Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

Helen Abele
Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

(sfbentry)
Blanvalet
Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-442-38200-2
Belletristik / Frauenroman
Erschienen: 16. März 2015
Umschlaggestaltung: Johannes Wiebel | punchdesign
Taschenbuch, 480 Seiten

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Die Autorin:

Die Münchnerin Helen Abele, geboren 1968, hatte schon als kleines Mädchen ein Faible für alte Häuser und fand, dass es schlimmere Fächer als Geschichte gibt. Trotzdem studierte sie nicht Geschichte, sondern Architektur. Nach ihrem Abschluss blieb sie dem Zeichenstift treu und arbeitet seitdem als Illustratorin, Kinder- und Jugendbuchautorin. Bei einem Malkurs im italienischen Veneto entdeckte sie hinter einem Maulbeerbaum ein verwunschenes Bauernhaus, und die Idee für ihren ersten Frauenroman war geboren.

Das Buch:

Agnes ist Architektin und glücklich über ihren Auftrag ein altes Gemäuer im italienischen Veneto in Luxusappartements umzubauen. Diesen Auftrag verdankt Agnes einer eher zufälligen Bekanntschaft. Nun aber ist sie froh dem täglichen Einerlei in München zu entfliehen und Mann und Büro einmal den Rücken zuzukehren. Endlich kann sie anderen und sich selbst beweisen was in ihr steckt, denn Anerkennung hat sie in den letzten Jahren kaum erfahren und sich mehr wie eine Hilfskraft im Büro des Mannes gefühlt. Vor Ort angekommen muss Agnes sich aber mit viel mehr als dem ursprünglichen Auftrag dieser Planung auseinandersetzen. Für sie werden Reise und Auftrag zu einem Wendepunkt in ihrem Leben und dabei lüftet sie ganz nebenbei noch ein großes Familiengeheimnis.

Der Leser des Buches nähert sich parallel mit Agnes eben genau diesem Geheimnis, denn er begleitet in einem zweiten Handlungsstrang zwischen 1925 und 1937 das Leben und die Beziehung zwischen der jungen Elisa aus einfachem Hause und Arturo, dem Erstgeborenen einer angesehenen italienischen Familie.

„Das Haus hinter dem Maulbeerbaum“ ist eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte mit herrlichem Flair und Urlaubsgefühl. Aber in dieser Geschichte steckt noch so viel mehr. Beide Handlungsstränge habe ich persönlich als sehr ausgewogen empfunden. Während die Geschichte zwischen Elisa und Arturo eher geheimnisvoll anmutet und teilweise auch traurig stimmt, so ist der Erzählstrang rund um Agnes mehr eine Geschichte über eine starke Frau, die sich gerade wieder selbst entdeckt. Dabei verbinden sich die Handlungsstränge irgendwann miteinander und bilden eine schöne Einheit, obwohl dennoch jede Erzählung für sich steht und dem Leser etwas ganz besonderes gibt, was zur jeweiligen Zeit einfach passt.

Alleine Agnes selbst und ihr Aufenthalt in der Ca’ More, sowie ihre Erlebnisse dort, die Ausflüge, die Natur und die geschilderten italienischen Köstlichkeiten verlocken zu einem Trip nach Italien. Vielleicht steckt dort tatsächlich in einem Gemäuer hinter einem Maulbeerbaum ein großes Geheimnis, das gelüftet werden will. Die Autorin selbst jedenfalls hat sich durch eine solche Entdeckung zu diesem Roman inspirieren lassen und ich muss sagen: Das hat sich gelohnt.

Die Ca’ More, das Haus hinter dem Maulbeerbaum, hat viel erlebt. Für Menschen gab es dort traurige und glückliche Momente und genau diese Momente darf auch der Leser dieser Geschichte auf sich wirken lassen.

Copyright © 2015 by Iris Gasper

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