Das Elixier von Doc Doxey

das-elixier-von-doc-doxeyMorris (Maurice de Bévère)
Das Elixier von Doc Doxey
Lucky Luke 86

(sfbentry)
Lucky Luke – L’élixier du Docteur Doxey, Frankreich, 1971 (1952/53)
Ehapa, Köln/Berlin, 1. Auflage: 03/2010
HC-Album, Ehapa-Comic-Collection, Western, Funny, Satire, Adventure
ISBN 978-3-7704-3382-7
Aus dem Französischen von Gudrin Penndorf M. A.
Mit einem Vorwort von Horst Berner
Titelillustration von Morris

www.ehapa.de
www.ehapa-comic-collection.de
www.lucky-luke.com
http://lambiek.net/artists/m/morris.htm

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Das 86. „Lucky Luke“-Album bietet erneut (zwei) frühe Geschichten des Titelhelden aus den 1950er Jahren, die – wie das Vorwort von Horst Berner verrät – gegen Ende des USA-Aufenthalts von Morris entstanden. Dort sammelte der Künstler viele Anregungen für seine bekannteste Serie und lernte René Goscinny („Asterix“) kennen, der einige der nächsten Abenteuer des Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht, schrieb.

In der Titelstory treibt der gewissenlose Doc Doxey sein Unwesen. Gemeinsam mit einem Assistenten verkauft er Wundermittel, die jeden nur noch kränker machen. Auch Lucky Luke wird von den beiden geprellt und verliert Jolly Jumper. Sogleich heftet er sich dem Duo an die Fersen, um seinen vierbeinigen Freund zurück zu bekommen und den Gaunern, die schon viel Schaden anrichteten, das Handwerk zu legen. Allerdings bleibt Doc Doxey nicht lange im Gefängnis, und so beginnt die „Menschenjagd“ erneut. Der Quacksalber erweist sich als gerissener und skrupelloser denn je. Schließlich hilft Lucky Luke der glückliche Zufall.

Die beiden zusammenhängenden Episoden lassen bereits erahnen, dass Morris noch viel mit Lucky Luke vorhat, auch wenn hier mehr der Wilde Westen und seine Archetypen beschrieben werden und der Held eine kleinere Rolle als Helfer der Gerechtigkeit besetzt. Lucky Luke weicht optisch noch ein wenig von seinem späteren Aussehen ab, und er schießt öfters, als zu unkonventionellen Lösungen zu greifen. Dennoch wird auf unnötige Gewalt verzichtet, und die positiven Werte werden hervorgehoben: Wer Böses tut, erhält früher oder später die gerechte Strafe. Auch der Humor kommt in den verschiedenen Szenen nicht zu kurz; entweder sind es die Darstellungen der Figuren und die detailreichen Hintergründe, die Situationskomik oder der Wortwitz, die den Leser schmunzeln lassen.

Alles in allem wird man auch von Morris’ Frühwerken gut unterhalten und hat eine Menge Spaß mit „Lucky Luke“. Kleine und vor allem größere Leser werden gern zu den witzigen, zeitlosen Alben greifen und auch die Nr. 86 ihrer Sammlung hinzufügen wollen.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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