Augustas Garten

Andrea Heuser
Augustas Garten

Dumont
ISBN 978-3-8321-9763-6
Belletristik
Erschienen: 01.10.2014
Umschlaggestaltung: Lübbeke Naumann Thoben, Köln
Illustration: © AKG, Berlin
Hardcover mit Schutzumschlag, 224 Seiten

www.dumont-buchverlag.de

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Die Autorin:

Andrea Heuser, geboren 1972 in Köln, lebt heute mit ihrer Familie in München. Sie studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn. Promotion 2008 mit einer Studie zur deutsch-jüdischen Literatur. Literarische Arbeiten im Bereich Lyrik, Prosa, Libretti und Musiktheater. 2008 erschien ihr Lyrik-Debüt „vor dem verschwinden“, für das sie u. a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Literarischen März Darmstadt ausgezeichnet wurde. 2012 war sie unter den Finalisten für den Lyrikpreis Meran. „Augustas Garten“ ist Andrea Heusers erster Roman.

Das Buch:

Barbara lässt ihr altes Leben hinter sich und verlässt ihren Mann. Gemeinsam mit der fünfjährigen Tochter Augusta zieht sie zu ihrem neuen Freund Eduard. Für Augusta ist nicht klar, dass es sich um einen Fortgang für immer handelt. Sie vermisst ihren Vater und ihr altes zu Hause und fragt ihre Mutter immer wieder wann sie zurückgehen werden. Barbara aber nimmt sich für die Fragen der Tochter keine Zeit und fürchtet sich vor der Reaktion des jungen Mädchens. Immer wieder wird Augusta abgewimmelt. „Bald“ so heißt es mehr als einmal. An dieses „Bald“ glaubt Augusta aber spätestens dann nicht mehr, als kurz vor ihrem sechsten Geburtstag ein Paket mit wichtigen Dingen aus dem alten zu Hause ankommt. Da wird Augusta bewusst, dass ihre Mutter sie angelogen hat, immer wieder, und dass sie nun wohl für immer hier leben soll. Augusta aber möchte das nicht. Mit dem neuen Freund der Mutter, dem Lehrer Eduard, versteht sie sich nicht gut. Er scheint auch keinen besonders guten Draht zu Kindern zu haben. So macht sich Augusta an ihrem Geburtstag auf den Weg zurück zum Vater, zurück nach Hause. Während Augusta mit ihrer Froschspardose und ihrem kleinen Rucksack die Reise beginnt, bereitet ihre Mutter Barbara den Geburtstag vor. Doch Augusta kommt nicht wie vereinbart vom Spielplatz nach Hause zurück.

Das Debüt der Autorin Andrea Heuser schildert eine Situation wie sie zu jeder Zeit überall auf der Welt vorkommen kann. Hier wird deutlich wie empfindsam eine Kinderseele ist und wie sehr sich gerade Kinder nach Sicherheit und Nähe sehnen und wie wenig sie damit umgehen können, wenn ihre Vorbilder ihnen etwas vormachen. Augusta ist hier sehr enttäuscht. Nicht nur, dass ihr das neue Leben bei Eduard nicht besonders gefällt, sondern gerade die Tatsache, dass sie niemanden hat mit dem sie reden kann und dann auch nach feststellen muss, dass ihre Mutter sie angelogen hat, bringt das kleine Mädchen vollkommen durcheinander. „Augustas Garten“ ist die Geschichte einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, deren Ursache wiederum in vorangegangen Eltern-Kind-Beziehungen liegt.

In dieser Geschichte wird zwar klar warum einzelne Personen so handeln wie sie handeln und warum sie so sind wie sie sind, doch gerade das ist ja so erschreckend. Augusta ist unter Menschen und dennoch alleine und verzweifelt. Ihre Flucht ist eine Flucht in eine Fantasiewelt und schließlich in eine ausweglose Situation. Wen aber hier tatsächlich eine Schuld trifft bleibt dem eigenen Empfinden eines jeden Lesers überlassen.

Ein sehr emotionales und aufwühlendes Buch, das den Leser mitreißt und lange beschäftigt. Eine bezaubernde und zugleich tieftraurige Geschichte.

Copyright © 2014 by Iris Gasper

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