Der Trichter und sein Henker

Matthias Kröner
Der Trichter und sein Henker

Wunderwald Verlag, Erlangen, 7/2008
1 CD, Hörbuch, Belletristik, Mystery, 978-3-940582-09-6, Laufzeit: ca. 46 Min., gesehen 9/2008 für EUR 14.90
Vorgetragen von Matthias Kröner
Titelbildgestaltung von Berit Koepke
www.wunderwaldverlag.de
www.mundpropaganda-online.de
www.fair-gefischt.de

Ein vergessene Dichter der altehrwürdigen Stadt Nürnberg und das langweilige, eintönige Leben eines Bankangestellten zwischen Devisen, Konten und Anlagen treffen in Matthias Kröners Erzählung „Der Trichter und sein Henker“ aufeinander und wirbeln das Leben seines Helden für einen kurzen Moment gründlich durcheinander. Der Wunderwald Verlag präsentiert die Geschichte nun als ca. 46 Min. langes Hörbuch, dass vom Autor selbst vorgetragen wird.

Ferdinand ist bisher mit seinem Leben eigentlich zufrieden gewesen. Durch seine Arbeit verdient er recht gut und kann sich einen bescheidenen Wohlstand leisten. Abenteuer erlebt er nur vor dem Fernseher, wenn er die entsprechenden DVDs in seinen Player einlegt und in die schöne Welt des Scheins eintaucht. Und wenn ihm nach Gesellschaft ist, so kann er sich mit seiner Freundin Mareike treffen.

Für die Wunder des Alltags und seiner Stadt hat er allerdings keinen Blick. Das ändert sich jedoch, als ihm ein abgerissen wirkender Gaukler im Barockgewand einen Trichter schenkt. Ferdinand weiß zunächst nichts mit dem Haushaltsgegenstand anzufangen. Er merkt erst, dass etwas Magisches an ihm haftet, als er beginnt, die Welt mit anderen Augen zu sehen und in Worte zu fassen – Sätze und Silben, die in ihm ein Hochgefühl wecken. Er fängt zu schreiben an. Prosa und Poesie fließt aus seinen Fingern über die Tastatur und den Stift auf das Papier. Es ist, als habe ihn eine lange vergessene Muse wach geküsst.

Und so steht sein Entschluss bald fest: Er wird seine Freundin verlassen und seine Arbeit kündigen, um sich ganz seiner schriftstellerischen Karriere zu widmen, nicht ahnend, was der geheimnisvolle Gaukler eigentlich im Schilde führt.

„Der Trichter und sein Henker“ ist nicht nur ‚Literatur für die Ohren’, sondern auch ein warmherzig-humorvoller Blick auf Nürnberg, einige seiner markanten (und teilweise auch weniger bekannten) Sehenswürdigkeiten und einen fast vergessenen Sohn der Stadt.

Kaum jemand erinnert sich heute noch an Georg Philipp Harsdörffer, dessen Todestag sich 2008 zum 350. Mal jährt, der aber zu seiner Zeit ein recht bekannter Dichter der Region gewesen ist. Einen Hauch von seiner Lyrik und Prosa lässt er in die fade und eintönige Welt des Bankangestellten Ferdinand gelangen und weckt in ihm scheinbar schlummernde Talente. Wie im 17. Jahrhundert so soll auch der Trichter heute zum Schmieden von poetischen Versen anregen.

Humorvoll, frech und pointiert erzählt Matthias Kröner seine Geschichte, die für mehr eigene Phantasie und die Befreiung vom reinen Konsum durch die Werke der Vergangenheit plädiert, ohne jedoch zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger zu winken. Die Geschichte ist weit davon entfernt knochentrocken zu wirken und weiß durch die lebendige Lesung des Autors von Anfang bis Ende zu unterhalten.

So beweist Matthias Kröner durch „Der Trichter und sein Henker“, das Literatur nicht langweilig sein muss, sondern auch spannend und unterhaltsam sein kann. Das Hörbuch selbst kann übrigens auch problemlos und versandkostenfrei beim Verlag bezogen werden. (CS)

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Der Trichter und sein Henker: Zum 350. Todestag von Georg Philipp Harsdörffer

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BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete  in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.

Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!

Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!

Die Gewinner der Preisrätseltitel:

1. Corinna Schöpf
2. Petra Sommerfeld
3. Martin Brandt

Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!
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