Altes Land

Dörte Hansen
Altes Land

(sfbentry)
Albrecht Knaus Verlag
ISBN 978-3-8135-0647-1
Roman
Erschienen: 16.02.2015
Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling
Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck
Umfang: 288 Seiten
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

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Zur Autorin:

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Hamburg. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.

Zum Buch:

Vera lebt alleine auf einen langsam verfallenden Hof im „Alten Land“. Als Kind kam sie mit ihrer Mutter Hildegard als Flüchtling aus Ostpreußen hier her und wohnten im alten Bauernhaus von Ida Eckhoff. Ihre Mutter heiratet schließlich Idas Sohn Karl, der aus als Wrack aus dem Krieg heimkehrt. Der stetige Zwist zwischen Hildegard und ihrer Schwiegermutter treibt Ida in den Selbstmord. Hildegard hält es jedoch auch danach nicht lange auf dem Land aus, sucht sich einen vermögenden Mann mit Haus in Hamburg. Sie lässt ihre Tochter Vera zurück, die den Hof nicht mehr verlässt, die Schule und das Studium alleine meistert und sich jahrelang bis zum Tod um den gebrochenen Karl kümmert. Eines Tages steht eine junge Frau mit ihrem kleinen Sohn vor der Tür der mittlerweile schon über 60-jährigen Vera. Es ist ihre Nichte Anne, die Tochter ihrer Halbschwester und zweitem Kind von ihrer Mutter Hildegard.

Anne musste sich wegen einer Nebenbuhlerin von ihrem Mann trennen und sucht mit dem kleinen Leo Zuflucht im Alten Land bei Vera. Als Gegenzug will sie sich um die Restauration des alten Gebäudes kümmern. Dass das Zusammenleben der beiden unterschiedlichen aber doch vom Schicksal gezeichneten Frauen nicht einfach werden wird, kann man schon voraus ahnen. Zwischen Hunden und Pferden und auch mit Hilfe des kleinen Leo scheinen Vera und Anne langsam Gemeinsamkeiten zu finden, die sie näher bringt, aber auch immer eine gesunde Distanz halten lässt …

Fazit:

Eine imposante aber doch leise Geschichte über die Annäherung von zwei Frauen und der Suche nach dem eigentlichen Glück, das beiden verwehrt zu sein scheint. Vera, die im Leben außer dem hinterlassenen kranken Ehemann ihrer Mutter nie in den weichen Kokon eines Familienlebens genossen hat, gezeichnet von der Flucht und den schrecklichen Erlebnissen in Ostpreußen und sich auch im Alter nicht mehr verbiegen lassen will und Anne, die eine Art Zuflucht und die Nähe ihrer Tante sucht, nachdem auch ihr das Leben im Bezug auf Familienheil kein Glück geschenkt hat. Romantische Momente sind hier Fehlanzeige und auch nicht gewollt, die Stimmung schwebt fast gleichbleibend auf einer Ebene ohne Höhen und Tiefen, jedoch mit leichter Melancholie.

Der Erzählstil von Dörte Hansen spricht mich sehr an. Es gibt zwar auch ein paar kleine Nebengeschichten wie das Hamburger Ehepaar, dass voller Enthusiasmus aufs Land zieht und eine wenig werden auch die anderen Bewohner vom Alten Land beleuchtet, letztendlich endet diese Schleife aber wieder bei Vera und Anne.

Im Gesamten hat mir die Geschichte von Vera und Anne gut gefallen, obwohl ich zunächst ein bisschen Biss benötigte, mich einzulesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, dran zu bleiben und sich auf das Alte Land einzulassen!

Copyright © 2015 by Sandra Stockem

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