Ein Stern in dunkler Nacht – Die schönsten Weihnachtsgeschichten

Willi Fährmann (Hrsg.)
Ein Stern in dunkler Nacht – Die schönsten Weihnachtsgeschichten

cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 9/2008
HC, Jugend-/Familienlesebuch, Belletristik, 978-3-570-13551-8, 192/1495
Titelgestaltung von basic-book-design, Karl Müller-Bussdorf unter Verwendung einer Illustration von Dieter Wiesmüller
Vignetten und Schmuckleisten von Ekkehard Drechsel

www.cbj-verlag,de

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind sondern auch Weihnachtliches aus den Verlagshäusern. Der cbj-Verlag will keine Ausnahme sein und offeriert ein Lesebuch für die ganze Familie, in dem Kurzgeschichten von internationalen Autoren gesammelt sind. Gut hundert Jahre Zeitgeschehen, die Sorgen und Träume ganz normaler Menschen spiegeln die Texte wieder.

Dabei handelt es sich sowohl um Besinnliches wie auch um Erzählungen zum Schmunzeln, die so angeordnet sind, dass die bedrückte Stimmung stets aufgehellt wird, wenn zuvor ein recht ernstes oder trauriges Thema aufgegriffen wurde.

Man findet 37 Erzählungen und Gedichte von 30 Autoren, darunter Pearl S. Buck, Truman Capote, Selma Lagerlöf, Hermann Löns, Astrid Lindgren. Alle Texte sind kurz genug zum Vorlesen, beispielsweise an den Adventsabenden, wenn sich die Familie im Wohnzimmer versammelt hat.

Die Straßenbahnfahrerin Roberta glaubt, „Das Schneegespenst“ gesehen zu haben. Ein kleiner Junge, der in später Nacht ihr letzter Fahrgast ist, kann das Rätsel lösen.

„Der Schneemann wartet nicht mehr“ auf Sarah bei Wolf P. Schneiderheinze. Das Mädchen vermisst den freundlichen, alten Nachbarn, der sonst beim ersten Schnee immer mit ihr Schlitten fuhr. Was ist passiert? Sie erfährt, dass ihr Freund krank ist und schwänzt die Schule, um ihn im Spital zu besuchen.

Lustig geht es zu, wenn „Der Bär auf dem Försterball“ seine Scherze treibt. Peter Hacks Geschichte ist eine Satire darauf, dass man immer nur das sieht, was man sehen will.
Karla Schneider erzählt „Warum aus mir dann doch keine spanische Tänzerin geworden ist“. Schuld daran ist ‚das kleine Ungeheuer’…

„Wünsche“ hat ein kleines Mädchen, das bei Brigid Brophy endlich das wünscht, was noch keiner Märchenfigur in den Sinn kam.

„Der Weihnachtswolf“ ist bei Willi Fährmann das Sinnbild für den Frieden, den man sich innerhalb der Familie und weltweit ersehnt. In „Wasser aus dem Felsen“ bringt der Herausgeber die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel ins Spiel.

Das sind nur wenige Beispiele für die abwechslungsreichen Erzählungen, die das Buch bietet. Es mischen sich zeitgenössische mit älteren und traditionellen Texten, mischt sich Humoriges mit Schilderungen, die zu Herzen gehen. Selbst wenn es nicht immer ein richtiges Happy End gibt, so vermitteln die Geschichten doch Hoffnung, einen Moment echten Glücks oder die Gewissheit, endlich etwas richtig gemacht zu haben. Oft sind es Kinder, die den Stein ins Rollen bringen durch ihre Aufrichtigkeit und ihr unverdorbenes Vertrauen in andere. Aber auch reifere Leser erkennen sich und ihre Eltern, die vielleicht ähnliches erlebt haben, in mancher Szene wieder.

Das macht „Ein Stern in dunkler Nacht“ zu einem kurzweiligen Lesebuch für Groß und Klein, das man in der Adventszeit gern zusammen mit dem Weihnachtsschmuck, den Räucherkegeln mit Tannenduft und den CDs mit Christmas-Songs hervor holt. (IS)

Titel erhältlich bei Amazon.de
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