Mystery

Die Gräber der Vergessenen

Ein grotesker Ritualmord und ein Familien-Massaker rufen die Kriminalpolizei der Stadt Edinburgh auf den Plan. Die politisch delikaten Ermittlungen werden einem fähigen aber querköpfigen Fahnder übertragen, den man notfalls als Sündenbock opfern kann; ein Risiko, das angesichts der allmählich aufgedeckten Ungeheuerlichkeiten zur realen Lebensgefahr mutiert … – Der vierte Kriminalroman um Inspektor Tony McLean beginnt als „police procedural“ mit modern sozialkritischem Unterton, um final ganz ernsthaft eine ‚übernatürliche‘ Auflösung zu bieten: ein nicht ganz stimmiger, aber sehr unterhaltsamer Genre-Mix.

2018 – Anne Stokes Mystic World Posterkalender – Kalender 2018

Bei dem Titel “Anne Stokes Mystic World Posterkalender” handelt es sich um einen Monatskalender, dessen Fokus stark auf den einzelnen Bildern des Kalenders liegt. Der Kalender bedient mit seinen vielfältigen Bildern in jedem Fall die dunkle Seite der Fantasy-Fans und weist einen gehörigen Touch an Gothic-Elementen auf. Es wimmelt im Kalender nur so von Drachen und dunklen Elfen. In jedem Fall bewegt sich der Kalender im eher dunklen und etwas gedecktem Farbspektrum. Dies kann man auch an der untenstehenden Bildauswahl erkennen.

Die Kinder der Nacht

14 Storys eines Meisters der klassischen „Pulp“-Phantastik und des Abenteuers; der unerhörte Schwung eines geborenen Geschichtenerzählers trägt über Logiklücken, Flachfiguren oder Inhaltsklischees mühelos hinweg und lässt vor den Leseraugen versunkene Welten und archaische Gräuel quicklebendig werden: Auch Band 5 der Howard-Edition bietet hohen Lektüregenuss!

Winter People – Wer die Toten weckt

In einer abgelegenen Region Neuenglands kehren die Toten zurück, wenn man sie ruft. Leider haben sie sich sehr verändert, weshalb die Wiedersehensfreude rasch Entsetzen und Mord weicht … – Auf zwei Zeitebenen (1908 und Gegenwart) spinnt die Autorin ein erfreulich klassisches Gruselgarn, das mit modernen Schauerlichkeiten durchwebt ist und stimmungsdämpfende Seifenoper-Elemente auf ein erträgliches Maß dämpft: leicht überdurchschnittliche Phantastik.

Quazi

Die Menschen müssen sich den Globus mit den Untoten teilen, von denen einige – die „Quazis“ sogar intelligent sind. Polizist Denis Simonow muss mit einem Quazi-Kollegen den Mord an einem Wissenschaftler aufklären. Das ungleiche Team stößt dabei auf geheime und für sie gefährliche Informationen über den Ursprung der ‚Wiederauferstehung‘ … – Bekannte Zombie-Endzeit-Module werden vor relativ neuer Kulisse zusammengesteckt; insgesamt ist das Ergebnis routiniert, durchaus lesenswert, recht kurzweilig und unterhaltsam und hat den ein oder anderen cleveren Plot zu bieten: Gebrauchsliteratur zur Ablenkung, nicht mehr und nicht weniger!

Das Haus in Cold Hill

Familie Harcourt zieht in ein Spukhaus ein, dessen Bewohner es nach dem Willen des dort regierenden Ober-Geistes selbst tot nicht verlassen dürfen; aus Irritation wird Angst, aus nächtlichen Vorfällen nackter Terror, während besagte Familie die Todesfalle zu verlassen versucht … – Quasi ein Kompendium sämtlicher Klischees, die das Genre „Ghost Story“ zu bieten hat; das dürftige, in die Länge gezogene Garn leidet zusätzlich unter Flach-Figuren und objektiv dämlichen Geistern: Stärker als Familie Harcourt leidet wieder einmal die Leserschaft.

Dark Universe – Der Aufbruch

Nach einem Atomkrieg hausen die wenigen Überlebenden unter der Erde, wo sie sich ohne Licht nur mit den Ohren orientieren. Als von der Oberfläche fremde Wesen eindringen, muss man mit Traditionen brechen und alte Ängste überwinden … Unerhört plastisch schildert Autor Galouye einen rein ‚akustischen‘ Menschenalltag; durchweg spannend steuert die Handlung konsequent auf ihre logische Auflösung zu.

Halloween

Ein keltischer Dämon fährt in einen US-Jüngling, der fürderhin maskiert auf Menschenjagd geht und es vor allem auf sein ahnungsloses Schwesterlein abgesehen hat. Nachdem er dem Irrenhaus entfliehen konnte, kehrt er in sein Heimatstädtchen zurück, um dort den Teenies in der Halloween-Nacht Saures zu geben … – Das Buch zum Kultklassiker des Horrorfilms ist eine Beleidigung des Lesers, dem mit der deutschen ‚Übersetzung‘ ein weiterer Tiefschlag versetzt wird.

Hex

Seit dreieinhalb Jahrhunderten rächt sich Katherine an den Bewohnern jenes Ortes, in dem sie als Hexe hingerichtet wurde. Niemanden lässt sie gehen, sämtliche Versuche, sie auszuschalten, blieben vergeblich. Als Jugendliche dies auf die Probe stellen, wird eine Gewaltspirale in Gang gesetzt, die alle Bürger in Lebensgefahr bringt … : Fulminante Horrorgeschichte mit interessanten Charakteren, einer packenden und glaubwürdigen Atmosphäre und dem erforderlichen Gruselfaktor: ein starker Roman, spannend unheimlich, erschreckend und so innovativ wie lange kein anderes Buch dieses Genres.

Heimat Erde

Auf der zum Friedhofsplaneten umgestalteten Erde stoßen Reisende auf neues Leben, was von der kriminellen Verwaltung totgeschwiegen wird. Beim Versuch, die Geheimnisse der Erde zu lüften, geraten die Besucher an Mutanten, Roboter, Gespenster u. a. seltsame Zeitgenossen … – Zwar routiniert und wortgewaltig aber ohne echten Plot oder roten Faden spult der Autor in diesem Spät-Roman vor allem „Daheim-ist’s-am-schönsten“-Nostalgien ab, die er mit selten erklärten Rätseln aufpolstert: lesbar, aber keines der ‚guten‘ Simak-Werke.