Der Palast der verlorenen Träume

gezeitenstern-saga-03Jennifer Fallon
Der Palast der verlorenen Träume
Gezeitenstern-Saga 3

(sfbentry)
The Palace of impossible Dreams, Australien, 2008
Egmont LYX, Köln, 09/2009
PB mit Klappbroschur, Fantasy, Adventure
ISBN 978-3-8025-8244-8
Aus dem Australischen von Katrin Kremmler und Rene Satzer
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Motivs von Nataly Kochina/Shutterstock
Karte von Russell Kirkpatrick

www.egmont-lyx.de
www.jenniferfallon.com/
www.hildendesign.de
www.shutterstock.com
www.russelkirkpatrick.com/

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Arkady Deseans Lage scheint aussichtslos. Von dem Unsterblichen Brynden in die Sklaverei verkauft, bleibt ihr keine andere Wahl, als sich bei dem jungen Schiffsarzt Cydne Medura als Gehilfin und Mätresse zu verdingen, um einem Schicksal als Mannschaftshure und der Verschickung in die Bergwerke Senestras zu entgehen. Dank ihres medizinischen Wissens, behält er sie auch nach der Überfahrt in seinen Diensten und so begleitet sie ihn in die Sümpfe Senestras, um die dort lebenden Menschen und Crasii gegen das sich immer weiter ausbreitende Sumpffieber zu behandeln. Doch schon bald muss Arkady feststellen, dass seine Ziele andere sind, als er vorgibt, und dass er sie längst zu einem Werkzeug seiner schmutzigen Pläne gemacht hat.

Auch Tiji hat es in die Sümpfe Senestras verschlagen, nicht ahnend, dass ihre Freundin Arkady nur wenige Kilometer entfernt von ihr festgehalten wird. Doch im Gegensatz zu dieser hat die kleine Chamäleon-Crasii wesentlich mehr Glück. Ihre vermeintlichen Entführer stellen sich als Artgenossen heraus, die sie retten wollen und in eine versteckte Kolonie mitnehmen, die nur von Chamäleon-Arks bewohnt wird. Hier hat Tiji endlich die Möglichkeit, mehr über ihr eigenes Volk und sich selbst herauszufinden und einen Partner zu finden. Doch die quälende Sorge um ihre Freunde lässt sie nicht los, und so ist sie hin und her gerissen zwischen dem, was sie tun will und dem, was sie tun sollte.

Unterdessen hat Declan Hawkes mit seinen ganz eigenen inneren Dämonen zu kämpfen. Durch das Feuer im Gefängnis von Glaeba selbst in einen Gezeitenfürsten verwandelt, findet er sich nun plötzlich auf der Seite des Feindes wieder, den er als Mitglied der Bruderschaft des Tarot zu bekämpfen geschworen hat. Da eine Rückkehr nach Glaeba für ihn nicht mehr in Frage kommt, beschließt er, nach Torlenien zu reisen, um Arkady wieder zu finden und sie vor den restlichen Gezeitenfürsten in Sicherheit zu bringen. Doch das ist leichter gedacht, als getan, denn die kosmische Flut steigt weiter und weiter, und auch Cayal ist bereits auf der Suche nach ihr.

Auch der dritte Teil der „Gezeitenstern-Saga“ schließt wieder nahtlos an die Geschehnisse seines Vorgängers an, führt die begonnenen Handlungsstränge fort und fügt gleich auch noch einige weitere hinzu. Neben Arkadys Verbannung in die Sklaverei, konzentriert sich Jennifer Fallon vor allem auf Declan Hawkes’ Verwandlung in einen Gezeitenfürsten und die Konflikte, die dies bei ihm selbst, aber auch bei seinem Umfeld auslöst. Eine Idee, die noch einmal eine ganz neue Facette in die Geschichte um die unsterblichen Gezeitenfürsten bringt und damit eine Fülle von weiteren Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Doch auch die übrigen lieb gewonnenen Hauptcharaktere wie Warlock, Tiji, Cayal oder Stellen kommen nicht zu kurz.

Ihre örtliche Verteilung sorgt für einen häufigen Szenenwechsel, so dass der Band, im Gegensatz zu seinen gradlinigen ruhigeres Vorgängern, etwas sprunghaft wirkt, aber glücklicherweise niemals verwirrend. Dank der humorvollen, bissigen Dialoge liest sich auch der „Palast der verlorenen Träume“ wieder gewohnt unterhaltsam und wird auch bei den ernsteren, tiefgründigeren Szenen niemals erdrückend oder schwermütig. Wie schon der zweite Band endet auch der dritte mit einem wirklich unerwarteten Cliffhanger, so dass man als Leser gleich doppelt gespannt auf den vierten und letzten Teil sein darf. Und so kann man dem Roman eigentlich nur Eines vorwerfen, nämlich das, was alle mittleren Teile ausmacht: Er führt nur Handlungsstränge weiter, beendet nichts und bietet somit in der Hauptsache einfach eine Überleitung hin zum letzten Band. Doch zum Glück tut er das so spannend und unterhaltsam, dass man sich als Leser nicht eine Minute langweilt.

Copyright 2010 © by Birgit Scherpe (BS)

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