Das Leben wartet nicht

Marco Balzano
Das Leben wartet nicht

Originaltitel: L’ultimo arrivato
Diogenes
ISBN 978-3-257-06983-9
Belletristik
Erschienen: 22. Februar 2017
Aus dem Italienischen von Maja Pflug
Covermotiv: Gemälde von © Ben McLaughlin
Hardcover, Leinenband mit Schutzumschlag, 304 Seiten

www.diogenes.ch

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Der Autor:

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist der Sohn von Süditalienern, die ihr Glück im Norden suchten. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. „Das Leben wartet nicht“ ist sein bisher erfolgreichster Roman. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Das Buch:

Ninetto hat keine unbeschwerte Kindheit. Als Junge, in Sizilien geboren, lernt er früh, was es heißt Hunger zu haben. Und doch liebt er das Leben und vermag ihm schöne Seiten abzugewinnen. Für Ninetto sind das vor allem die Schule und sein Lehrer Vincenzo. Leider meint es das Schicksal jedoch nicht gut mit Ninettos Familie. Seine Mutter erleidet einen Schlaganfall, der Vater gibt sie in ein Heim. Ninetto muss die Schule verlassen, den Vater unterstützen und im Alter von neun Jahren verlässt er auf dessen Anraten Sizilien und macht sich auf nach Mailand, wo er hofft Arbeit und ein hoffnungsvolleres Leben vorzufinden. Doch in der Fremde ist der Start nicht leicht. Ninetto findet einen Job als Auslieferungsfahrer in einer Wäscherei und ist tagaus und tagein mit dem Fahrrad unterwegs. Er ist nicht anspruchsvoll und meckert nicht, hofft aber immer auf Besserung. Diese jedoch lässt auf sich warten. Das Leben bleibt hart, auch nachdem Ninetto später eine andere Arbeit findet, heiratet und auch ein Kind mit seiner geliebten Frau Maddalena bekommt.

Ninettos Geschichte erfährt der Leser rückblickend aus der Perspektive des Protagonisten. Als alter Mann betrachtet dieser sein Leben und damit schöne und nicht so schöne Momente.

„Das Leben wartet nicht“ ist mehr als nur die Geschichte über Ninetto und sein Einzelschicksal, es ist vielmehr ein Bericht über die Zeit der Kinderemigration in Italien von 1959 bis 1962 und ein Blick auf das Fremdsein in einer Gesellschaft. Ninetto ist hier einmal selbst der Fremde und dann wiederum derjenige, der andere Fremde beobachtet und feststellt, dass sich am Fremdsein einfach gar nichts ändert. Egal welcher Mensch man ist, welche Hautfarbe man hat, aus welchem Land man stammt oder wohin man geht, jeder kann sich überall fremd fühlen. Ganz leise und intensiv macht der Autor Marco Balzano das hier deutlich.

So ist der Rückblick auf sein eigenes Leben für Ninetto nicht immer schön. Es zeigt ihm verpasste Chancen auf aber auch intensive und glückliche Momente.

Dieses Buch sendet eine tiefe Botschaft an seine Leser. Lebe dein Leben und gib die Hoffnung nie auf. Respektiere dich selbst und Andere und bleib dir treu. Verpasste Chancen gibt es immer, aber muss man ihnen nachtrauern? Die Schule und die Lehrer haben es wohl tatsächlich zu einem großen Anteil in der Hand hier den richtigen Weg zu weisen. Ninettos Beziehung zu seinem Lehrer Vincenzo beweist das sehr eindringlich.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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