Natur & Tiere

Unter Wasser

Seit Jahrzehnten taucht Fotograf und Biologe Curtsinger vor allem in die kalten, dunklen Meere und Seen dieser Welt. Ihm gelangen Bilder von Tieren, die so noch niemand in ihrer natürlichen Umgebung sah. Haie, Wale und Robben aber auch scheinbar unspektakuläre Wesen wie Quallen, Schwämme oder Seeflöhe mutieren vor seiner Linse zu atemberaubenden Fabeltieren, die in kurzen, informativen Texten (Autor: ebenfalls Curtsinger) als integrale Bestandteile ihrer speziellen Ökosysteme beschrieben werden: sowohl ein Augenschmaus als auch ein Lesevergnügen.

Die Honigfabrik – Die Wunderwelt der Bienen – eine Betriebsbesichtigung

Zu manchen Büchern kommt man ganz unverhofft und ungewollt, wie auch zu Die Honigfabrik – Die Wunderwelt der Bienen – eine Betriebsbesichtigung von Jürgen Tautz und Diedrich Steen. Irgendwann lag es auf meinem Schreibtisch, und sofort assoziierte ich blühende Wiesen, lauen Frühlingsatem, flirrenden Blätterschatten und das allgegenwärtige Gesumme eines geschäftigen Bienenvolks. Aber auch klebrige Finger, kaum dass das Honigglas geöffnet ist. Bereits bei der Lektüre des Vorworts wird (selbst für Leser mit so wenig Bienen-Erfahrung) schnell klar, dass es sich bei den Bienen um wirklich faszinierende Insekten handelt, insbesondere die Anstrengungen der Menschen möglichst effizient und gefahrlos an Honig und Bienenwachs zu kommen, sind sehr interessant.

Wildes Amerika

Vor 13000 Jahren wurde Nordamerika von Gletschereis geprägt und von Elefanten mit und ohne Fell, walrosszahnigen Raubkatzen, turmhohen Faultiere und bärengroßen Bibern bewohnt. „Wildes Amerika“ stellt die eiszeitliche Landschaft, die Pflanzen und vor allem die Tiere vor. Letztere präsentieren sich uns nicht nur als bleiche Knochen, sondern werden digital ins ‚Leben‘” zurückgerufen … – Begleitbuch zur BBC-Serie gleichen Namens; wissenschaftlich präzise aber inhaltlich simpel gestrickt. Das Interesse gilt eindeutig den à la „Jurassic Park“ nachgebauten Kreaturen, die qualitativ nicht mit den BBC-Sauriern der Serie „Im Reich der Giganten“ mithalten können: informativ aber nicht mitreißend.

Inspiration Punkt für Punkt: Tiere – Zeichnen, Ausmalen, Entspannen

Es kommt schon ein bisschen Retro-Feeling auf, wenn man als Erwachsener das Zeichenbuch Inspiration Punkt für Punkt: Tiere in die Hand nimmt. Vor ein paar Jahrzehnten haben sie mich das erste Mal fasziniert und seitdem Generationen von Kindern: die rätselhaften Ansammlungen von Punkten und Zahlen, die sich dann, richtig verbunden, überraschenderweise zu Figuren oder Monstern manifestieren. Ganz so simpel wie in Kinderzeitschriften sind die Punktwolken im vorliegenden Buch allerdings nicht zu bewältigen, auch wenn vorher schon klar ist, wie das Endergebnis aussehen wird.

Die Evolution des Fliegens – Ein Fotoshooting

Beim Durchblättern von Die Evolution des Fliegens von Georg Glaeser, Hannes F. Paulus und Werner Nachtigall wird sofort deutlich, dass die Fotografien ein zentraler Bestandteil des Buches sind. Der Untertitel Ein Fotoshooting kommt also nicht von ungefähr und hat durchaus seine Berechtigung. Die Fotos sind nicht nur sehr ästhetisch, sondern zeigen auf teilweise sehr beeindruckende Weise viele Details beim Fliegen deutlicher, als es eine Erklärung allein könnte. Das Kapitel Tiere im Flug fotografieren geht daher auch auf die speziellen Techniken und Probleme ein, die im Zusammenspiel von Hochgeschwindigkeitsfotografie und „eigensinnigen“ oder schwer zu beobachtenden Motiven entstehen.

Bewährtes Kräuterwissen – Heilkraft aus dem Thüringer Kräutergarten

Das Fachbuch “Bewährtes Kräuterwissen – Heilkraft aus dem Thüringer Kräutergarten” beinhaltet eine ausführliche Darstellung von bekanntem Kräuterwissen. […] Nach einer ausführlich Einführung werden die einzelnen Kräuter vorgestellt. Bei den Kräutersteckbriefen wird stets auf die Botanik, die Inhaltsstoffe, die Heilwirkung, das Sammeln und Verarbeiten und auf Zubereitungsmöglichkeiten eingegangen. Mögliche Wechselwirkungen werden beschrieben und Sicherheitshinweise werden gegeben. Der rote Achtung-Kasten beschreibt immer mögliche negative Wirkweisen der Heilpflanzen.

Die zwei Hörner des Rhinozeros

Anderthalb Jahrzehnte stellte David Quammen stellvertretend für wache Zeitgenossen Fragen zum Verhältnis des Menschen zur Natur, um sie im Magazin „Outside“ zu beantworten. 25 dieser Kolumnentexte liegen hier vor. Quammen hinterfragt scheinbar feststehende oder „unwichtige“ Fakten, zeigt erstaunliche Querverweise auf und stellt die herauspräparierten Erkenntnisse zu einem neuen Gesamtbild zusammen. Dabei schweift der Autor unbekümmert aus & ab und schwelgt in Anekdoten. Nicht immer geht die Rechnung auf, aber insgesamt liest und lernt man mit großem Vergnügen.

2017 – Edition Humboldt – Deutsche Nationalparks 2017

Der Monatskalender “Edition Humboldt – Deutsche Nationalparks 2017” enthält insgesamt zwölf Bilder und eine Übersichtskarte. Die Bilder wurden jeweils passend zur Jahreszeit ausgewählt. Die Fotografien sind farbintensiv, der Druck durch und durch gelungen. Die Kalenderleiste wirkt im zarten Grau eher dezent. Der dekorative Charakter des Kalenders steht ganz klar im Fokus. Da auf dem Kalender Natur pur gezeigt wird, wirkt er sehr ursprünglich. Es entspannt die schönen Landschaftsaufnahmen zu betrachten. Auch für den nächsten Urlaub kann man sich durchaus Inspirationen aus diesem Kalender ziehen. Dank der Deutschlandkarte, kann man die tollen Fotografien gleich deutschlandweit passend verorten, ohne lang im Internet recherchieren zu müssen.

Bilder-Atlas der Sommer- und Herbstblumen

Das naturkundliche Buch “Bilder-Atlas der Sommer- und Herbstblumen “ beinhaltet die Abbildungen vieler einheimischer Pflanzen im Leporello-Format. Auf den Tafeln sind jeweils vier bis fünf Blumen abgedruckt. Die Rückseite des Leporellos ist unbedruckt. Am oberen Rand der Tafeln steht jeweils, in welchem Gebiet die Blumen zu verorten sind. Hier sind unter anderem Wälder, trockene Standorte, sumpfiges Gelände, Wiesen und Äcker aufgeführt. Die Blumen auf den Tafeln wurden entsprechend des Standortes und der Blütenfarben angeordnet. Unter den Tafeln stehen die deutsche und die lateinische Bezeichnung der jeweiligen Pflanze.