Auf der Suche nach dem Stein der Macht

auf-der-jagd-nach-dem-stein-der-machtSarah Prineas
Auf der Suche nach dem Stein der Macht
Der Magische Dieb 1

The Magic Thief – Book One, USA, 2008
cbj-Verlag, München, 08/2009
TB, Jugendbuch, Fantasy, Abenteuer
ISBN 978-3-570-13561-7
Aus dem Englischen von Knut Krüger
Titelbild und Innenillustrationen von Antonio Javier Caparo

www.cbj-verlag.de
www.der-magische-dieb.de
www.sarah-prineas.com/
www.antoniocaparo.com/

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Die mit ihrer Familie in Iowa-City lebende Sarah Prineas unterrichtet eigentlich Literatur und Kreatives Schreiben an der dortigen Universität. So blieb es vermutlich nicht aus, dass sie sich selbst daran machte, ein Buch zu verfassen und zu veröffentlichen. 2008 erschien ihr Debütroman „Auf der Suche nach dem Stein der Macht“, der erste Band der Reihe „Der Magische Dieb“. Die Geschichte wird liebevoll illustriert von Antonio Javier Caparo. Es ist eigentlich nichts Außergewöhnliches an Wellmet festzustellen. Eine Fürstin regiert mit fester Hand über die Stadt, ihre Soldaten sorgen für Ordnung auf den Straßen und beschützen die Bürger vor Gefahren von Außen. Magier und Kaufleute gehen ihren Geschäften nach. Und doch liegt eine seltsame Spannung über der Stadt, denn ausgerechnet die zauberkundigen Männer und Frauen, die in der Stadt ihren Nachwuchs unterrichten, haben festgestellt, das die Magie schwindet, von irgendetwas aufgesogen wird, das sie nicht lokalisieren können. Aus diesem Grunde rufen einige von ihnen ihren Kollegen Nevery zurück, einen brillanten, wenn auch ein wenig kauzigen und verrückten Kopf. Er soll das Rätsel lösen, das sie vor große Probleme stellte.

Kurz nach seiner Ankunft wird Nevery bestohlen. Doch der Junge, der ihm seinen ‚Locus Magicalicus’ gestohlen hat, das Artefakt, dass seine Kraft erst bündelt und verstärkt, fällt nicht tot um, wie es eigentlich sein müsste – er empfindet nur ein Brennen und Kribbeln. Das macht den Zauberer neugierig und er nimmt Connwaer, kurz Conn, mit sich, um ihn eine Weile zu beobachten. Kann es sein, dass der in Lumpen gekleidete und abgemagerte Junge magisches Talent hat? Doch zunächst soll er nur als Laufbursche arbeiten. Dann aber wird immer klarer, dass Nevery den richtigen Riecher hatte: Conn nimmt nicht nur immer wieder Dinge wahr, die einem Unbegabten entgehen müssten, er lernt auch überraschend schnell und zeigt eine besondere Affinität zu magischen Geschehnissen in seinem Umfeld. So wird der Junge vom Dieb zum Lehrling.

Zunächst allerdings soll er die Schule der Magier besuchen, um sich Grundwissen wie das Lesen und Schreiben anzueignen, etwas, was bei seiner Herkunft Probleme macht. Und da er selbst noch keinen ‚Locus Magicalicus’ besitzt, soll er ihn innerhalb der nächsten dreißig Tage finden, was sich als schwierigeres und gefährlicheres Unterfangen erweist, als Conn denkt, zumal er dabei auch noch dem Geheimnis auf die Spur kommt, das Nevery eigentlich lösen soll. Auch wenn einem eifrigen Leser vieles vertraut vorkommen mag, da es schon in Dutzenden anderer Bücher zu finden ist – das Kind aus niederen Verhältnissen erweist sich als mächtigster Magier seiner Zeit und muss dennoch für seine Anerkennung kämpfen -, so begeht die Autorin jedoch nicht den Fehler, bekannte Versatzstücke zu kopieren, sondern umkleidet sie mit einer eigenständigen Handlung und vielen überraschenden Ideen. Obwohl die Handlung auf Kinder ab zehn Jahren ausgerichtet ist und auf deren Wünsche und Bedürfnisse eingeht, können auch ältere Leser ihren Spaß an der Geschichte haben.

Dafür sorgen nicht nur die arg verschrobenen Charaktere, die sich nicht ganz so verhalten, wie man es gewohnt ist, sondern auch der interessante Hintergrund, der sich irgendwo zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert bewegt, wenn auch nicht genau zu fassen ist. Es gibt aber genug Andeutungen, um Lust auf mehr zu machen, denn selbst wenn die Gefahr in dem in sich geschlossenen Abenteuer gebannt wird, so bleiben am Ende doch einige Fragen offen, die eine Antwort verlangen und Lust auf mehr machen. Zwar spielt die Autorin mit nicht wenigen Klischees, aber sie verfremdet sie oder stellt sie munter auf den Kopf, gerade was die Magie und die Magier angeht.

So erweist sich „Auf der Jagd nach dem Stein der Macht“ als überraschend spannendes und abwechslungsreiches Abenteuer für Jung und Alt, so dass man die ganze Reihe um den „Magischen Dieb“ ruhig im Auge behalten sollte.

Copyright 2010 © by Christel Scheja (CS)

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