Frauenroman

Zorn der Meere

1629 sinkt das Handelsschiff „Batavia“ im Indischen Ozean. Die Überlebenden retten sich auf eine öde Insel. Dort reißt ein Mann die Macht an sich, regiert durch Mord und Terror und ist zum Äußersten bereit, um seine Schandtaten zu vertuschen … – Auf der Basis historisch belegter Tatsachen erzählt Autor Falconer eine Geschichte, die als Fiktion mit der Realität kaum mithalten kann. Einschlägige Klischees passieren vor den Leseraugen Revue, doch insgesamt dominiert die fesselnde Story.

Morgen ist es Liebe

Martin Hallberg hat sich in die Weinberge zurückgezogen. Er will seinem Leben ein Ende bereiten. Ein Abschiedsbrief steckt in seinem Mantel. Es ist kalt und verschneit und Martin ist davon überzeugt, dass diese Kälte ihm bei seinem Vorhaben eine Hilfe sein wird. Doch dann muss er mit ansehen, wie ein Fahrzeug von der Straße abkommt und einen Hang hinunterrutscht. Sofort leistet er Hilfe. Die verunglückte Frau zieht er aus dem Autowrack und deckt sie mit seinem Mantel zu. Als er bemerkt, dass sich Rettungsfahrzeuge nähern, zieht er sich zurück, denn er möchte nicht entdeckt werden.

Wir sehen uns beim Happy End

Ella will Philip heiraten. Für ihn macht sie alles. Sie liebt ihn und lebt für ihn, hat für ihn sogar ganz selbstverständlich ihre eigene Selbstständigkeit aufgegeben. Für Ella ist alles perfekt. Das schreibt sie auch auf ihrem Blog „Better Endings“ nieder, in dem sie neben ihren eigenen Wünschen und Plänen auch stets Geschichten und Büchern ein schöneres Ende, ein Happy End, verleiht. Viel zu oft ist für Ella der Ausgang eines Films oder eines Romans nicht schön genug. Das mag sie einfach nicht, also muss ein anderes Ende her.

Winter People – Wer die Toten weckt

In einer abgelegenen Region Neuenglands kehren die Toten zurück, wenn man sie ruft. Leider haben sie sich sehr verändert, weshalb die Wiedersehensfreude rasch Entsetzen und Mord weicht … – Auf zwei Zeitebenen (1908 und Gegenwart) spinnt die Autorin ein erfreulich klassisches Gruselgarn, das mit modernen Schauerlichkeiten durchwebt ist und stimmungsdämpfende Seifenoper-Elemente auf ein erträgliches Maß dämpft: leicht überdurchschnittliche Phantastik.

Preiselbeertage

Ariane hat ihre Heimat Schweden schon kurz nach dem Ende der Schulzeit verlassen. Sie lebt nun in Leipzig, ganz in der Nähe der Großeltern. Als sie vom Tod ihres Vaters erfährt, reist sie selbstverständlich nach Schweden. Da ihr Leben ohnehin an einem Wendepunkt steht, denn mit dem Job läuft es nicht so rund und auch die Beziehung scheint am Ende, entschließt sich Ariane für einige Zeit in Schweden zu bleiben. Dort nähert sie sich mit der Zeit ihrer Schwester Jolante an, obwohl die zwei jungen Frauen bislang wenig gemeinsam hatten.

Winterengel

Anna Härtel erschafft aus selbsthergestellten Formen zauberhafte Glasengel und verkauft sie auf dem Markt. Dieses Zubrot braucht die Familie, denn nach dem Tod des Vaters und dem Verlust der Glasbläserei ist Anna diejenige, die die Familie ernährt. Annas Mutter ist krank und die jüngere Schwester noch nicht so weit, dass sie die Familie finanziell unterstützen könnte. Anna darf die Engel nach Feierabend bei einem Glasbläser im Nachbarort herstellen. Dieser hat Anna auch einen Job angeboten, nachdem die Familie den Haupternährer verloren hat.

Ein Winter voller Wunder

Bea verliert ihren Mann Peter, der ihr über viele Jahre ein liebevoller Mann und Gefährte war. Peter reißt ein großes Loch in Beas Leben, aber zum Glück steht sie auf eigenen Füßen und führt in Sydney ein eigenes kleines Café. Ihren erwachsenen Sohn Wyatt liebt sie über alles und auch die gerade pubertierende Enkelin Flora, doch leider hat sich über die Jahre zwischen Mutter und Sohn und damit auch seiner Familie eine Distanz gebildet, die dazu geführt hat, dass man sich nur relativ selten sieht. Umso erstaunter ist Bea als ihr Sohn plötzlich mit Enkelin Flora vor der Tür steht…

Die Oleanderschwestern

Iris und Viola sind Schwestern, allerdings wissen sie das nicht und kennen sich auch zu Beginn der Geschichte nicht. Doch dann begegnet Iris, deren derzeitige Heimat Amsterdam ist, auf einer dienstlichen Reise zur Chelsea Flower Show nach London einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Es stellt sich heraus, dass es sich um ihre Zwillingsschwester Viola handelt, von deren Existenz Iris bislang nichts wusste. Überhaupt scheinen die familiären Dinge ganz anders zu liegen als Iris es bisher gedacht hat…

Mein Herz ist eine Insel

Isla Grant kehrt nach der gerade erst erfolgten Trennung von Ihrem langjährigen Freund an ihren Heimatort zurück. Die kleine schottische Insel Bailevar mit ihren ca. 60 Einwohnern ist kaum bekannt. Auf der Insel selbst aber kennt jeder jeden und weiß über alles Bescheid. Das war auch der Grund weshalb Isla die Insel vor vielen Jahren verlassen hat, nur hat sie dann auch den Kontakt zu ihrem Vater und den beiden Brüdern komplett abgebrochen. Der Empfang durch die Familie fällt daher eher durchwachsen aus…

Die Ernte des Bösen

Als ausgerechnet dem einbeinigen Privatdetektiv Cormoran Strike ein abgetrenntes Frauenbein zugeschickt wird, ahnt dieser, dass jemand, mit dem er einst aneinandergeriet, Rache nehmen will. Leider gibt es mindestens drei Kandidaten, die sämtlich untergetaucht sind … – Der dritte Strike-Roman schildert primär das Aufwärmen kalter Spuren, was wortreich mit den Beziehungsproblemen der Mit-Detektivin Robin verwoben wird. Da Autorin Joanne K. Rowling – sie steckt hinter dem männlichen Autoren-Pseudonym – schreiben kann und über trockenen Witz verfügt, wird die Überlänge dieses Romans nur selten zum Problem.