Das Institut der letzten Wünsche

Antonia Michaelis
Das Institut der letzten Wünsche

Knaur
ISBN 978-3-426-65365-4
Belletristik
Erschienen: 01. April 2015
Covergestaltung: Sabine Kwauka,
Grafik – Buchcover – Design, Gröbenzell
Coverabbildung: © plainpicture / Danel
Hardcover mit Schutzumschlag, 496 Seiten

www.knaur.de
www.antonia-michaelis.de

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Die Autorin:

Antonia Michaelis, 1979 geboren, begann bereits als Kind zu schreiben. Sie ist eine renommierte Autorin von zahlreichen Büchern und Theaterstücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Roman „Der Märchenerzähler“ wurde für den Deutschen Jugendbuchpreis und den Buxtehuder Bullen 2012 nominiert. Antonia Michaelis lebt mit ihrer Familie in einem Dorf nahe der Insel Usedom.

Das Buch:

Wie der Titel des Buches ja schon andeutet, geht es in dieser Geschichte um letzte Wünsche und deren Erfüllung. Das Institut der letzten Wünsche hat es sich zur Aufgabe gemacht sterbenskranken Menschen ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Das ist prinzipiell ja eine sehr schöne Idee und ich habe mich in diese Idee sofort verliebt. So hat mir auch der Einstieg ins Buch perfekt gefallen, denn Mathilda, die im Institut arbeitet, versucht dabei ein Pferd in die S-Bahn zu bekommen, weil eine ältere Dame sich gewünscht hat einmal in ihrem Leben auf einem Pferd in den Frühling zu reiten. Diese Vorstellung ist so absurd und verrückt und auch einfach nur schön, wenn man einmal davon absieht, dass das Pferd dieses Erlebnis vielleicht weniger gut findet.

Es gibt viele Wünsche, die Menschen hegen und deren Erfüllung ein ganzes Leben lang in weiter Ferne liegt, aber so kurz vor dem Tod werden diese Wünsche wieder greifbar.
Mathilde und ihre Chefin Ingeborg haben sich diesem Geschäftskonzept mit Leib und Seele verschrieben, weil es ihnen etwas ausmacht wie Menschen in Kliniken kurz vor dem Tod dahinvegetieren und ihre Wünsche ins Hintertreffen geraten, weil die Medizin den Tagesablauf bestimmt. Allerdings ist es auch nicht verwunderlich, dass das Institut auch Anfeindungen ausgesetzt ist. Was die einen als wunderbare Sache ansehen, ist für die anderen eine Quälerei von Menschen und grenzt an Sterbehilfe.

In dieser Geschichte haben aber nicht nur todkranke Menschen Probleme, sondern auch Mathilda selbst. Diesen kann sie aber erst auf den Grund gehen, als sie die Bekanntschaft des sterbenskranken Kunden Birger macht, der das Institut damit beauftragt seine ehemalige Freundin Doreen wiederzufinden, die an dem Tag aus heiterem Himmel verschwunden ist, als er ihr einen Heiratsantrag machen wollte und das, obwohl sie von Birger schwanger war. Nun möchte Birger Doreen und sein Kind unbedingt noch einmal sehen. Aber Mathilda entwickelt Gefühle für Birger und die Erfüllung seines Wunsches wird hiervon überschattet.

Antonia Michaelis hat mit „Das Institut der letzten Wünsche“ einerseits eine sehr fröhliche, freundliche, ermunternde und liebevolle Geschichte, aber andererseits auch eine sehr intensive, eindringliche, nachdenkliche und tiefschürfende Geschichte geschrieben. Man sollte nicht alles, was hier geschrieben steht, auf die Goldwaage legen und hinterfragen, aber man sollte sich auf die Geschichte und vor allem auf die in ihr enthaltenen Denkanstösse einlassen. Dann wird dieses Buch begeistern und noch lange nach dem Ende den Leser gedanklich bewegen.

Wünsche sind wertvoll, wichtig und sollten gelebt werden, auch wenn sie nicht ins Leben führen, sondern andere Wege einschlagen. Manchmal jedenfalls.

Copyright © 2015 by Iris Gasper

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