Die Rache der Superhelden

Heiko Wolz
Die Rache der Superhelden
Superhelden 2

dtv-Verlag/dtv kinderbuch, München, 10/2013
HC, Kinderbuch, Adventure, Comedy, SF, Superhelden,
ISBN 978-3-423-76081-2
Covermotiv und Innenillustrationen von Anke Kuhl

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www.dtv-kinderbuch.de/allein_unter_superhelden_1540.html

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„Schule. Für Eltern gibt es nichts Wichtigeres. Egal, um was es geht, am Ende kommen sie immer wieder damit an. Angeblich lernt man in der Schule für das Leben. Auch wenn der neue Nachbar ein oberschlimmer Verbrechner ist und man deshalb wahrscheinlich nicht mehr lange zu leben hat. Aber Hauptsache, man ist ausgeschlafen, wenn er einen mit seiner Strahlenkanone in kleine Stücke häckselt und damit seinen Garten düngt.“

Normalowochen im Hause Kopp. Aus Rücksicht auf Leon – das einzige Familienmitglied ohne Superkräfte – wollen Papa Ray, Mama IceMadam und Schwester Laura ihren heimischen Familienalltag komplett ohne den Einsatz von Superkräften bewerkstelligen. Das geht selten länger als zwei Minuten gut, und Leon ist genervter als ohnehin schon. Zu allem Überfluss hat der Superschurke Dr. Schröder (siehe „Allein unter Superhelden“, dtv, 03/2013) das Nachbarhaus bezogen – wenige Wochen nach seinem Versuch, alle Superhelden Mega-Citys zu töten, wurde er wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen – und macht einen auf netten Nachbar.

Während offenbar jeder in Mega-City bereit ist, dem mörderischen Wissenschaftler eine zweite Chance zu geben, traut Leon dem Frieden nicht. Denn ausgerechnet Schröder hat den Meteoriten, der sich derzeit Mega-City aus dem Weltall nähert, offiziell als harmlos eingestuft und will die Stadtbewohner dazu bewegen, sich den Meteoritenregen – das Verglühen der Meteoritenbruchteile in der Erdatmosphäre – als gemeinsames Event anzusehen. Der perfekte Zeitpunkt, einen weiteren Schlag gegen die vereinten Superhelden von Mega-City zu führen. „Gespräche mit Superschurken laufen meistens so ab, dass die lang und breit erklären, warum die Welt böse ist und zerstört werden muss oder nur dadurch gerettet werden kann, dass sie selbst die Herrschaft übernehmen. Selbst kommt man da kaum zu Wort.“

Alles beim Alten in Mega-City. Alle supi, aber ein bisschen naiv – außer Leon, seinem kurzsichtigen Kumpel Paule und Doc Schröder. Der ist böse, wie schon in Teil 1, und sein kurzer Gefängnisaufenthalt hat ausgereicht, eine neue Schurkerei auszubrüten, wozu ihm der sich zielstrebig nähernde Meteorit gerade recht kommt. In seiner Siegesfantasie sieht er sich schon auf einem Feld geplätteter Superhelden tanzen, während er nach außen den fürsorglichen Nachbarn spielt.

Autor Heiko Wolz behält sowohl die Story-Konstruktion wie auch den sympathischen Loser-Humor des ersten Teils bei, feuert seine bewährten kurzen Sätze ab und schickt Durchblicker Leon erneut in ein Duell gegen Fiesling Schröder. So gestaltet sich „Die Rache der Superhelden“ eher als Remake, denn als Fortsetzung. Das muss nicht schlecht sein, enttäuscht jedoch eine allzu anspruchsvolle Erwartungshaltung und macht das Ganze vorhersehbar. Etwas abgekoppelt von der Story ist immerhin eine dezente Charakterentwicklung auszumachen; im B-Plot der Geschichte entwickelt Leon ein verstörendes, pubertäres Interesse an Schulkameradin Marie/Solar.

Wie schon bei Teil 1 wurde auch „Die Rache der Superhelden“ mit Innengrafiken von Anke Kuhl versehen, die die Handlung witzig illustrieren. Auch die farbige Coverillustration hat Anke Kuhl eigens für das Buch angefertigt.

Mit dem gleichen Rezept kann man zwangsläufig kein neues Gericht kochen. Wem Teil 1 gefallen hat, wird nicht enttäuscht, erlebt aber auch keine Überraschung.

Copyright © 2014 by Elmar Huber (EH)

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