An jedem neuen Morgen

Roger Rosenblatt
An jedem neuen Morgen

Ullstein Verlag
ISBN 978-3-550-08847-6
Roman
Erscheinungsdatum: 11.03.2011
Aus dem Amerikanischen von Sky Nonhoff
Umschlaggestaltung: bürosüd°, München
Umschlagmotiv: Jan Baldwin / plainpicture
Umfang: 200 Seiten, gebunden

www.ullstein-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor:

Roger Rosenblatt schreibt für das Time Magazine und ist außerdem Autor von Theaterstücken, Sachbüchern und Romanen. Er wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, u.a. dem National Book Critics Circle Award. Seit 2008 ist er Professor für Englische Literatur an der Stony Brook University, New York.

Zur Handlung:

Dieses Buch ist Amy gewidmet. Amy ist Ende dreißig, verheiratet und hat drei kleine Kinder: Sammy, Jessie und Bobbies, der eigentlich James heißt. Die Katastrophe setzt ein, als Amy von einem Tag auf den anderen unerwartet stirbt. Die Großeltern handeln sofort und springen ein, indem sie zur Familie ihrer Tochter ziehen und versuchen, den Alltag mit ihren Mitteln zu meistern und den Kinder sowie ihrem Schwiegersohn Kraft zu geben, das Schicksal erträglich zu machen. Hierbei sind es die kleinen Dinge, die Roger Rosenblatt und seine Frau mit einbringen, sei es durch wiederkehrenden Abläufe und tägliche Rituale wie das gemeinsame Essen, Schulaufgaben oder das Erklären von kindlichen Fragen und Gegebenheiten. Und die Entlastung des Vaters, in dessen Ohnmacht der Alltag auch weiterlaufen muss. Aus dem Blickwinkel des Großvaters lernt man die Familie sehr gut kennen und kann alle Gedanken, die ihn und seine Familie bewegen sehr gut verstehen. Denn auch wenn man einen wichtigen Menschen verloren hat, versucht er seiner Familie und dem Leben doch einen weiterführenden Sinn zu geben.

Mein Fazit:

Dieses Buch hat mich sehr gereizt, da ich selbst eine sehr gute Freundin im ähnlichen Alter mit kleinen Kindern verloren habe und ein paar Dinge im Verlust von Roger Rosenblatts Tochter Amy sehr gut nachvollziehen konnte. Zudem mag ich diese einfühlsame, herzliche und auch stellenweise melancholische Schreibweise, die sich hier mit einem Thema auseinandersetzt, dass sowohl unfassbar erscheint als auch leider unwiderruflich ist. Eine Familie muss sich von heute auf morgen damit abfinden, dass die Mutter nicht mehr da ist, die Ehefrau und auch die Tochter. Wie meistert man den Alltag, wenn man selbst leidet und dann kleinen Wesen noch erklären muss, weshalb ein geliebter Mensch durch den Tod nicht mehr wiederkommt?

Roger Rosenblatt beschreibt in seinem Buch kleine Episoden, Erlebnisse und Beobachtungen, die er im Kreis seiner Familie macht, in einer so herzlichen und liebvollen Art, dass es mir mehr als einmal die Tränen in die Augen gezaubert hat. Aber es ist sehr schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die in einer solchen Katastrophe einspringen und dem Wort Familie einen unheimlich tollen Stellenwert geben.    

Dieses Buch hat mich wirklich sehr berührt, unheimlich fasziniert und wird sich noch lange nachhaltig in meinen Gedanken befinden. Absolut lesenswert!

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

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