Science Fiction

Die Medusa-Chroniken

Ein zum Cyborg ‚umgestalteter‘ und unsterblicher Astronaut wird Zeuge eines Jahrtausends zukünftiger Geschichte als Triumphzug spektakulärer astronomischer Entdeckungen aber auch eines Krieges zwischen Menschen und intelligent gewordenen Robotern … – Mit der Novelle von Arthur C. Clarke und diesem SF-Garn gibt es keine echte inhaltliche Verknüpfung. Stattdessen spinnt das Autoren-Duo routiniert aber unterhaltsam eine eigene Story, die episodisch eine Zukunft beleuchtet, in der – in diesem Punkt sehr realistisch – die Menschheit höchstens naturwissenschaftlich und technisch dazulernt: Lesefutter.

The Ark – Die letzte Reise der Menschheit

Ein Riesen-Raumschiff von der Erde als zukünftige Arche erreicht nach jahrhundertelanger Reise ihr fernes Planeten-Ziel. Die Vorbereitungen zur Landung werden von einem mysteriösen Mord u. a. Verbrechen überschattet, die den ermittelnden Bord-Polizisten Benson auf die Spur einer Verschwörung bringen, die der Expedition ein katastrophales Scheitern bringen könnte … – Tomlinson gelingt in seinem Buch eine extrem spannende Mischung aus Kriminalroman, Science Fiction und Gesellschaftsroman. Zwar ist die Geschichte nicht auf jeder Seite packend, unterhält jedoch auf etwas mehr als 400 Seiten durchaus beachtlich.

Das Raumschiff der Rätsel

Der erste Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen gestaltet sich erst schwierig und dann katastrophal, bis die zahlreichen Probleme mit Verstand und Mut gemeistert sind … – Die beliebte Story vom Treffen mit dem Unbekannten wird klug durchdacht und ohne vordergründiges Actiongetümmel, sondern spannend und mit vielen Überraschungen durchgespielt: ein kleiner aber ganz feiner SF-Klassiker.

Diagnose: Exitus

13 Storys erzählen von bibbernden Patienten, irren Ärzten, medizinischen Abartigkeiten u. a. Schrecken, die sich nicht nur der kranke Mensch im Umfeld von Spritzen & Skalpellen vorstellen kann … – Herausgeber Wagner, selbst Mediziner, sammelt einschlägige Geschichten aus 100 Jahren, wobei er jenseits abgehangener Klassiker weniger bekannte aber ebenso unterhaltsame Autoren heranzieht: eine überdurchschnittliche Kollektion.

Die Invasion

Vom sechsten Mond des Saturn wollen schleimige Parasiten, die ihre Opfer übers Rückenmark ‚fernsteuern‘, die Erde erobern. Wackere US-Agenten sagen ihnen den Kampf an und setzen schließlich zum Gegenschlag im All an … – SF-Klassiker, der vor kaum verhohlener Invasions-Paranoia aus der Ära des Kalten Krieges nur so trieft. Ansonsten ein merkwürdig sprunghafter, d. h. spannender aber absolut unlogischer Reißer, der nostalgisch amüsiert und mit einigen guten Detaileinfällen unterhalten kann.

Identity

Ein für die US-Regierung wertvoller aber todkranker Waffenexperte kommt in den Genuss eines Körpertausches, doch der Geist des ‚Vorgängers‘ ist noch sehr präsent und stürzt den wieder jungen Forscher in eine Krise, die ihn erst seine Identität und dann sein Leben zu kosten droht … – Wissenschaftsthriller mit SF-Elementen, dessen nicht unbedingt originelle Story temporeich und dicht erzählt wird. Längen im Mittelteil werden durch den gefälligen Stil und politisch hübsch unkorrekte Spitzen nur teilweise ausgeglichen: leichte Unterhaltung der zunehmend misslungenen Art.

Feuerflut

2026 bringt eine Supernova die Apokalypse über die Menschheit. Wenige Überlebende rangeln um Restressourcen, während jene, die sich um globale Lösungen kümmern, von machtgierigen Egoisten sabotiert und verfolgt werden … – In epischer Breite entwirft Autor Sheffield das Bild einer „Post-Doomsday“-Erde, das naturwissenschaftlich korrekt aber inhaltlich erschreckend flach ist; Klischee-Figuren kämpfen sich durch Routine-Plagen, während der Leser gegen den Schlaf kämpft.

Der Krieg der Welten

Vom Mars kommen intelligente aber skrupellose Wesen auf die Erde, um sich hier eine neue Heimat zu schaffen. Die menschliche Zivilisation wird ausgelöscht, die hilflose Bevölkerung wie Nutzvieh gehalten. Der Untergang steht bevor, als sich die Natur einmischt … – Klassischer SF-Roman aus dem Jahre 1898, spannend verfasst von einem Vollblutschriftsteller, der die Handlung mit vielen philosophischen Fragen anreichert, was indes den Erzählablauf nie stört: ein zeitloses Meisterwerk, das mehr als ein Jahrhundert nach der Entstehung sein Publikum mit Leichtigkeit findet und auch zukünftig finden wird.

Die Zeitmaschine

Ein Zeitreisender gerät in eine ferne Zukunft, in der die Menschen das Paradies auf Erden geschaffen zu haben scheinen. Doch buchstäblich unter der Oberfläche lauert die hässliche Wahrheit … – Einer DER Klassiker der Science-Fiction-Literatur und bereits als solcher über Kritik eigentlich erhaben; allerdings ist dieser Kurzroman tatsächlich zeitlos spannend und immer noch eine Lektüre wert!