Das Wörterbuch der Liebenden

David Levithan
Das Wörterbuch der Liebenden

Graf Verlag
ISBN 978-3-8622-0004-7
Roman
1.Auflage 11.08.2010
Aus dem Amerikanischen von Andreas Steinhöfel
Umfang: 224 Seiten, gebunden

www.graf-verlag.de

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Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor:

David Levithan, geboren 1972, lebt in New York und arbeitet als Lektor und Herausgeber der Zeitschrift PUSH, die junge Schreibtalente vorstellt. Bekannt wurde er als Autor dreier preisgekrönter Romane für Jugendliche, die er zusammen mit der Autorin Rachel Cohn verfasste. Das Wörterbuch der Liebenden ist sein literarischer Durchbruch; es erscheint zeitgleich in mehreren Sprachen.

Zum Buch:

Was man schon immer über die Liebe wissen wollte?versucht David Levithan hier in eine Art Aufzählung zu packen und orientiert sich am dabei an Schlagwörtern und ordnet diese dem Alphabet (A wie ? bis Z wie?) zu.

Zu Beginn erhält man den Eindruck, als würde er nur zum passenden Buchstaben ein geeignetes Wort verwenden und hierzu eine passende Passage schreiben. Wenn man jedoch tiefer in dieses Buch einsteigt, ergibt sich doch eine Geschichte über die Beziehung eines Paares, in kurze Episoden gefasst aber chronologisch ungeordnet. Doch Anfang und Ende sind offen.

Mal sind es freudige und liebevolle Eindrücke, romantische und freundliche Worte, aber auch verstörende Einblicke in diese Beziehung tauchen auf. Missverständnisse und die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Denken geben hier Denkanstöße. Mit einem Roman ist dies sicher nicht vergleichbar, denn man erfährt Momentaufnahmen und Reaktionen auf bestimmte Beschreibungen aus dem Leben und Alltag des Paares, für die Verbindung muss man sich als Leser der Phantasie bedienen, die das Bild zusammenfügt. Und wenn man sich Mühe gibt, hat man dies zum Ende des Buches auch geschafft. 

Mein Fazit:

Dies ist eine etwas andere Art von Roman, wie man es sonst gewohnt ist. Die Idee selbst ist sehr ausgefallen und kreativ umgesetzt, aber auch vergänglich und austauschbar. Dadurch dass eine durchgängige Handlungsstruktur fehlt, liest sich das Buch wie eine Reihe von Kurzgeschichten, die man aufgrund der gleichen Personen jedoch nicht abschließt. Manchmal sind es nur ein paar Sätze, manchmal eine ganze Seite. Für mich als Leser hat die Struktur – englisches Wort mit Übersetzung in der Überschrift – den schönen Nebeneffekt, noch mal kurz in die englische Sprache einzutauchen. Lange nachhaltig im Gedächtnis bleibt mir dieses Buch jedoch leider nicht, dazu fehlt mir persönlich doch der ununterbrochene Handlungsstrang.

Die Aufmachung des Buches mit Cover und kurzen Kapiteln sowie die Idee gefällt mir insgesamt sehr gut, wenn man an einer kurzweiligen Unterhaltung interessiert ist, die mich auch schmunzeln lässt, da man doch auch Parallelen zum eigenen Verhalten entdeckt. 
Daher: Ein nettes Buch zur leichten Unterhaltung!

Copyright © 2010 by Sandra Stockem

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