Buwockl – Der Kobold mit zu schönem Haar

Daniel Jokesch
Buwockl – Der Kobold mit zu schönem Haar

Holzbaum Verlag, Wien (A), 11/2012
HC im Kleinformat
Belletristik, Satire
ISBN 978-3-9503097-8-2
Titelgestaltung von
www.koco.at
Illustrationen im Innenteil und Text von Daniel Jokesch
Autorenfoto von N. N.
Mit einem Vorwort von Florian Klenk, Chefredakteur der Stadtzeitung „FALTER“

www.holzbaumverlag.at
www.danieljokesch.at

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Der Buwockl mit dem viel zu schönen Haar ist ein kleiner Kobold, der sehr eitel ist, gern in Reimen spricht und viel Geld liebt. Weil er davon nicht genug bekommen kann, bleibt er an dem Geld, das einem Mensch gehört, hängen und wird dadurch für diesen sichtbar. Mit dem Geld treibt der Buwockl viel Schabernack. Beispielsweise schenkt er es seinen Koboldfreunden, versteckt es auf fernen Inseln oder in einer Stiftung, so dass es von dem Mensch nicht mehr für das verwendet werden kann, wofür es eigentlich gedacht war. Wenn man weiß, worauf man achten muss, erkennt man die frechen Kobolde und durchschaut ihren Schabernack.

Betrachtet man das kleine „Buwockl“-Büchlein völlig ahnungslos, glaubt man zunächst, man halte ein Kinderbuch in Händen, das den populären Hörspiel-„Pumuckl“ von Ellis Kaut, dem später Barbara von Johnson durch ihre Illustrationen zu seinem bekannten Aussehen verholfen hat, parodiert. Auch die Texte und Beispiele lesen sich einfach und verständlich, so dass tatsächlich Kinder und Jugendliche verstehen können, wann und warum es falsch ist, wenn man „viel Geld“ mag und sich dieses durch „Schabernack“ beschafft.

Der reifere Leser erkennt sogleich die schwarzhumorige Parodie, die sich weniger auf den „Pumuckl“ bezieht als auf die Machenschaften korrupter Politiker. Der Titel und das Vorwort von Florian Klenk nehmen vorweg, dass eine bestimmte österreichische Korruptionsaffäre den Hintergrund lieferte – wenngleich: „Die Handlung und die handelnden Personen dieses Buches sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit toten oder lebenden Personen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, für die im Übrigen die Unschuldsvermutung gilt, ist nicht beabsichtigt und wäre rein zufällig.“ (Impressum) -, doch die Schilderungen und Beispiele lassen sich sehr leicht auch auf vergleichbare Vorkommnisse, auch in anderen Ländern, übertragen. Tatsächlich kennt Deutschland seine Amigos, die deutsche Sprache wurde um den Begriff des Wulffens erweitert usw. usf.

Um als Nicht-Österreicher zu verstehen, worum es genau geht, sollte man unter „BUWOG-Affäre“, „Immofinanz AG“, „Karl-Heinz Grasser“ und den damit zusammenhängenden Stichworten nachschlagen: Gegen den ehemaligen österreichische Finanzminister Grasser wird im Zusammenhang mit der Privatisierung von Bundeswohnungen (2004) seit 2009 ermittelt wegen des Verdachts der Weitergabe von Insiderinformationen über Dritte an die Immofinanz AG und der Annahme von Provisionszahlungen.

Dem Lektor, Autor und Karikaturist Daniel Jokesch ist es vortrefflich und auf bitterböse Weise gelungen, seine Spitzen gegen eine Korruptionsaffäre in eine harmlos scheinende und leicht verständliche Kinder-Geschichte nebst Erklärungen zu verpacken, die sich vor allem für Erwachsene amüsant liest und durch pfiffige Illustrationen abgerundet wird. Interessiert man sich für die Vorgänge in Politik und Wirtschaft, schätzt man zudem Satiren im Stil von „Scheibenwischer“ und „Spitting Image“, ist man hier an der richtigen Adresse.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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