Die schönsten Steckenpferd-Geschichten aus früheren Tagen

Günter Neidinger
Die schönsten Steckenpferd-Geschichten aus früheren Tagen
In fünf Minuten erzählt

SingLiesel Verlag, Karlsruhe, 04/2015
Hardcover
Therapie/Medizin & Gesundheit, Belletristik
ISBN 978-3-944360-53-9
Titelgestaltung von N. N.
Zeichnungen im Innenteil von Nikolai Renger

www.singliesel.de
www.nikorenger.de

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Es ist erst wenige Jahrzehnte her, da war es noch etwas Besonderes, wenn man ein Radio besaß. Ein Telefon, einen Fernseher und ein Auto konnten sich nur die Reichen leisten. Computer, Internet, Handy waren noch nicht erfunden. Dennoch hatten alle etwas zu tun, manches davon machte man sogar sehr gern und investierte viel Freizeit in diese Steckenpferde, die heute kaum noch jemanden interessieren, gibt es doch so viele andere Beschäftigungen. An diesen nimmt ein Mensch mit Demenz allerdings kaum oder gar nicht teil, entweder weil er sich schon zuvor nicht mehr damit befassen wollte oder es inzwischen einfach nicht mehr kann. Dafür erinnert er sich jedoch lebhaft an die zurückliegenden Dinge, an eigene und die Steckenpferde seiner Angehörigen und Freunde.

Günter Neidinger, der u. a. auch der Verfasser von Büchern wie „Die schönsten Lausbuben-Geschichten aus früheren Tagen“ und „Die schönsten Familien-Geschichten aus früheren Tagen“ ist, erzählt in „Die schönsten Steckenpferd-Geschichten aus früheren Tagen“, womit Mädchen und Jungen, aber auch die Eltern und Großeltern gern gespielt haben. Es sind Erzählungen in denen sich die Generation 55+ wiedererkennen kann. Es handelt sich um 18 Geschichten, die dank einer großen Schrifttype von Brillenträgern selbst gelesen oder vorgelesen werden können und die Aufmerksamkeit nicht länger als fünf Minuten beanspruchen, sodass anschließend über das Thema gesprochen werden und der ältere Mensch von seinen Erinnerungen erzählen kann.

Es sind einfache, rührende Schilderungen, die auch jüngere Leser und Menschen ohne Demenz erreichen. Bei der Lektüre denkt man spontan an Bücher und Filme wie Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“, „Die Heiden von Kummerow“, „Michel von Lönneberga“ usw., denn in diesem leichten, humorigen Ton und von ähnlichen Inhalten sind auch die „Steckenpferd-Geschichten“.

Obwohl Handarbeit lange Jahre ein Schulfach nur für Mädchen war, gab es eine Beschäftigung, die auch Jungen gerne ausübten: die Arbeit mit „Strickliesel und Co.“ Jeder wollte den längsten Wollschlauch produzieren, aus dem dann für die Mutter Untersetzer und anderes Nützliches gefertigt werden konnte. „Vom Winde verweht“ wurden Großvaters Briefmarken, als die Großmutter die Tür öffnete. Dank eines emsigen Helfers, der sich fasziniert die vielen Motive anschaute und die Namen von unbekannten Ländern las, sind sie schnell wieder eingesammelt.

Früher gab es nicht nur UKW (ferner Internetradio und DAB+, für die man spezielle Radiogeräte benötigt), sondern Kurzwelle, Mittelwelle und Langwelle, deren Sender in Deutschland aus Kostengründen bereits abgeschaltet wurden oder in nächster Zeit stillgelegt werden. Es war spannend, immer neue Rundfunkstationen im In- und Ausland zu entdecken, doch klarer Empfang war eher die Ausnahme. Um die Mutter auch für das Radio zu begeistern, bastelte der Vater einen „Christbaumständer mit Antenne“, sodass die Sendungen weniger zischten, quietschten und knacksten. Der Großvater besaß noch eine Spielzeugeisenbahn, die über einen Dampfkessel betrieben wurde, der eines Tages leider platzte. Danach gab es eine elektrische Eisenbahn, von der auch die Hauskatze sehr fasziniert war, sodass „Minka und die schwarze Lok“ buchstäblich „Katz‘ und Maus“ spielten.

Es sind wirklich schöne Geschichten, die man in jedem Alter lesen und auch Kindern vorlesen kann – nicht nur den Senioren. Sie können ein Bindeglied sein zwischen den Generationen und es ermöglichen, dass diese und insbesondere Menschen mit Demenz ihren Platz im Familienkreis noch lange durch das Miteinander und die Zuwendung erhalten können. Die unter Beratung von zahlreichen Fachleuten entstandenen Titel des SingLiesel Verlags sind stets eine Empfehlung wert!

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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