Eisige Schwestern

S. K. Tremayne
Eisige Schwestern

Originaltitel: The Ice Twins
Knaur
ISBN 978-3-426-51635-5
Psychothriller
Erschienen: 04. Mai 2015
Aus dem Englischen von Susanne Wallbaum
Covergestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Coverabbildung: Alan Clarke / Arcangel Images;
Shutterstock; FinePic, München
Klappenbroschur, 400 Seiten

www.knaur.de

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Der Autor:

S.K. Tremayne ist ein englischer Bestsellerautor und preisgekrönter Reisejournalist, der regelmäßig für internationale Zeitungen und Magazine schreibt. Er wurde in Devon geboren und lebt heute mit seinen beiden Töchtern in London.

Das Buch:

Sarah und Angus Moorcraft haben eines ihrer Zwillingsmädchen bei einem tragischen Unfall verloren. Das Leben geht weiter, aber die Familie hat es schwer. Jeder scheint seine eigenen  Probleme zu haben und geht sehr unterschiedlich mit dem zu verarbeitenden Todesfall um. Doch man wagt einen Neuanfang und zieht fort auf eine kleine schottische Insel namens Torran. Hier jedoch wird es nicht besser, denn die noch lebende Tochter Kirstie behauptet plötzlich tatsächlich Lydia, also die tote Tochter, zu sein. Und die Anzeichen, dass das der Wahrheit entspricht, häufen sich. Mit dieser Unsicherheit wächst auch ein gegenseitiges Misstrauen der Eheleute. Jeder hat dem Anderen etwas vorzuwerfen, aber niemand ist bereit,  das wirklich zu thematisieren und darüber zu reden. Und dann wird die noch lebende Tochter immer verhaltensauffälliger und findet auch keine Freunde in der neuen Schule. Sie wird sogar extrem ausgegrenzt als sie behauptet ihre Schwester sei immer noch da und so tut als würde sie mit dieser sprechen.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Sarah als auch aus der Sicht von Angus erzählt, wobei der Teil überwiegt, in dem der Leser Sarah und ihre Empfindungen und Gefühle erlebt. Über der gesamten Geschichte entfaltet sich neben den eigentlichen Problemen der Familie auch noch eine geisterhaft mystische Grundstimmung. So gelingt dem Autor ein perfekter Spannungsaufbau, der über ungefähr zwei Drittel des Buches gehalten wird. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und irgendwie wird die Geschichte einerseits so mysteriös und andererseits so einfach, dass sie mich letztendlich in ihrer Auflösung nicht wirklich überzeugen konnte.

„Eisige Schwestern“ besticht in jedem Fall durch ein tolles, sehr auffälliges Cover. Die Abbildung ist ein echter Hingucker und gibt genau das wieder, was die Geschichte auch vermittelt. Auch der ausgewählte Handlungsort ist für diese Geschichte einfach perfekt. Die Insel, die nur von der Familie bewohnt wird, besticht durch Einsamkeit. Das Haus ist alt und heruntergekommen, die dort lebenden Menschen sind den Naturgewalten ausgesetzt und ohne Boot eigentlich von der Außenwelt abgeschnitten. Damit ist eine tolle Grundstimmung für diesen Psychothriller gelegt.

Insgesamt gesehen bleibt „Eisige Schwestern“ aber dennoch nur ein Buch für Leser, die auch dem Übersinnlichen nicht ganz abgeneigt sind.

Copyright © 2015 by Iris Gasper

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