: eine überdurchschnittliche Kollektion.

Saat aus dem Grabe

Acht Kurzgeschichten und eine Novelle aus den 1930er Jahren, verfasst von Clark Ashton Smith (1893-1961), dem Meister des Bizarren und Morbiden, der europäische Dekadenz mit amerikanischer Fabulierkunst kreuzt und dem Ergebnis morgenländische Märchenhaftigkeit beimischt; es entsteht eine schwüle, von unguter Fruchtbarkeit geprägte Atmosphäre drastischen Grauens – und ein von der Zeit mit nostalgischer Patina geadeltes, aber weiterhin kraftvolles Lese-Erlebnis, das schon den großen H. P. Lovecraft beeindruckte.

Eiskalte Weihnachten

27 phantastische Geschichten, wie sie vor dem Siegeszug von Radio & Fernsehen gern an langweiligen Weihnachtsabenden erzählt wurden; zu klassischen Autoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gesellen sich moderne Zeitgenossen, die diese alte Tradition stimmungsvoll aufleben lassen: Hier wird aus Leibeskräften gespukt und gemordet, denn diese Geister u. a. Kreaturen sind vor allem übellaunig!

O du grausame Weihnachtszeit

16 teils klassische, teils eigens für diese Sammlung geschriebene Erzählungen erinnern an die Tradition, zu Weihnachten Geistergeschichten zu erzählen. Dabei werden gängige Festtagsbräuche hinterfragt oder grimmig konterkariert, und selbst bei Wahrung der feierlichen Harmonie bleibt Sentimentalität sorgfältig ausgeschlossen, sodass diese Storys sich trotz manchmal hohen Alters ihren Unterhaltungswert bewahren konnten.

Kein Friede auf Erden

23 Storys aus mehr als anderthalb Jahrhunderten erinnern an die Tradition, sich zu Weihnachten schaurige Geschichten zu erzählen. Geisterspuk, Wahnsinn, Verbrechen: Das inhaltliche Spektrum ist breit, wobei die die feiertägliche Besinnlichkeit zwar gewahrt bleibt aber überaus großzügig interpretiert wird: Lektüre für draußen dunkle, drinnen behagliche Wintertage.

Sämtliche Geistergeschichten, Bd. 2

24 weitere Geistergeschichten – einige nur Fragmente – zeugen abermals von einem jenseitigen (Nach-) Leben, das für jene, die seinen Bewohnern zu nahe kommen, üble Folgen zeitigt. Dazu kommen fantasylastige Storys, die den Einfallsreichtum des Verfassers unterhaltsam unterstreichen, zwei kurze Essays, in denen James über das Horror-Genre sinniert, sowie ein Nachwort, das die multimediale Bedeutung von M. R. James im und für das 21. Jahrhundert definiert … – Wiederum fabelhaft übersetzt und schlicht aber fein gestaltet, sorgt auch der zweite Band dieser Gesamtausgabe für Stunden nostalgischer und positiv altmodischer Grusel-Spannung: Endlich ist die Überlieferungslücke in Sachen M. R. James auch in Deutschland geschlossen!

In der Gruft und andere makabre Geschichten

14 frühe bzw. weniger bekannte phantastische Kurzgeschichten und eine Novelle von H. P. Lovecraft (1890-1937) belegen, dass der klassische Meister des modernen Grauens schon in den Jahren vor dem „kosmischen Schrecken“ der „Cthulhu“-Stories ein Panoptikum schauerlicher Begebenheiten entwarf, die es ebenso spannend wie gruselig in sich haben und thematisch eine erstaunliche Bandbreite abdecken.

Sämtliche Geistergeschichten, Bd. 1

19 Geschichten erzählen von bösartigen, sogar mörderischen Gespenstern, die von neugierigen Pechvögeln ohne Kenntnis der Folgen geweckt werden und diesen grausam zu Leibe rücken … – Klassisch angelsächsischer Spuk der Sonderklasse: Spannender, gruseliger und humorvoller geht es eigentlich nicht, weshalb bereits dieser erste Teil einer zweibändigen Sammlung sämtlicher „Ghost Stories“ von M. R. James ein Geschenk für den Genre-Freund ist. Eine behutsam modernisierende Übersetzung, drei informative Vorwörter sowie schauerlich-schöne Illustrationen sorgen für ein Buch, das sich der Horror-Freund einst mit in den Sarg legen lassen wird!

Wechselwelten

In „Wechselwelten“ präsentiert Oliver Henkel acht mehr oder minder kurze Erzählungen, in denen historische Ereignisse nicht ganz so ablaufen, wie man es aus den Geschichtsbüchern kennt. Im Gegensatz zu anderen Autoren, die sich ebenfalls mit alternativen Welten befassen, konzentriert er sich jedoch weniger bis gar nicht auf das Danach, sondern auf den Augenblick, der die Veränderung herbeiführt, und lässt die Konsequenzen offen bzw. überlässt sie der Fantasie seines Publikums. Als Background wählt Oliver Henkel verschiedene Orte, Zeitalter und fiktive Begebenheiten, beispielsweise den Aufstieg und das Ende von Alexander dem Großen, einen Prozess Abraham Lincolns vor dem Sezessionskrieg, die Verhandlungen Adolf Hitlers mit Al Capone vor dem Zweiten Weltkrieg usw.